Prison on Fire


  • Originaltitel: 監獄風雲
    Herstellung: Hongkong , 1987
    Regie: Ringo Lam
    Darsteller: Roy Cheung , Chow Yun-Fat , William Ho Ka-Kui, Tony Leung Ka-Fai , Shing Fui On , Tommy Wong Kwong-Leung, Victor Hon, Frankie Ng Chi-Hung, Joe Chu
    Genre: Drama, Thriller
    Laufzeit: ca. 98 Min.
    Freigabe: Deutschland: FSK 16, Hongkong: IIa (Blu Ray, DVDs und VCDs IIb)
    Kinostart: 13.11.1987



    Veröffentlichungen:


    DVD Hongkong: 01.03.1999
    VCD Hongkong: 03.07.2007 (Deltamac)
    DVD Deutschland: 13.09.2007 (EMS)
    VCD Hongkong: 03.07.2009 (Joy Sales) - Digital Remastered
    Blu Ray Hongkong: 28.01.2011 (Kam & Ronson)


    Inhalt:


    Ka-Yiu (Tony Leung Ka Fei) muss ins Gefängnis, da er unbeabsichtigt den Tod eines Ladendiebs verschuldet hat. Der sensible junge Mann mit der Nummer 51910 hat große Mühe, sich dem brutalen Knastalltag anzupassen. Er wird misshandelt und gedemütigt.
    Der Gangsterboss Micky sitzt ihm genauso im Nacken wie der gewaltsame Oberwärter. Doch da naht Rettung in Person des Gefangenen Ching (Chow Yun-Fat). Er kennt die Regeln im Knast und verbündet sich mit Ka-Yiu. Alle Zeichen deuten auf einen blutigen Kampf gegen ihre Peiniger (Covertext)


    Meine Meinung:


    Leider war der Film jetzt nicht gerade der blutige Knast-Aufstandsfilm den ich durch den Titel und die Inhaltsangabe erwartet habe. Aber dennoch war der Film unterhaltsam und sehr gut gemacht.
    Chow Yun-Fat ist einfach toll. Der Mann spielt einfach nie die typischen heroischen Figuren sondern verleiht seinen eher Antiheldangehauchten Figuren immer noch einen etwas abgedrehten, manchmal vielleicht eigensinnigen, aber dennoch immer faszinierenden Touch. Wenn er am Ende abdreht ist es genau das, worauf die Zuschauer die ganze Zeit gewartet haben.
    Tony Leung erinnert mich im Film mehr an eine kleine Schulhofpetze und Feigling der sich hinter jedem größeren Versteckt. Er passt nicht wirklich in die ganze Situation, was natürlich eine der ausschlaggebenden Bedeutungen des Films waren. Er wirkt wie ein Afroamerikaner in einer KKK-Versammlung. Vollkommen fehl am Platz, mit der Gewissheit der um ihn herumherrschenden Gefahr und dennoch unfähig ihr zu entkommen. Seine ist mir jedoch eine Spur zu naiv, so dass er selbst zum Ende des Films hin scheinbar nichts im Gefängnis gelernt hat und weiterhin in die offensichtlichen Gefahren läuft aus denen Chow Yun-Fat ihn retten muss.
    Alles in Allem war der Film sehr unterhaltsam und trotz vieler ruhigen Passagen nicht langweilig, sondern hält das Interesse des Zuschauers mit, manchmal leider zu kurzweiligen, Spannungsmomenten und einer interessanten Storyelementen.


    Trailer:



    Screenshots: