Beiträge von DanGore


    Originaltitel:Isolation - Hinter verzerrten Gedanken
    Herstellung: Deutschland, 2013
    Regie:Cedric Endress
    Darsteller:Philip Petrosky, Christian Fryska, El Gore, Cedric Endress, Ulrich Fürstenau, Lena Knoop,Uli Geisendörfer, Katharina Klein
    Genre:Horror
    Laufzeit: ca.59 Min.(Erste Fassung), ca.67 Min. (Directors Cut)
    Freigabe:ungeprüft
    Kinostart:
    Offizielle Seite: https://www.facebook.com/GrindhouseFamilyFilmworks/



    Veröffentlichungen:
    Deutschland:
    DVD: Grindhouse Films (Presse-DVD)


    Österreich:
    DVD: Blacklava Entertainment
    DVD: Grindhouse Films / Blacklava Entertainment



    Inhalt:
    Eine Kleinstadt lebt in Angst und Schrecken vor einem Serienkiller, der seine Opfer auf brutalste Weise verstümmelt und tötet.Ein abgehalfteter Polizist wird auf den Fall angesetzt, doch auch dieser findet erst keinerlei Indizien bezüglich des Killers.
    Jeden Tag gibt es neue Opfer des Verrückten, die Leichen fangen an sich zu türmen und für den Polizisten beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit in einem perfiden Katz und Maus Spiel.
    Wird er dem Killer auf die Schliche kommen, ihn aufhalten und dem Morden ein Ende setzen können?



    Meine Meinung:
    Das Motto der deutsche Crew "Grindhouse Films" dürfte wohl "klotzen statt kleckern" sein, denn nach ihrem dritten Teil der GHOULS NIGHT OUT Trilogie bekommt der Indie-Fan mit ISOLATION dieses Jahr schon das zweite Werk von "Grindhouse Films" serviert.
    Ein kleiner, feiner Unterschied bei ISOLATION ist aber die Laufzeit des Films, denn hierbei handelt es sich um das Langfilmdebüt der Crew aus dem Süden Deutschlands, welches mit knapp 2000€ Budget realisiert wurde.
    Das Unterfangen einen überzeugenden, abendfüllenden Film abzuliefern ist auch rundum gelungen, wenn man von ein paar kleinen Mankos - auf die ich gleich noch eingehen werde - mal absieht.


    Liest man sich die Inhaltsangabe durch, dürfte schnell klar sein das die Story eigentlich nichts wirklich Neues bietet und viele Regisseure zuvor haben sich der Serienkillerthematik ja schon angenommen.
    Doch grade im deutschen Indiefilm sind überzeugende Serienkillerfilme rar gesät und umso erfreulicher ist es, das ISOLATION so zu überzeugen weiß.


    Auch wenn ich selbst von den GHOULS NIGHT OUT Filmen nur die Trailer kenne und sie bisher nicht gesehen habe, ist doch ein großer, technischer Fortschritt zu erkennen.
    Visuell präsentiert sich ISOLATION im leicht experimentellem Gewand und Filme wie ICE FROM THE SUN, ERZA : FEAR OF A FACELESS GOD, VISIONS OF SUFFERING oder auch TETSUO : IRON MAN kommen einem in den Sinn beim schauen.
    Besonders im Editing wurde ISOLATION der nötige Feinschliff verpasst und es wurde nichts ausgelassen - Jumpcuts, Slow-Motion Effekte, verzerrte Frames und artifizielle Verunreinigungen werden geschickt genutzt um ISOLATION seinen individuellen Charkater zu verleihen.
    Bei der Ausleuchtung und der Farbgebung von ISOLATION fällt auf das hier auf satte Töne, die von Rot, Gelb und Blau dominiert werden, gesetzt wurde - das Regisseure wie Dario Argento oder Mario Bava hier einen großen Einfluss gehabt haben, ist nicht zu leugnen.


    In perfekter Harmonie mit den Bildern steht hier auch der Score, der auf voller Linie überzeugen kann.
    Erfreulicherweise wurde bei ISOLATION für die musikalische Untermalung nicht auf die (lokalen) Metal- und Punkbands gesetzt und die sonst üblichen Klischees somit ausgehebelt.
    Der Score, der von Cedric Endress und Scatmother stammt, ist subtiler Natur und hält sich mit seinen orchestral-industriellen Klänge fast immer dezent im Hintergrund.
    Um etwas Abwechslung zu bieten gibt, gibt es in Actionszenen aber auch Tracks zu hören, die für etwas Adrenalinzufuhr sorgen und wohl am besten als Industrial-Metal bezeichnet werden können.
    Dieser musikalische Aspekt ist letztendlich auch ein wichtiger Punkt, der dem Film erst seine kalte, düstere, melancholische und bedrohliche Atmosphäre verleiht.
    Bei ISOLATION kann man also durchaus von einem audiovisuellem Erlebnis sprechen, der seine Intensität erst durch das Zusammenspiel von Bild und Sound vollkommen entfaltet.


    Bei den Darstellern, bei denen es sich wohl durch die Bank weg um Laien handelt, gibt es keine Ausfälle zu bemerken und es gibt hier so gut wie nichts zu kritisieren.
    Sicherlich mag der ein oder andere manchmal etwas unbeholfen wirken, doch dies wirft sich nie zu sehr in die Waagschale und schmällert den Filmgenuss nicht ab.
    Ein Highlight ist hier sicherlich Philip Petrosky, der den Killer spielt und eine kalte und glaubhafte Verkörperung eines gebrochenen, isolierten, desillusionierten Mannes gibt, der sich immer mehr von der Gesellschaft, ihren Normen und den damit eingehenden Regeln und Gesetzen entfernt und zum skrupellosem Killer mutiert.
    Ich persönlich hätte mir lediglich ein wenig mehr Rückblicke in die Vergangenheit des Killers gewünscht, da dies den Charakter und auch die Story noch etwas greifbarer gestaltet hätte.
    Auch Christian Fryska als Polizist agiert überzeugend und unbefangen, was sicherlich eine Notwendigkeit ist, da ISOLATION vorwiegend von Petrosky und Fryska getragen wird.
    Die Charakterzeichnung des Killers ist wirklich gelungen und es gibt keine Szene im Film in dem man Petrosky diesen Part nicht abnimmt - mit absoluter Gleichgültigkeit und getrieben von den inneren Dämonen der Vergangenheit tötet er kaltblütig und ohne jegliche Reue seine Opfer.
    Dem Charakter des Polizisten hätte aber etwas mehr Tiefe gut getan - mich persönlich würde die Hintergrundgeschichte des Cops interessieren und warum er von dieser Zerrissenheit geplagt ist - dieses hätte durch ein abgehalfteres, leicht verkommenes Aussehen auch optisch noch unterstrichen werden können.
    Diese Zerrissenheit des Polizisten fand ich persönlich nämlich sehr gelungen und mich hat der Charakter an die Hauptprotagonisten aus den Film Noir Klassikern oder auch den männlichen Part aus SINGAPORE SLING erinnert.


    Die Spezialeffekte in ISOLATION sind auch gekonnt in Szene gesetzt, auch wenn diese im Kontext mit der Story um eine gescheiterte Existenz eher eine untergeordnete Rolle spielen.
    Dies bedeutet aber nicht, das hier fast gänzlich auf blutige FX verzichtet wurde und an brutalen Schauwerten gibt es doch einiges zu bewundern.
    Bei den Effekten wurde hier aber eher auf Innovation gesetzt und anstelle der obligatorischen Kehlenschnitte und Ausweidungen - auch wenn diese noch vertretten sind - wurde Kreativität an den Tag gelegt.
    Hier werden die Därme nach einer Ausweidung nämlich mal auf krude Art zweckentfremdet oder auch Zähne ausgetretten - alles recht realistisch und hart umgesetzt und ihren Zweck nicht verfehlend.


    Die Storyentwicklung bei ISOLATION ist narrativer Natur, auch wenn das Szenario oft Dialogfrei daherkommt - erst im letzen Drittel wird der Fokus auf etwas mehr Action gelegt.
    Dies schadet dem Film aber zu keiner Zeit, da die Story dadurch im starken Kontext mit dem Hauptcharakter steht und sich beides auf schleichende Art etabliert.


    Es gibt aber auch wie schon zu Beginn angekündigt ein paar kleine Kritikpunkte, die aber nur rudimentär vorhanden sind.
    Zu einem wäre das die schon angesprochene Charakterzeichnung des Polizisten, die etwas tiefer hätte ausfallen können.
    Auf der anderen Hand sind da lediglich ein paar Filmfehler, die mir augefallen sind.
    Da wäre zum Beispiel die Geschwindigkeit mit der das Haar des Mörders wächst - zu Beginn rasiert er sich den Kopf und schon 2 oder 3 Tage später sind die Haare in einem Umfang nachgewachsen, der in einer so kurzen Zeit nicht möglich sein kann.
    Auch einige der Szenen in denen der Killer seiner blutigen Arbeit nachgeht, wirken als hätte sich "Uli, der Fehlerteufel" eingeschlichen.
    Da wird nämlich bei Tageslicht angefangen Leute um die Ecke zu bringen und wenn der Mörder mit ihnen fertig ist, ist es stockdüstere Nacht - dies wirkt ein wenig Unwahrscheinlich, aber eventuell sollen die Morde in ISOLATION ja auch so langwierig und ausgewälzt wirken.


    Letztendlich haben wir mit ISOLATION einen Indie-Film vorliegen, der durch Story und audiovisuelle Umsetzung punkten kann und auch die kleinen Mängel dadurch ausbügelt.
    Ich bin schon gespannt was die Crew von "Grindhouse Films" als nächstes aus dem Ärmel schüttelt und bin mir sicher das uns auch dort wieder ein gelungener Film von Genrefans für Genrefans vorgelegt wird


    Trailer:


    Bilder:









    Originaltitel:Subspecies
    Herstellung: Rumänien/USA, 1991
    Regie:Ted Nicolaou
    Darsteller:Angus Scrimm,Anders Hove,Irina Movila,Laura Tate,Michelle McBride,Ivan J. Rado u.a.
    Genre:Horror
    Laufzeit: ca. 80 Min.
    Freigabe:ungeprüft (X-Rated DVD), FSK 16 (Voulez Vous Film / Intergroove) beide Fassungen Uncut
    Kinostart:
    Offizielle Seite: hier



    Veröffentlichungen:
    Deutschland:
    DVD: '84 Entertainment
    DVD: Voulez Vous Film / Intergroove
    DVD: Voulez Vous Film / Intergroove (Wendecover)
    DVD: Voulez Vous Film / Intergroove [Boxset]
    DVD: X-Rated
    DVD: X-Rated (Pressemuster)
    Blu-ray Disc: Voulez Vous/Savoy/MIG
    Video: CIC Video



    Inhalt:
    1991:
    In Transsylvanien haben sich die letzten Vampire mit den Menschen praktisch ausgesöhnt.
    Man lebt in friedlicher Koexistenz und wenn die Untoten mal der kleine Hunger packt, dann holt der Vampirkönig Vladislav (PHANTASM-Tall Man Angus Scrimm mit einer UNGLAUBLICHEN Perücke!) den Blutstein hervor
    und nimmt davon einen kleinen Trunk.


    Alles könnte sooo friedlich sein, wenn da nicht der böse Sohn Vladislavs wäre:
    Radu, ein ziemlich übelgelaunter Vertreter seiner Rasse und zudem abgrundtief häßlich, hat genug vom angepassten Leben.
    Er sieht sich in der Nahrungskette den Menschen übergestellt und will unbedingt wieder eine Herrschaft der bösen Vampire (wen das jetzt an einen gewissen Film mit Wesley Snipes errinnert, der kriegt 100 Punkte).
    Daher: Weg mit dem Vater per Mord und der Blutstein wird natürlich auch einkassiert, denn das Blut aus diesem seltsamen Mineral wirkt wie eine Droge.
    Da der Stein aussieht wie ein Lutschbonbon von Chupa Chups verwundert das auch nicht unbedingt.


    Zur gleichen Zeit treffen die beiden amerikanischen Studentinnen Michelle und Lillian in Rumänien ein.
    Dort wollen sie ihre Examensarbeit über den Mythos und Aberglauben des Vampirismus zu einem glorreichen Abschluß bringen.
    Ihre rumänische Freundin Mara holt sie am Bahnhof ab und gemeinsam geht es im Trabant ("Der ist aus Pappe gemacht") zum Schloß des Vlad Dracul.
    Die Leute dort empfangen die beiden fremden Girlies relativ ungern, schließlich will man ja mit Vampiren in der Nachbarschaft kein allzu großes Aufsehen in der Welt erregen.
    Den Mädels ist das aber schnuppe und so werden erstmal die tollen Burgruinen erkundet.
    Logisch, das sich eine von ihnen zu nah ans Feuer wagt und plötzlich anämische Blutwerte vorzuweisen hat.
    Kein Wunder, Radu ist nämlich nicht nur Vampir sondern auch Freund von frischem Mädchenfleisch und somit schneit er des öfteren nachts bei der armen Lillian ins Schlafgemach ein, um sich an ihr zu verköstigen.
    Außerdem schaut er sich gerne die nackte Brustpartie der jungen Dame an, was ja auch nie verkehrt ist.


    Dann kommt da auch noch der junge "Biologe" Stefan ins Spiel, ein junger Typ den man im englischen Sprachjargon wohl als "handsome" bezeichen würde. Michele findet Stefan auch ganz toll und das kommt nicht von ungefähr,denn sie haben scheinbar den gleichen Friseur.
    Dumm nur: der rumänische Forscher erkundet nicht umsonst NUR das Nachtleben von Rumänien.
    Er ist der Halbbruder von Radu und zudem ein halber Mensch (wie, schon wieder Blade???).
    Das sich die beiden verwandten Vampire nicht mögen, dürfte klar auf der Hand liegen und somit will einer den anderen vernichten. Stefan hat noch den alten Karl an seiner Seite, ein Mensch der allerlei Waffen zur Vernichtung des bösen Vampirs baut (ja?? Was jetzt?? Der Film ist von 1991! Wenn hier einer geklaut hat, dann war es der Erfinder von BLADE!), z.B. setzt er gerne Schrotpatronen ein, die mit den Kugeln eines Rosenkranzes befüllt sind.
    Es kommt wie es kommen muß: am Ende stehen sich die beiden ungleichen Brüder zum letzten entscheidenden Duell gegenüber und der Kampf Gut gegen Böse geht nicht ohne Verluste von statten.



    Meine Meinung:
    Hoppla, das ist eine Charles Band-Produktion?
    Fast unglaublich, SUBSPECIES entstand nämlich nicht etwa zu den goldenen Zeiten von RE-ANIMATOR und FROM BEYOND, sondern Anfang der 90ger Jahre, als der FULL MOON nur noch ein Direct-To-Video-Debakel nach dem anderen in die Videotheken pumpte.
    Nun hat SUBSPECIES aber auch daher das gewisse Etwas, weil er tatsächlich in Rumänien kurz nach dem Fall des kommunistischen Regimes gedreht wurde und daher mehr als eindrucksvolle Sets vorzuweisen hat.
    Tolle Burgruinen, grüne Landschaften, echte Rumänen als Darsteller, einen Trabant und zudem mit Ted Nicolaou einen recht fähigen Regisseur, der es verstand einen kleinen, stimmungsvollen Grusler zu schaffen.


    Das gelingt ihm auch weitestgehend, denn die Darsteller geben sich redlich Mühe gegen die eigentlich nur sehr schmale Story anzukämpfen.
    Trotzdem ist Kurzweil angesagt, denn die Settings machen es einem doch recht schwer, den Film nicht zumindest als äußerst faszinierend einzustufen.
    Statt poppigen Trash gibt es schon fast HAMMER-Format und das ist gerade für Freunde des Vampirfilms mehr wert, als tiefgreifende Symbolik die das Subgenre ja von Natur aus schon mitbringt.


    Einziger Knackpunkt sind vielleicht die "Subspecies" selber, kleine rote Kreaturen die Radu behilflich bei seinen Plänen sind.
    Erstens sehen die ZIEMLICH billig aus, zweitens machen die in dem Film eigentlich gar keinen größeren Sinn.
    Dies erklärt sich aus der Tatsache heraus, das ursprünglich diese Szenen mit Schauspielern in Kostümen gedreht wurden und diese Sequenzen Regisseur Nicolaou nicht gefielen.
    So wurden schnell diese Stop-Motion-Figuren einkopiert und das Ergebnis sieht bestenfalls drollig aus, da man hier einfach kein Harryhausen-Format auf die Reihe brachte. Schade eigentlich.


    Insgesamt betrachtet ist SUBSPECIES ein netter Film für den Feierabend oder den Sonntagnachmittag.
    Da es nur ein Minimum an Gewaltszenen gibt, darf auch die schreckhafte Freundin mitgucken.
    Mir hat er auf jeden Fall wirklich gefallen, auch weil er ein paar wirklich gute Regieeinfälle vorzuweisen hat.
    Wer DAGON mochte, sollte SUBSPECIES auf keinen Fall verpassen, vorallem nicht, da es sehr gute DVD-Umsetzungen gibt.
    Die alte deutsche Synchro ist nicht ganz so toll, auch weil hier Umgebungsgeräusche ausgespart wurden.


    Trailer:


    Bilder:





    Originaltitel:Blood Legacy
    Herstellung: LAND, JAHR
    Regie:Carl Monson
    Darsteller:John Carradine,Rodolfo Acosta,Merry Anders,Norman Bartold,Ivy Bethune u.a.
    Genre: Horror | Thriller
    Laufzeit: ca. 94 Min.
    Freigabe:ungeprüft (deutsches VHS), Rated R (USA)
    Kinostart:
    Offizielle Seite: hier



    Veröffentlichungen:
    Deutschland:
    Video: ITT Contrast
    Video: VMP
    Video: VMP (Glasbox)


    USA:
    DVD: Alpha Video
    DVD: Intercontinental Records
    DVD: Mill Creek (Drive In Movie Classics)
    DVD: Shout Factory (Elvira's Movie Macabre)
    DVD: Shout! Factory (Elvira´s Movie Macabre)




    Inhalt:
    Der Kopf der Dean Familie, Christopher Dean, ist verstorben und ein Nachlassverwalter lädt zur Testamentsverlesung.
    Die Kinder der Dean Familie sowie die drei Bediensteten sind angereist damit das Testament, welches auf einem Tonband aufgezeichnet ist, eröffnet werden kann.
    Einige der Nachfahren sind mit Anhang angereist - Gregory mit Ehefrau Laura und Leslie, die unter Albträumen und Wahnvorstellungen leidet mit ihrem Ehemann und Psychiater Carl.
    Aber auch Sohnemann Johnny scheint nicht ganz dicht im Oberstübchen zu sein, denn auch er leidet unter Wahnvorstellungen.
    Oder entsprechen seine Flashback-Visionen gar der Wahrheit und ein Geheimnis das besser niemand erfährt lastet auf der Familie?
    Auch Veronica ist nicht ganz koscher, sie ist eine gierige,berechnende und abtrünnige Schlange.
    Der einzige der noch alle Tassen im Schrank hat scheint Gregory zu sein.


    Die Haushälterin Elga, der Chauffeur Frank und der Hausverwalter Igor sollen jeweils 1 Millionen Dollar aus dem Nachlass erhalten für die loyalen Dienste über all die Jahre.
    Für die Kinder Leslie, Johnny, Victoria und Gregory bleiben somit noch 136 Millionen Dollar die unter ihnen anteilsmäßig aufgeteilt werden, sofern keiner von ihnen zuvor dem ehrenwerten Papa beim Radieschen von unten anschauen Gesellschaft leistet.
    Diese Klausel die Christopher Dean in das Testament eingefügt hat könnte auch durchaus Früchte tragen, denn bei dieser Konstelation von Familienmitgliedern schein es nur eine Frage der Zeit zu sein bis sie sich untereinander an die Gurgel gehen.
    Aber auch unter den Bediensteten scheint nicht alles im Reinen zu sein!
    Igor gibt sich mit Vorliebe seinen masochistisch Neigungen hin und läßt sich mit Rohrstock und Peitsche verprügeln oder fröhnt der Selbstkasteiung.
    Chauffeur Frank hat einen seltsamen Faible für Waffen und sein Zimmer zieren Hakenkreuzflaggen und es sieht aus als wäre es ein Drittes Reich Museum; auch wenn er offensichtlich etwas gegen Deutsche hat.



    Zitat

    "Ein Kraut hat einst ein Bajonett in mich reingerammt. Ich habe eine Lampe aus ihm gemacht!"


    Und auch Haushälterin Elga scheint irgend etwas im Schilde zu führen, auch wenn sie sich von den dreien noch am unaufälligsten verhält.
    Nachdem alle Anwesenden grade mal einige im Haus sind geschieht auch schon das erste "Unglück" und Laura's Hund wird ermordet und von ihr und Gregory im Gartenteich tot aufgefunden.
    Man verspricht sich mit der Hilfe vom örtlichen Sheriff den grausamen Mord an dem vierbeinigem Freund aufklären zu können und erste Ermittlungen werden gemacht.
    Als der Gesetzeshüter das Haus wieder verlässt bemerkt er nicht das er von einem unbekannte mitsamt Axt verfolgt wird und diese fehlende Aufmerksamkeit kostet auch in sein Leben.


    Die Sippschafft im Haus stellt kurz darauf fest, das jemand den Braten im Kühlschrank gegen den abgetrennten Kopf des Sherrifs ausgetauscht hat und somit die Bedeutung "Head of the Police" eine ganz neue Bedeutung bekommt.
    Wird dieser Mord der letzte bleiben oder werden noch mehr Anwesende das Zeitliche segnen?
    Und wer hat es auf sie alle abgesehen und will sich das ganze Vermögen unter den Nagel reißen?


    Meine Meinung:
    BLUTIGE VERSCHWÖRUNG kann man am besten als Genrebastard aus Erbschaftskrimi mit Horrorfilm und Giallo Motiven beschreiben.
    Zweifellos ist der Film ein Relikt der frühen 70ger; ein Produkt aus den tiefen Wirrungen der Drive-In und Grindhouse Ära.


    Plottechnisch erinnert es ein wenig an Mario Bava's BAY OF BLOOD, kommt aber leider an desen Qualität bezüglich der Härte und auch der stimmigen Umsetzung nicht ran.
    Man hätte hier wirklich mehr rausholen können wenn man etwas mehr am Script und den Dialogen gearbeitet hätte, denn leider dümpelt der Film ein wenig vor sich hin.
    Die ganze Zeit über macht des Geschehen leider sehr den Eindruck als hätte man hier ein cineastisches Wollknäuel aus gefühlten 14 Nebenplots die es zu entwirren gilt um an den Haupthandlungsstrang zu kommen.


    Auch wenn die Story ein wenig Altbacken erscheint war Potenzial gegeben, aber Regisseur Carl Monson (DER SCHLÄCHTER, PLEASE DONT EAT MY MOTHER) hatte die Geschichte als auch eine tolle Kulisse nicht wirklich geschickt für den Film genutzt.
    Zu Beginn sieht man ein paar wirklich schöne Kameraeinstellungen und Kamerafahrten die stark an die italienischen Gialli der Frühühase (wie z.B. HATCHET FOR THE HONEYMOON oder 7 TOTE IN DEN AUGEN DER KATZE) erinnern.
    Doch leider kann man diese an einer Hand abzählen und man entschied sich schon nach 5 Minuten Laufzeit für diesen nicht sehr förderlichen Stilbruch.


    Mit David Carradine, den man ja durchaus als Genre-Ikone betiteln kann, hat man es geschafft einen großen Namen im Cast zu verewigen.
    Carradine weiß auch sicherlich wie man einen Charakter überzeugend spielt, doch seine On-Screen Zeit ist hier sehr limitiert und von daher ist sein mitwirken hier eher unbedeutend.
    Bei dem Rest des Cast kommen wir auch schon zum nächsten Manko, da dieser nicht wirklich überzeugen kann auch wenn ich schon wesentlich schlechteres Over-und Underacting gesehen habe.
    Zwar kauft man z.B. Richard Davalos (u.a. JENSEITS VON EDEN mit James Dean) seine Darstellung als Johnny ab, fragt sich aber auch ob man es hier mit guter Darstellung zu tun hat oder ob man ihn für diese Rolle direkt aus der geschlossenen Abteilung gecastet hat.
    Ein weiteres Problem ist auch die doch sehr leicht zu durchschauende und vorhersehbare Storyline und ich konnte mir schon nach ca. 25 Minuten des Films ausmalen wie dieser Film hier ausgehen wird.
    Bis auf die Schlußpointe war dem auch vollkommen so und meine cineastische Spürnase hat mich nicht enttäuscht.


    Die grade erwähnte Schlußpointe gibt dem Film dafür aber eine persönliche Note und man stellt fest das sich der Film nicht selbst so ernst nimmt wie es vorerst den Anschein macht.
    Special FX sind hier eher rar gesät und bis auf die Ermordung des Sherrifs, den abgetrennten Kopf und ein wenig unmotivierten Bluteinsatz wird einem auch hinsichtlich dessen nicht viel geboten.
    Der im Film verwendet Score ist ein für die Entstehungszeit typischer Gruselscore, der aber eher dezent im Hintergrund läuft und sich dadurch aber bestens in die dümpelnde Handlung integriert.


    Im Film ist es auch nicht selten, das einige Themen nur angeschnitten werden dann aber ohne weitere und detailiertere Erkärungen mal einfach so im Raum stehen gelassen.
    So erfährt man unter anderem nicht warum Igor auf Schmerzen abfährt oder was an der im Film thematisierten Inzucht nun dran ist.
    Eventuell wollte man ja auch den Zuschauer hier ein wenig fördern und es ihm überlassen sich auf all das einen Reim zu machen?
    Genug Zeit sich über all dies BEIM ansehen Gedanken zu machen hat man zweifelsohne!


    Was macht den Film also sehenswert und nicht zu einem Totalausfall?
    Eigentlich all das oben schon erwähnte, denn Trash & Drive-In Fans dürften hier trotz allen Mankos noch Spaß haben.
    Denn grade all diese Schwächen machen den Film sympathisch und um Längen besser als der filmische Sondermüll der in der heutigen Zeit manchmal auf die Menscheit losgelassen wird (Filme wie z.B. DARKNESS RISES, THE GUARDIANS oder CHILDREN OF THE LIVING DEAD gehen da mit bestem Beispiel voran!).
    Im Gegensatz zu den oben erwähnten neueren Produktion besitzt LEGACY OF BLOOD nämlich den Charme der Entstehungszeit, der in der heutigen Zeit bei Low Budget Produktionen wirklich selten zu finden ist.


    Zweifelsohne hat man es hier zum großen Teil mit einem Film zu tun der voll von Klischees ist aber auf der anderen Seite nimmt er diese auch auf eine Gewisse Art und Weise auf die Schippe!
    Die vorher schon erwähnte Schlußpointe zeigt bestens das man auch mal ein Auge zudrücken sollte und über jegliche Fehler hinwegsehen sollte um Spaß zu haben und unterhalten zu werden.
    Und genau diese Pointe spielt auch bewusst auf die im Film vorhandenen Klischees an, die in Filmen dieser Art zuhauf auftretten und macht uns auf satirische Art und Weise dessen bewußt.
    Als Hinweis sie nur gesagt :"Der Butler ist immer der Mörder" , was jetzt aber nicht heißt das es auch bei LEGACY OF BLOOD der Fall ist!


    Die in den USA erhältliche DVD ist aufjedenfall sehr goutierbar, da sie in der "Elvira's Movie Macabre" Reihe von niemand geringerem als Cassandra Peterson aka Elvira - The Mistress of Dark präsentiert wird.
    Und dabei beschränkt sich Elvira nicht nur auf die Präsentation, hier wird von ihr auch während einigen Pausen im Film selbst auf sarkastisch-groteske Art das Geschehen kommentiert und so für allgemeine Erheiterung gesorgt.


    Da ich mich an diesem Film bedingt erfreuen konnte und mit keinerlei Ermüdungserscheinungen zu kämpfen hatte gibt es von mir 5,5 von 10 Nachttischlampen für diesen Retro Horror Spaß.



    Trailer:


    Bilder:



    Meine Meinung:


    Andere Länder, andere Sitten - diese Divergenz macht sich vor allem bemerkbar wenn es um das Kulinarische und Nahrungstabus geht.
    Manch einem dreht sich der Magen um wenn er an den Verzehr von rohen Fisch in Form des in Japan so populären Suhi denkt.
    Andere werden vom Ekel gepackt wenn sich an das deutsche Sushi-Pendant - das Mettbrötchen -denken und auch der Skandal um Pferdefleisch-Lasagne dürfte den meisten ein flaues Gefühl in der Magengegend bereitet haben.
    Bei dem Gedanken an das genüssliche Verspeisen von Maden, Stierhoden, Surströmming, Affenhirn, Balut ( ein angebrütetes Hühner- oder Entenei das mitsamt Küken ausgelöffelt wird), Bambuswürmern, Grashüpfern oder Tiet Canh(eine vietnamesische Suppe aus rohem Entenblut) dürfte auch bei den ganz hartgesottenen Menschen die Gaumenfreude aufhören.
    Bei ihrer zweiten Regiearbeit widmet sich die "extreme-scRIPt-crew" den Thema Nahrungstabu der pelzigen Art in der süß-sauren Variante.


    Mit ihrem Kurzfilm BAD TRIP konnte die "extreme-scRIPt-crew" schon die Aufmerksamkeit der Indie-Fangemeinde auf sich ziehen und auf den Movie Days in Dortmund dieses Jahr auch den Preis für den "Scariest Shorty" einheimsen.
    Nun legt die Crew aus Melle in Niedersachsen direkt noch einen nach und mit SCHÄFERHUND SÜSS-SAUER haben sie sich einem Thema angenommen, welches eigentlich als recht kontrovers gilt.
    Hätte Ruggero Deodato diesen Film realisiert, dann würden die meisten Filmliebhaber wohl einen großen Bogen um SCHÄFERHUND SÜSS-SAUER machen.
    Bei der "extreme-scRIPt-crew" braucht man sich aber keine Gedanken zu machen - anstatt sadistischem und grenzwertigem Tiersnuff über den Bildschirm flimmern zu sehen, wurde sich dieser Thematik auf eine wesentlich angenehmere Art angenähert.
    Mit einer gehörigen Portion schwarzem, subtilen Humor und viel Ironie versehen weiß SCHÄFERHUND SÜSS-SAUER zu überzeugen und stimuliert das Zwerchfell das Betrachters auf eine angenehme und clevere Art.


    Im Vergleich mit BAD TRIP ist SCHÄFERHUND SÜSS-SAUER nicht so experimentell geworden wie der Vorgänger, aber in der Laufzeit wesentlich Länger und bringt es auf fast 30 Minuten.
    Auf die überzeugenden Stilelemente die in BAD TRIP dominierten, wurde hier aber nicht ganz verzichtet und auch bei SCHÄFERHUND SÜSS-SAUER gibt es wieder einige wirklich trippige Bilder zu begutachten.Grundsätzlich ist bei SCHÄFERHUND SÜSS-SAUER ein technischer Fortschritt zu bemerken - im Editing wurde alles erdenkliche wie Kamerafahrten, Gegenschnitte und Verfremdungen effizient genutzt um einen stimmigen Indie-Kurzfilm abzuliefern.
    Mehr als gelungen sind bei SCHÄFERHUND SÜSS-SAUER die Opening Credits die ein Kochbuch zeigen, welches mit Rezepten für Hundefleisch aufwartet in denen die Stabsangaben eingebettet wurden - schon allein diese Sequenz steht selbstredend für die hochwertige Qualität und ist in meinen Augen ein Referenzstück für innovative deutsche Indie-Filme.


    Bei SCHÄFERHUND SÜSS-SAUER spielt auch die Musik eine nicht unerhebliche Rolle - diese potenziert das visuelle Geschehen und ist sehr mannigfaltig ausgefallen.
    Im Indie-Film ist es ja grade im Bereich Horror üblich auf harten Metal zu setzen und auch dieses ist auch hier gegeben - mit ihrem innovativem Freak-Elektro-Metal kann die aus Basel stammende Band "RAISE 2 DERAISE" überzeugen.
    "RAISE 2 DERAISE" ist übrigens die neue Band von Kurt Meinicke (Gesang) und dem ehemaligem Bassisten von "SECONDHAND CHILD" - "SECONDHAND CHILD" dürfte einigen bekannt sein, da sie schon Stücke zu CHROMESKULL : LAID TO REST 2 und dem Kurzfilm EINGESPERRT von Kai E. Bogatzki beigesteuert hatten.
    Neben "RAISE 2 DERAISE" gibt es auch noch schnellen und schnörkellosen Punkrock von "THE SENTIMENTS" aus Osnabrück zu hören und "ALZIR" aus den UK verwöhnen die Ohren der Hundeliebhaber mit tollem Stoner Rock.
    Darüber hinaus gibt es noch Kompositionen von "MUH SICK" - "Tochterunternehmen" der "extreme-scRIPt-crew" zu hören. "MUH SICK" haben sich auf Filmthemes, Score und freaky Sounds spezialisiert die nicht von dieser Welt sind und auf keine Kuhhaut gehen.
    Einen Höhepunkt stellen bei SCHÄFERHUND SÜSS-SAUER die Arrangements von Chan Walrus dar, welche den Film mit ihrer sublimen und bedrohlichen Art vor allem in den düsteren Passagen abrunden.
    Chan Walrus ist zweifelsohne ein versierter Musiker der schon in Indie-Filmen wie MR. RAPES FIRST DATE, TERROR TELLY, PLANET OF HORROR (bei dem Chan auch Regie führte und für das Drehbuch verantwortlich war) oder RETURN TO BLOOD FART LAKE bewiesen hat das er sein Handwerk vollends beherrscht.
    In der Joggingszene im Wald bekommt man übrigens ein Lied von "Franz Saarschleifer" zu hören, welcher DIE schillerndste Persönlichkeit im Saarland ist.
    Seine Musik ist schwer zu umschreiben und ich selbst würde es deutschen Elektro-Schlager nennen und hoffe das Herr Saarschleifer mit dieser Beschreibung zufrieden ist.
    Seine Musik ist aber auch einfach zu speziell und eigenständig als das man dieses musikalische Kleinod in Worte fassen kann.


    War bei BAD TRIP die Story und das Dialogbuch eher rudimentärer Natur, kann die gesamte Crew bei SCHÄFERHUND SÜSS-SAUER den Zuschauer auf mehreren Ebenen überzeugen, das mehr Potenzial in ihnen steckt als nur psychedelisch-trippige Filme abzuliefern.
    Dies macht sich als erstes bei den Protagonisten bemerkbar und hier ist zu erkennen das wirklich Talent vorhanden ist.
    Grade Pas van Deyck, der die Hauptrolle des Herr Lehmann bekleidet, überzeugt auf ganzer Linie - seine ironisch-obsessive Art ist erfrischend und so lässt er keinen Anlass zur Kritik offen.
    Auch Julia Hippe als Junkie-Frau ist grandios und hier wäre sogar etwas mehr On-Screen Zeit wünschenswert gewesen.
    Gabriel Decker wirkt hier zwar stellenweise zu Beginn seines Auftrettens im Film ein wenig befangen, doch man merkt das er sich gut in seinen Part einlebt und nach kurzer Zeit in seinem Performance wesentlich sicherer fühlt und auflebt.
    Gaby Dieckmeyer als Frauchen von "Orka" wurde wahrscheinlich von ihren Söhnen Pascal und Fabien dazu überredet im Film mitzuspielen und auch wenig sie ein wenig unsicher wirkt stellt dies kein Manko dar - auch bei fällt auf, das sie mit zunehmender Laufzeit unbefangener und sicherer wirkt.
    Als Gaststar konnte man für SCHÄFERHUND SÜSS-SAUER den aus Kalkutta stammenden Gora Chand Saha gewinnen und dieser toppt in seinem Part wirklich alles.
    Seine Leistungen sind total "Over-the-Top" und den Zuschauer erwartet ein wahres Freudenfest - mit seiner überzogenen Art könnte ich mir Gora bestens an der Seite von Lloyd Kaufman und Joel Fleishaker in einem Troma Film vorstellen!


    In Anbetracht des Dialog- und Drehbuchs liefern die Deyck-Brothers den Beweis das sie wissen wie dieses auszusehen hat - hier wird alles bestens auf den Punkt gebracht ohne in unnötige Szenen oder gar Längen abzudriften.
    Da ich selbst das Script gelesen habe, kann ich aus Erfahrung sagen das es keinen Zweifel gibt wenn es um die Umsetzung der geschriebenen Szenen geht - die "extreme-scRIPt-crew" hat das Script adäquat umgesetzt und ist im Stande dieses auch in die ihnen angestrebten Bilder zu packen.


    Schon beim Erstling BAD TRIP wurde mit Kunstblut nicht grade zimperlich umgegangen und bei SCHÄFERHUND SÜSS-SAUER wurde bei den Spezialeffekten nochmal eine Schippe draufgelegt.
    Dies ist aber nicht auf die Exzessivität im Umgang mit dem roten Lebenssaft bezogen - das Blut fließt zwar eher dezent über die Mattscheibe, aber doch in genügendem Ausmaß um den Horror-Fan nicht zu enttäuschen.
    Im Finale geht man aber nochmal in die Vollen und es wird auf die Blutpumpen gedrückt um einen explizit-blutigen Showdown zu zelebrieren.
    Die FX sind allesamt authentisch ausgefallen und vor allem bei der Zubereitung des Spaniel macht es fast den Anschein als hätten die Jungs einem echten Hund das Fell abgezogen und in die Pfanne gehauen.


    Der "extreme-scRIPt-crew" ist es auch mit SCHÄFERHUND SÜSS-SAUER wieder gelungen einen unterhaltsamen Indie-Film zu inszenieren, der durch seine kurzweilige, ironische, sarkastische, blutige Art das Auge des Fans mit qualitativen Bildern verwöhnt.
    Ich freue mich schon auf den nächsten Film aus Melle in der den Weg in unsere heimischen Wohnzimmer finden wird - eventuell wird es ja diesmal "Dackel Kanton", "Yorkshire Terrier in Erdnusssoße" oder sogar "Pittbull Teriyaki".


    Originaltitel:Schäferhund Süß-Sauer
    Herstellung: Deutschland, 2013
    Regie:Pascal Dieckmeyer, Fabien Dieckmeyer (Co-Regie)
    Darsteller:Pas van Deyck,Gaby Dieckmeyer,Gabriel Decker,Julia Hippe,Mark Heggeman,Moe "Durden" Dieckmeyer,Gora Chand Saha,Irmela vom Wiehengebirge,Orka,Kikki
    Genre:Horror | Amateur | Kurzfilm
    Laufzeit: 27:15 Minuten
    Freigabe:Ungeprüft
    Kinostart: 08.10.2013 (IF9 / Indigo Filmfestival)
    Offizielle Seite: https://extreme-script-crew.de/



    Veröffentlichungen:
    Deutschland:
    DVD: extreme-scRIPt-crew


    DVD: extreme-scRIPt-crew (Limitierte Auflage)


    Inhalt:
    Herr Lehmann ist im Familienbetrieb der "Lehmann & Sohn Versicherungen" tätig und deckt dort den Bereich "Tierhalter Haftpflichtversicherungen" ab.Lehmann erfüllt dabei wohl die Grundvoraussetzunge, denn er mag Tiere.
    Sein Lieblingstier ist der Hund und diese hat er im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gerne.

    Bei Joggen im Wald findet Lehmann einen Spaziergänger der bei der Kollision mit einem Mountainbiker verletzt wurde.
    Anstatt erste Hilfe zu leisten oder die Ambulanz herbei zu rufen entführt der Hundefreund den Cavalier King Charles Spaniel des Spaziergänger und er hat auch schon einen kulinarischen Plan für den Spaniel "Nando".

    Bei seinen routinemäßigen, täglichen Besuchen an den Haustüren potenzieller Neukunden wird er auf den belgischen Schäferhund "Orka" von "Frau Kurt" aufmerksam.
    Beim surfen im Internet stößt Lehmann auf den indischen Koch "Crazy Cook Gora", der neben dem Rezept für knusprige Entenschenkel auch Tipps gibt wie einen Schäferhund am besteb zubereitet.
    Obesessiv stalkt Lehmann "Orka" und "Frau Kurt", da er den Schäferhund schon seinem Menüplan hinzugefügt hat.
    Als er ihnen in einem abgelegenem Waldstück auflauert, scheint sein Paln auf zu gehen - doch es kommt ja bekanntlich immer anders als man denkt.......


    Trailer:


    Bilder:




























    Originaltitel:Blood Mania
    Herstellung: USA, 1970
    Regie:Robert Vincent O'Neill
    Darsteller:Thomas Kretschmann,Asia Argento,Rutger Hauer,Marta Gastini,Unax Ugalde u.a.
    Genre:Horror
    Laufzeit: ca.Peter Carpenter,Maria De Aragon,Chris Marconi,Eric Allison u.a. Min.
    Freigabe:FSK 18 (Deutschland) | Unrated (USA)
    Kinostart: 21.04.1972 (Deutschland)
    Offizielle Seite:



    Veröffentlichungen:
    USA:
    DVD: BCI Eclipse (Drive-In Cult Classics 3)
    DVD: Mill Creek (Drive In Movie Classics)
    DVD: Mill Creek (GoreHouse Greats Collection)
    DVD: Mill Creek Entertainment (Drive-In Cult Classics)




    Inhalt:
    Doktor Watermann ist durch eine Krankheit, die bisher noch nicht identifiziert werden konnte ans Bett gefesselt.
    Während seine Tochter Victoria sich um den gebrechlichen Mann kümmert, hat Dr. Craig Cooper die Leitung der Klinik übernommen die Watermann als Gründer gehört.
    Die nymphomanisch veranlagte Victoria hat schon seit langem ein Auge auf den jungen Arzt geworfen und setzt alles daran ihn ins Bett zu bekommen.
    Doch Craig hat zur Zeit mit ganz anderen Sorgen zu kämpfen, da ein damaliger Bekannter ihn erpresst und 50.000 $ von ihm fordert.
    Sollte er nicht zahlen, wird der Erpresser zur Polizei gehen und ihnen erzählen das der ambitionierte Mediziner während seiner Studienzeit illegale Abtreibungen vorgenommen hat.


    Nachdem Craig in Victoria's venusfalle getappt ist und man sich der ungezügelten Lust im Drogenrausch hingegeben hat, hat Victoria eine Idee wie sie ihn auf Ewig an sich binden kann.
    Auf skrupellose Art bringt die Frau ihren Vater mit Ammoniumnitrat um die Ecke und bietet Craig an ihm die benötigten 50.000$ zu geben - sofern dieser bei ihr belibt und ihren Mord deckt.
    Der Erpresste willigt aus seiner argen Geldnot heraus ein, doch alles kommt anders als geplant.
    Da wäre nämlich noch Victoria's jüngere Schwester Gail, die seit 7 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie hat und in New York lebt.
    Ein neuer Plan muss her, als Craig und Victoria bei der Testamenteröffnung erfahren das die jüngere Schwester die Alleinerbin des gesamten Vermögens inklusive Immobilien ist.....



    Meine Meinung:


    Crown International Pictures haben ab den späten 1960gern mit Titeln wie BLOOD OF DRACULA'S CASTLE, THE BABYSITTER, THE TEACHER, DUELL BIS ZUM VERRECKEN, CHAIN GANG WOMEN oder NIGHTMARE IN WAX die Herzen der Drive-In Fans höher schlagen lassen.
    Im Jahr 1970 inszenierte Regisser Robert Vincent O'Neill (LIEBESGRÜßE AUS FERNOST, PACO, ANGEL, ANGEL KEHRT ZURPCK) für die Produktionsfirma mit dem Krönchen den hier besprochenen PORNO MANIA.
    Der deutsche Titel PORNO MANIA wie auch der Originaltitel BLOOD MANIA sind hier erstmal irreführend, da es sich weder um einen HC-Sexploiter noch um einen blutigen Horrorfilm handelt.
    Ist man sich dieser Tatsache bewusst hat BLOOD MANIA durchaus einen Unterhaltungswert, da die Erwartungen die durch die Titel suggeriert werden niedriger sind.
    Aufgrund der im Film zuhauf gefilmten nackten Brüste würde BOOB MANIA definitiv einen tollen Alternativtitel abgeben.



    Nach einer wirklich stimmigen Eröffnungssequenz - die den Zuschauer in einen Bava-esquen Albtraum mit vibranten Rot,-Grün,-und Blautönen entführt - wird die anfängliche Euphorie hier eventuell ein amerikanisches Pendant zu den italienischen Gialli zu sehen zu bekommen, leider ein wenig ausgebremst.
    Was darauf folgt ist eine sehr dialoglastige Storyentwicklung, die bei dem ein oder anderem Zuschauer eventuell zu Ermüdungserscheinung führen könnte.
    Man darf bei PORNO MANIA aber die Flinte nicht zu früh ins Korn werfen, da es während der gesamten Laufzeit immer wieder grandiose, visuelle Ausflüge in den Gialli gibt.
    Genau mit diesen Szenen, die durch ihren surreal-obskuren Stil überzeugen können, kann PORNO MANIA die Mankos des doch sehr müßigen Tempos in der Erzählstruktur wieder wettmachen.



    Neben den surrealen Szenen, zwei Morden und einem ansehnlich hohen Anteil an unbekleideten Frauen gibt es in PORNO MANIA eigentlich wenig spektakuläres zu sehen und den Film als Horror zu bezeichnen scheint auch nicht wirklich angemessen zu sein.
    Vielmehr hat man es hier mit einem Thriller zu tun, der zum Ende hin einen minimalen Horroranteil mit einbezieht.
    Das die Filme Alfred Hitchcock's hier als Inspiration dienten ist nicht von der Hand zu weisen, wobei PORNO MANIA selbstverständlich an die Klassiker wie VERTIGO nicht rankommt.
    Das hier Storyentwicklung und Dialoglastigkeit eine Primärfunktion einnehmen, ist leider nicht als Garantie für wirklich hochwertiges Filmschaffen zu werten.
    Auch dieser B-Movie hat mit einigen Schwächen zu kämpfen, vor allem was teilweise die Logik und Handlungsstränge anbelangt.
    So verschwindet nach ungefähr der Hälfte des Films auch einfach mal Dr. Cooper's Freundin von der Bildfläche - ich selbst kann mir vorstellen das sie eventuell in ein zuvor entstandenes Plothole gefallen ist.
    Bei PORNO MANIA sollta man die Erwartungen an die erzählte Geschichte allgemein etwas zurückschrauben, da sie - trotz einiger minimaler Überraschungen - doch zum Großteil vorhersehbar ist.



    Der Score von PORNO MANIA - der vom drogengeschwängertem Zeitgeist der frühen 70ger geprägt wurde - hat mich auf voller Linie überzeugen können und kann die volle Punktzahl einheimsen.
    Dieser zeugt von abwechslungsreicher Vielfalt und neben instrumentalen Kompositionen den Spannungsbogen dienlich sind , bekommt man neben funky Soulmusik auch progressiven Rock mit lauter Wah-Wah Gitare auf die Ohrmuschel gekloppt.



    Bei den Akteuren fällt definitiv Peter Carpenter (POINT OF TERROR, DER FLUCH DES EWIGEN LEBENS), der auch das Drehbuch schrieb, am positivsten auf.
    Carpenter spielt hier Dr. Cooper und verleiht seinem Charakter in seiner Undurchsichtigkeit die nötige Tiefe.
    Maria De Aragon als Victoria überzeugt zwar nicht auf ganzer Linie, da sie teilweise ein wenig unmotiviert wirkt, meistert ihren Job aber durchaus souverän.
    De Aragon punktet in PORNO MANIA vorwiegend durch die zur Schaustellung ihrer nackten Tatsachen - ihre wohl berühmteste Rolle war übrigens in STAR WARS EPISODE 4, wo sie "Creedo" spielte.
    Unter Strich gibt es bei der gesamten Riege keinen darstellerischen Fauxpas zu verzeichnen, was wohl durchaus am Entstehungsjahr des Films liegen könnte.
    Verglichen mit den B-Movies die heutzutage gedreht werden, hat man in den 70gern nämlich durchaus noch Wert darauf gelegt das Schauspieler ihrer Berufsbezeichnung gerecht werden auch wenn es sich um einen Film der Güteklasse B handelte.
    In der heutigen Zeit scheint dies meist ja keine Rolle mehr zu spielen und jeder Knallcharge der sich Schauspieler schimpft, wird einfach mal in einen Film gecastet ohne jegliche Referenzen vorweisen zu können.



    Kinematographisch gibt es an der Arbeit von Gary Graver (DIE SADISTEN DES SATANS, HAUNTING FEAR, DEADLY SPIRITS) und Robert Maxwell (ASTRO ZOMBIES, THE CANDY SNATCHERS, SWEET SWEETBACKS LIED) nichts auszusetzen und es ist sogar ein künstlerischer Ansatz zu verzeichnen.
    Das man sich von Mario Bava hat inspirieren lassen ist nicht zu leugnen und dieser Aspekt verleiht PORNO MANIA sogar eine individuelle Note, ohne die der Film als Gesamteinheit schlechter abschneiden würde.
    In den letzten 10-15 Minuten - quasi dem Finale des Films - wird nochmal eine Schippe drauf gelegt und es ist mehr Dynamik zu erkennen - dies ist vorweigend den schnellen Schnitten zu verdanken, die vom Stil etwas an EASY RIDER erinnern.
    Wer bei PORNO MANIA bzw. BLOOD MANIA nicht die im Titel enthaltenen sexuellen Interaktionen oder viel Blut erwartet dürfte keine große Enttäuschung erleben.
    Freunde von harmloseren Sleaze-Movies mit geringem Blutanteil sollten durchaus einen Blick riskieren - PORNO MANIA stellt eine willkommene Abwechslung zu den heutigen Filmen dar, die neben einer Überdosis an CGI Effekten kaum etwas zu bieten haben.




    Trailer:


    Bilder:















    Meine Meinung:
    Da ist er also, der neue Film von Dario Argento, in dem er sich der Verfilmung der literarischen Vorlage von Bram Stoker annimmt.
    Wenn es um die Filme geht, die Argento in den 70gern und den 80gern gedreht hat, dann würde ich mich selbst definitiv als "Argentophilen" bezeichnen und auch in den 90gern hat der gute Mann ja gewiss noch ein paar Sachen (AURA-TRAUMA, DAS STENDHAL SYNDROM, TWO EVIL EYES) abgeliefert die durchaus sehenswert sind.
    Leider war der wirklich letzte gute Film den der Kult Regisseur den Fans bescherrt hatte SLEEPLESS, welcher ja auch nun auch schon 12 Jahre zurückliegt.
    Was nach SLEEPLESS folgte waren leider zu oft uninspirierte Filme bei denen es auch am Budget wohl etwas mangelte; auch wenn PELTS oder DO YOU LIKE HITCHCOCK durchaus goutierbar waren.


    Dies trifft leider auch bei DRACULA 3D wieder ein und was man letztendlich bekommt ist einen Film der nur bedingt anschaubar ist.
    Das Hauptproblem mit Argento's neueren Produktionen liegt eigentlich auf der Hand, denn mit seinen alten Filmen hat er die Messlatte für sich selbst sehr hochgelegt und kann seine eigenen Meisterleistungen nicht mehr toppen.
    Problem Nummer 2 ist, das er halt nicht mehr auf Kodaks IB-Technicolor drehen kann und genau dies machte ja den einzigartigen audiovisuellen Stil seiner Filme immer aus.
    Argento's Filme waren ja nie so gestrickt, das sie eine höchst komplexe Story, doch trotz ihrer simpeln Narrativität sind seine frühen Filme Meisterwerke.
    Grade bei einer Verfilmung einer literarischen Vorlage, wie in diesem Fall, sollte man nun meinen das es ein leichtes sein sollte die Geschichte flüssig verfilmen zu können; doch leider liegt man mit dieser Annahme bei DRACULE 3D etwas daneben


    Die Hoffung stirbt ja bekanntlich zuletzt, doch langsam macht es den Anschein das die Fans sich einfach damit abfinden müssen das es Dario wohl nicht mehr gelingen wird einen Geniestreich wir früher abzuliefern um seiner Filmographie einen würdigen und krönenden zufügen zu können.
    Wie bei den letzten Werken des Kultregisseurs weicht auch hier die anfängliche Euphorie schnell wieder der Ernüchterung und leichter Enttäuschung.
    Diese Ernüchterung tritt bei DRACULA 3D schon bei der Titelsequenz ein; man sieht nämlich eine billige Computeranimation, die uns ein CGI-animiertes Dorf aus der Flugperspektive zeigt, welche von unbedeutender Musik Claudio Simonetti untermalt wird.
    Simonetti, seines Zeichens ja ein Mitglied der Band "Goblin", welche ja erheblich dazu beitrug das Argento seinen einzigartigen audiovisuellen Stil etablieren konnte, macht es keinen Deut besser als der hier verantwortliche Regisseur und auch seine Zeiten sind wohl so gut wie gezählt.


    Nach dieser Intro Sequenz kommt dann die ersten Minuten fast so etwas wie Stimmung auf wenn Tania sich trotz der Warnungen ihrer Mutter das Haus verlässt.
    Die Locations und Sets verfehlen in den ersten Minuten ihre Wirkung nicht und die Hoffnung lebt wieder ein wenig auf.
    Sehr schnell wird dies aber wieder zunichte gemacht wenn die Eule im Wald die menschliche Gestalt des Vampirfürsten annimmt.
    Thomas Kretschmann hat in DAS STENDHAL SYNDROM zwar eine solide Leistung erbracht, aber ihm die Rolle des Grafen zu geben war definitiv eine Fehlentscheidung!
    Im Gegensatz zu Gary Oldman in BRAM STOKER'S DRACULA fehlt Kretschmann nämlich gänzlich der doppeldeutige und diabolische Charme; Kretschmann spielt hier einfach zu kühl,unbesonnen und zurückhaltend,weswegen er als Vampirfürst deplaziert wirkt.
    Selbiges kann man auch über Unax Ugalde sagen, der hier in der Rolle als Jonathan Harker agiert; zu kühl und unbesonnen ist seine Leistung und wird von dem hölzernen herunterspulen seiner Dialoge sogar noch getoppt.
    Marta Gastini(THE RITE, EVIL THINGS), die hier Mina spielt, ist leider auch nicht überzeugend in ihrem Acting und man kann ihr ohne Bedenken vorwerfen zu emotionslos zu spielen um ihrem Charakter die nötige Tiefe zu geben.
    Asia Argento spielt hier Lucy und auch sie hat ihre Arbeit schon besser gemacht; Lucy ist in der literarischen Vorlage ja mit die komplexeste Figur und genau davon ist man hier im Film weit entfernt.
    In den letzten Filmen ihres Vaters, in denen sie mitwirkte machte es mir immer wieder den Anschein als würde sie irgend etwas davon abhalten 100% geben zu können; in Filmen wie THE HEART IS DECEITFUL ABOVE ALL THINGS, LAST DAYS, SCARLET DIVA oder MARIE ANTOINETTE hat sie doch durchaus beweisen können welche schauspielerischen Fähigkeiten in ihr stecken.
    Der einzige dem man in DRACULA 3D Leinwandpräsenz und gekonntes Schauspiel zuschreiben kann ist Rutger Hauer, der hier mit viel Leidenschaft van Helsing mimt.


    Ein großes Manko stellen auch durchaus die hier verwendeten CGI Effekte dar; welche, bis auf ein paar Ausnahmen für die Splatter FX, vorwiegend bei den verschiedenen Tiergestalten in die sich Dracula verwandelt zum Einsatz kamen.
    Die animierte Eule und auch die Wölfe sehen noch ganz passabel aus und auch eine Szene in der aus einem Schwarm Fliegen sich Dracula manifestiert sind gar nicht mal so schlecht.
    Die wohl schlechteste Animation ist hier ohne Zweifel die riesige Gottesanbeterin welche vollkommen billig-trashig und künstlich aussieht.
    Alleine schon die Tatsache ansich das der Graf sich hier in eine Gottesanbeterin verwandelt gehört zu den größten "What the Fuck" Momenten in der Geschichte der Dracula Verfilmungen!
    In zwei anderen Szenen fallen diese preiswert inszenierten CGI Effekte auch auf; wenn Jonathan und Mina im Film am Bahnhof ankommen wirkt der komplette Hintergrund einfach zu künstlich!
    Auf computergenerierte FX wurde auch in einigen,wenigen Splatter Szenen zurück gegriffen, wobei diese aber recht gelungen sind.


    Bei den restlichen Gewaltspitzen wurde auf handgemachte Effekte gesetzt und diese sind wirklich solide und recht blutig ausgefallen.
    Diese wurden von Sergio Stivaletti in Szene gesetzt und man sieht das auf ihn Verlass ist wenn es um Splatter und Gore geht!


    Von mir bereits kurz erwähnt wurde weiter oben schon der Score des Films, der von Claudio Simonetti stammt.
    Simonetti und Argento haben ohne Zweifel etwas gemeinsam; beide haben das letzte mal gute Arbeit bei SLEEPLESS abgeliefert.
    Der Score zu DRACULA 3D hat leider keinen Wiedererkennungswert, was ja bei der Band "Goblin" so gut wie immer der Fall war.
    Hier wurde einfach uninspiriert etwas Orchestermusik produziert ohne das diese auch nur im geringsten eine Atmosphäre erzeugt oder dem Film selbst dienlich ist.
    Simonetti bekräftigt damit die Annahme das er, wie auch Argento mit diesem Film, ein Kapitel zu künstlerischen Niedergang geschaffen hat.


    Die neuen Filme von Argento wirken leider oft als würde man sich einen Film anschauen der von "The Asylum" produziert wurde; vielleicht nicht grade so derber Trash, aber schon wirklich nah dran.
    In den letzten Jahren macht es leider immer mehr denn Anschein als hätte Dario Argento sein filmisches Auge für das wesentliche Verloren, welches ihm den etablierten Ruf im Horrorgenre erst ermöglichte.
    Man vermisst einfach die imposant-vibranten Farben die mit einer perfekten Ausleuchtung im Einklang waren und mit der Musik von Goblin zu einer Einheit verschmolzen, Kamerafahrten über endlos lange Korridore von klaustrophobischer Schönheit und die morbid-gruselige Atmosphäre in der die Narrativität eher sekundär war; dies war es doch was seine Filme so besonders machte.


    Als Fan der früheren Werke Argento's kann man also nur weiter hoffen das er vielleicht doch noch einmal einen Regiestreich vom Kaliber seiner alten Filme zustande bringt, um sich selbst ein kleines Denkmal zu setzen.
    Eventuell könnte man auch an die Vernunft und das Verständniss von Kodak appelieren, das sie wieder IB-Technicolor Material herstellen um dies zu ermöglichen.


    So sehr ich Dario's ältere Werke auch bewundere, vergöttere und immer wieder anschauen kann, ist meine Meinung zu seinem neusten Werk eher verhalten und ich kann leider nicht mehr geben als :


    3,5 von 10 Holzpflöcken


    Originaltitel:Dracula 3D
    Herstellung: Frankreich/Italien/Spanien, 2012
    Regie:Dario Argento
    Darsteller:Thomas Kretschmann,Asia Argento,Rutger Hauer,Marta Gastini,Unax Ugalde u.a.


    Genre:Horror
    Laufzeit: ca. 110 Min.
    Freigabe:FSK 18
    Kinostart:
    Offizielle Seite: https://www.facebook.com/Dario…-Dracula-147664258637118/


    Veröffentlichungen:
    Deutschland:
    DVD: Koch Media
    Blu-ray Disc: Koch Media
    Blu-ray Disc: Koch Media (3D)


    Italien:
    Blu-ray Disc: Sony Pictures (3D)
    USA:
    Blu-ray Disc: MPI Media Group (3D/2D)


    Inhalt:



    In der Walpurgisnacht wird die junge Tania von ihrer Mutter noch ermahnt alle Fensterläden zu schließen und im Haus zu bleiben.
    Obwohl sie weiß das unheimliche Mächte die Gegend in den Karpaten unsicher machen, schleicht sie sich in der Nacht aus dem Haus um sich mit ihrem Freund auf ein heimliches Schäferstündchen in einer Scheune zu treffen.
    Als ihr Freund sie nach dem Liebesakt nicht zu ihrem Haus zurück begleiten möchte, legt sie voller Wut ihre Halskette mit dem Kreuz ab.
    Ein Fehler der für Tania große Konsequenzen haben wird; schon kurz darauf wird sie von eine Nachteule durch den Wald verfolgt.
    Eine Hütte ist in rettender Nähe, aber kurz bevor die junge Frau diese erreicht verwandelt sich der Raubvogel in einen Mann der seine langen Fangzähne in Tania's hals bohrt.


    Kurze Zeit später kommt Jonathan Harker im Dorf an um einen Job beim ortsansässigen Grafen Dracula an zu nehmen den ihm Lucy, eine Freundin Jonathan's und seiner Frau Mina, vermittelt hat.
    Ein anderes Anliegen ist auch noch, das Harker gerne ein Grundstück erwerben möchte und seine Frau Mina ihm schon bald nachreisen wird.
    Auf dem Weg zum Schloß des Grafen ereignen sich merkwürdige Dinge und Jonathan wird von einem Wolfsrudel verfolgt welches wie aus dem Nichts erschienen ist und genau so schnell auch wieder verschwindet.
    Der Adelige und seine erweist sich als durchaus gastfreundlich und auch seine Mitbewohnerin namens Tania ist Harker mehr als ergeben.
    Im Anwesen Draculas selbst ist dem jungen Buchhalter auch einiges nicht ganz Geheuer, was schon beim nicht vorhandenem Spiegelbild des Grafen beginnt.
    Nach nur einigen Nächten zeigt der Graf dem jungen Harker sein wahres Gesicht und bohrt seine Fangzähne auch in seinen Hals, was auch Jonathan zu einer Kreatur der Nacht macht.


    Zwischenzeitlich ist auch Mina im Dorf angekommen und wird von ihrer Freundin Lucy und ihrem Vater, welcher Bürgermeister der Orts ist, herzlich willkommen geheissen.
    Doch Mina ist besorgt um ihren Gatten, der im Schloß in Arbeit zu versinken scheint und möchte ihn dort aufsuchen.
    Dieser Plan wird durchkreuzt als Lucy augenscheinlich unter Fieber leidet und Mina sich lieber um ihre Jugendfreundin kümmern möchte.
    Bei der Pflege der Kranken fallen ihr zwei seltsame Bissmale an ihrem Unterschenkel auf; Lucy versichert ihrer Freundin aber das es sich dabei nur um Insektenbisse handelt, sich nicht um sie sorgen soll und endlich ihren Ehemann im Schloß besuchen soll.

    Auf Lucy's drängen tut Mina dies auch, doch Jonathan ist nicht vor Ort und Dracula erzählt ihr das er für einige Tage ausserhalb des Dorfs geschäfftlich für ihn zu tun hätte.
    Auch um Mina kümmert sich der Graf fürsorglich doch nahc kurzer Zeit reist sie in das Dorf zurück da sie sich zu sehr um ihre Freundin sorgt.
    Wieder dort angekommen stellt sie mit erschrecken fest das ihre Jugendfreundin zwischenzeitlich der Krankheit erlag.


    Mina merkt das im Ort irgend etwas nicht mit rechten Dingen zu geht um vom Priester erfährt sie das die Einwohner einen Pakt mit einer dunklen, übernatürlichen Macht geschlossen haben um ihr Dorf zu retten.
    Unser geistlicher weiß das es nur eine Person gibt die in diesem Fall Abhilfe schaffen kann und schon kurze Zeit später trifft Abraham van Helsing dort ein.
    Mina erfährt von van Helsing nun die ganze schreckliche Wahrheit und das Mann es mit einem Vampir zu tun hat.
    Die Zeit rennt ihnen davon und nun müssen sie handeln wenn sie Mina's Ehemann und den Rest der Bewohner vor dem Nosferatu retten wollen.


    Trailer:


    Bilder:






    Originaltitel:All Hell breaks Loose
    Herstellung: USA, 2014
    Regie:Jeremy Garner
    Darsteller:Nick Forrest, Joshua Lee Frazier, Leif Fuller, Ryan Gregg, Evan Hays, Sarah Kobel Marquette, Tommy Hestmark, Ehren
    McGhehey, Joseph Sullivan u.a.

    Genre:Horror | Exploitation | Action
    Laufzeit: ca. 88 Min.
    Freigabe:Unrated
    Kinostart:
    Offizielle Seite: https://allhellbreaksloosefilm…c1/Featured_Products.html


    Veröffentlichungen:
    USA :
    DVD : Frenetic Films Production


    Inhalt:

    Es gibt doch nichts Schöneres als die Liebe des Lebens zu finden und diese auch zu ehelichen.
    Und genaus dies haben Nick und seine Angetraute Bobby Sue grade getan; im Stillen ganz unter sich haben sie sich das Ja-Wort gegeben.
    Und wie es nach einer Hochzeit so Tradition ist begibt man sich auf den Weg in die Flitterwochen, weshalb die Frischvermählten im Auto gen Portland reisen.


    Als die beiden sich in der Nacht einen Zwischenstop gönnen um sich auf einer Wiese den Sternenhimmel anzuschauen, wird die romantische Idylle jäh gestört.
    Denn die "Satans Sinners" - eine skrupellose Rockerband die über Leichen geht - sind in der Kleinstadt und auf der Jagd nach Jungfrauen.
    Um den Teufel höchstpersönlich ein Opfer zu bringen, mit dem die Biker in einem Pakt stehen, werden diese Jungfrauen benötigt.
    Die "Sinners" nisten sich in einer örtlichen, kleinen Kneipe ein um die Zeit bis zum bevorstehendem Ritual mit Lapdances, Whiskey und Musik zu vertreiben.


    Doch sie haben nicht mit der Gegenwehr von Nick gerechnet, der eigentlich schon Tot sein müsste.
    Und irgendwie taucht er immer und immer wieder auf um seine Braut zurück zu erobern; auch wenn man ihn mit noch soviel Schusssalven durchlöchert hat.


    Mit Hilfe eines mysteriösem Cowboy im weißen Anzug, dem örtlichen Sheriff ,der ein kleines Alkoholproblem hat und dem notgeilen Priester, der die beiden getraut hat an seiner Seite nimmt Nick den Kampf gegen die "Sinners" auf.
    Ein Kampf auf Leben und Tod setzt ein und die Hölle bricht aus!


    Meine Meinung:
    Mit ALL HELL BREAKS LOOSE beweist Regisseur Jeremy Garner das man als Regiedebütant mit einem geringem Budget durchaus einen Film abliefern kann, der Frei ist von den gängigen Klischees des Low Budget Films.
    Garner nimmt hier Motive des Bikerfilms, welcher in den 1970gern seine Blütezeit hatte und mischt diese gekonnt mit dem 80ger Jahre Horror den man zu dieser Zeit irgendwo in den hinteren Regalecken der Videotheken finden konnte.
    Neben diesen beiden Zutaten findet man aber auch eine Menge an Humor in ALL HELL BREAKS LOOSE, der eine willkommene Abwechslung bietet, damit das Gesamtbild nicht so staubtrocken wie eine Schüssel Cerealien ohne Milch anmutet.
    Und genau dieser Humor zündet ohne große Abstriche fast immer, was den Betrachter mehr als nur einmal zum lauten Lachen animiert.


    Einen großen Beitrag das der Wortwitz im Film zündet, steuern zweifelsohne die Charaktere des Films bei.
    Denn diese sind so herrlich & erfrischend überzeichnet, das man als Zuschauer nur drauf wartet bis der nächste One Liner raus gehauen wird.
    Dies heißt aber nicht, das sich ALL HELL BREAKS LOOSE lediglich über den Humor definiert, denn hier haben die Macher es geschafft eine überzeugende Symbiose auf Film zu bannen.
    Und so gibt es auch einiges an blutigen Schauwerten zu sehen, die von blutigen Einschüssen über abgetrennte Gliedmaßen bis hin zu herausfallenden Organen eigentlich alles abstecken das sich der Horrorfan wünschen kann und für unterhaltsame 90 Minuten benötigt.
    Hier kommt aber auch leider ein kleiner Krititpunkt ins Spiel, der bei den Einschüssen im Film zum tragen kommt.
    Fans von handgemachten FX müssen nämlich leider einige Abstriche in Kauf nehmen, die sich durch den Einsatz von CGI bemerkbar machen.
    Diesen sieht man ihren Ursprung nämlich leider an und fügen sich nicht wirklich ins Gesamtbild des Films ein, der die gesamte Laufzeit über von krisseligen Schmutzpartikeln im 70ger und 80ger Jahre Stil geprägt ist.
    Aber ich kann auch eine Entwarnung geben, denn nach etwas Laufzeit werfen sich diese digitalen Effekte nicht mehr so in die Waagschale und der Fan gewöhnt sich an diesen Anblick.
    Zusätzlich können die Handmade FX dann glücklicherweise auch die Oberhand behalten, damit das Gesamtbild nicht zu sehr getrübt wird.


    Auf auf darstellerischer Ebene kann ALL HELL BREAKS LOOSE überzeugen und den Schauspielern, die dem Zuschauer bis auf eine Ausnahme unbekannt sein dürften, verkörpern ihre Rollen überzeugend.
    Man nimmt ihnen die verkörperten Rollen ohne Ausfälle ab, die durch die Bank weg alle total überzogen gezeichnet sind.
    Grade bei den Biker der "Satans Sinners" hat man viel Wert auch die Comichaftigkeit gelegt, auch wenn das Klischee der bösen Rocker hier vollends bedient wird.
    Bei dieser Bande trifft man auch auf das bekannte Gesicht, welcher kein geringerer als Ehren McGhehey ist.
    Dieser dürfte den meisten als "Danger Ehren" eine Name sein, der sich durch JACKASS einen Namen machen konnte und war hier übrigens auch auszuführender Produzent des Films
    Bei der Wahl des Hauptcharakter hat Jeremy Garner definitiv die richtige Entscheidung bezüglich seiner Zeichnung getroffen.
    Denn hier hat man es mit einem Antihelden zu tun, wie man ihn in einem Buch als Prototyp eines Nerds und Weichei vorfinden würde.
    Doch dieser wächst im Laufe des Films in seine Rolle hinein und macht eine konstante Entwicklung durch, der Held zu werden wie man ihn eigentlich aus Filmen dieser Art kennt.
    Abgerundet wird das ganze dann noch durch den lüsternen Priester und Gott im weißem Cowboyanzug.
    Grade diese beiden Charaktere geben dem Film das nötige etwas und es macht einen Höllenspaß den beiden beim Spielen zuzusehen.
    In welchem Film sieht man sonst schon Gott als Cowboy, der im tiefstem Southern Slang spricht?
    Visuell weiß ALL HELL BREAKS LOOSE auch zu überzeugen, auch wenn das Filmaterial einen digitalen Ursprung hat das mit einer Canon 7D gedreht wurde.
    Dies merkt man ALL HELL BREAKS LOOSE aber zu keiner Zeit an, da der Film von der ersten bis zur letzten Minute von den weiter oben schon erwähnten Schmutzpartikeln durchzogen ist.
    Überraschenderweise kommt es hier aber nie zu einem Overkill dieses Stilelements, wie man es aus einigen der Neo-Grindhouse Filme kennt.


    Musikalisch wird das ganze durch einen wirklich tollen Soundtrack abgerundet, der von Metal, Rockabilly, Surft Trash und Punkrock geprägt ist.
    Dieser passt wie die Faust aufs Auge in eine Film wie ALL HELL BREAKS LOOSE, so das keinerlei Kritikpunkte aufkommen.
    Erwähnenswert ist auch ein Stück, das zum Schluß während des Ritual zum Einsatz kommt.
    Bei diesem macht sich dann auch wieder der Einfluss der 80ger Jahre Horrorfilme bemerkbar und es brauchte bei mir nur wenige Sekunden um zu erkennen, das die Melodie der Bassgitarre fast 1:1 aus dem Film HARD ROCK ZOMBIES stammt.
    Horrorfans die HARD ROCK ZOMBIES kennen, dürften auch direkt wissen von welcher Melodie ich spreche.
    Die Musik stammt übrigens von keinem geringerem als Chan Walrus, der ja des öfteren schon erwähnt wurde und sich für die Filmmusiken bei den Produktionen von DEAD GOOD FILMS LIKE aus den UK verantwortliche zeigte.


    Fans die Filme wie DEAR GOD NO!, HOBO WITH A SHOTGUN, RUN! BITCH RUN! oder PORKCHOP mögen sollten bei ALL HELL BREAKS LOOSE ohne Bedenken zugreifen, da ich diesen eine Garantie geben kann das es ein Film nach ihrem Gusto sein wird.
    Hier wird eine tolle Mischung aus 70ger und 80ger Exploitation und Horror geboten, und wohlige Erinnerungen an Flicks wie WEREWOLVES ON WHEES, HARD ROCK ZOMBIES, NACHT DER CREEPS, EVILSPEAK, MAD FOXES, GHOST TOWN, SUNDOWN - THE VAMPIRE IN RETREAT oder SATAN'S SADISTS werden wach.


    Ich hoffe das einer weiteren Zusammenarbeit von Regissuer Garner und Screenwriter The Vocabularist nichts im Wege steht und bin schon gespannt was die beiden als nächstes auf die Beine stellen.


    Trailer:


    Bilder:



    Hab ich es doch tatsächlich geschafft heute das Forum kaputt zu bekommen :D

    Bissl Spucke drauf und dann dürfte das wieder halten....


    In ganz harten Fällen dann halt Sekundenkleber :D


    Originaltitel:Killing Kind, The
    Herstellung: USA, 1973
    Regie:Curtis Harrington
    Darsteller:John Savage, Ann Sothern, Ruth Roman, Luana Anders, Cindy Williams, Sue Bernhard u.a.
    Genre: Thriller | Horror
    Laufzeit: ca. 91 Min.
    Freigabe:juristisch geprüft
    Kinostart:
    Offizielle Seite: hier

    Veröffentlichungen:
    Deutschland:
    DVD: CMV
    Video: Nightmare Cinema
    Video: Silwa
    Video: Silwa (Hartbox)


    Großbritannien:
    Video: Champion
    Video: Intervision
    USA:
    DVD: Brentwood
    DVD: Dark Sky Films
    DVD: St. Clair Entertainment Group Inc. (Psycho-Rama)


    Inhalt:


    "Mitgehangen - Mitgefangen", ein Sprichwort, das auch für den knapp 20jährigen Terry gilt.
    Nachdem einige seiner Freunde ein Mädchen am Strand vergewaltigen wird Terry von ihnen dazu genötigt sie auch zu schänden - da er als Mittäter gilt, bleibt er vor einer 2jährigen Haftstrafe nicht verschont.
    Nun ist er wieder raus aus dem Jugendgefängnis und findet erstmal Unterschlupf in der Pension seiner Mutter Thelma, die nur das beste für ihren von der Bahn abgekommen Sprößling will.


    Da Terry's Untat seiner Mutter sichtlich unagenehm ist, versucht sie es vor den Nachbarn und Bekannten zu verheimlichen und erzählt ihr Sohn hätte seinen Zivildienst abgeleistet - doch die gesamte Ortschaft sich darüber im Klaren was vor 2 Jahren geschah.
    Lustlos und ohne Ziele vor Augen lebt Terry in den Tag hinein bis das junge Nachwuchsmodel Lori in die Pension einzieht, die den jungen Mann kokett anflirtet.


    Auch die Nachbarin Louise, welche den Eindruck einer eisernen Jungfer macht, hat ein Auge auf ihn geworfen und schwelgt in Vergewaltigunsfantasien.
    Terry selbst driftet währenddessen immer mehr in einen Wahn aus Verschwörungsfantasien und Rachegelüsten ab und das ganze wird wohl für einige involvierte kein gutes Ende nehmen......


    Meine Meinung:

    Dem Label CMV-Laservision ist es zu verdanken, das der unterschlagene Psycho-Thriller MORDLUST von Regisseur Curtis Harrington (DER HÖLLENHUND, RUBY, DIE REISE ZUM PRÄHISTORISCHEN PLANETEN, DIE TOTEN STERBEN NICHT) nun endlich auch den Weg in die hiesigen DVD Player findet.
    Wer aufgrund der Inhaltsangabe nun einen schmuddeligen Exploitation-Slasher erwartet, sollte "gewarnt" sein das diese Erwartungen an den Film vollkommen falsch sind.
    Harrington präsentiert uns hier nämlich einen Thriller der vielmehr eine Psychostudie und ein Gesellschaftsdrama darstellt, der in seiner Inszenierung sehr gemächlich daherkommt.
    Wer auf der Suche nach blutrünstigen Serienkillerfilmen ist, die den Adrenalinspiegel stetig in die Höhe treiben ist hier vollkommen falsch.
    Aufgrund der Entstehungsjahres und der Tatsache das es sich um einen B-Movie handelt, kann man dem Film in seiner Machart aber einen gewissen Anteil an "Sleaze" nicht absprechen.


    Auch wenn der Film nicht reißerisch oder blutig inszeniert wurde, bietet das Sujet ein doch recht provokantes Thema.
    Neben der Vergewaltigungthematik könnte dem ein oder anderem auch das inzestuös Verhältnis zwischen Mutter und Sohn ein wenig übel aufstossen - auch wenn alles in einem skandalfreiem Rahmen bewegt.
    Diese Mutter-Sohn Verhältnis dient bei MORDLUST auch eher dazu, die Hass-Liebe die beide verbindet und die dadurch bedingte Beziehungsunfähigkeit von Terry zu unterstreichen.


    Was bei der Charakterzeichnung auffällt ist, das 3 der 4 Hauptcharaktere - Terry, Thelma und die Nachbarin Louise - fernab jeglicher Moral sind und nicht alle Latten am Zaun haben.
    Aber auch Lori scheint nicht ganz richtig zu ticken, denn ich bin mir sicher das keine Frau nach einem fast gewaltätigem Übergriff im Swimingpool, sich weiter zu diesem Mann hingezogen fühlen würde.
    Dies macht die Figuren seltsamerweise aber nicht unsympathisch, wie man es eigentlich vermuten sollte und für Terry empfindet man fast schon Mitleid.
    Wer mit den Filmen von John Waters vertraut ist, hat wesentlich verrücktere Charaktere gesehen und MORDLUST dürfte da einen nicht wirklich schocken.


    John Savage (THE ORPHAN KILLER, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN, DO THE RIGHT THING) weiß als desillusionierter Terry vollends zu überzeugen und liefert eine eindringliche Performance eines jungen Mann der immer tiefer in den Wahn der Rache und Obsession rutscht.
    Komplettiert wird seine Leistung durch Ann Sothern (DER MANITOU, DER BULLE VON HONGKONG) als seine Mutter Thelma und beide harmonieren perfekt in dieser inzestuösen Mutter-Sohn Beziehung.
    Hätte Curtis Harrington die beiden nicht für MORDLUST gecastet, wäre der Film eventuell wesentlich Uninspirierter und Ungenießbar geworden und ihren Leistungen ist das gelungene Endergebniss zu verdanken .
    Lediglich Luana Anders (MASK OF MURDER 2, GREASER'S PALACE, DEMENTIA 13) als Louise wirkt stellenweise ein wenig deplaziert und ihr Charakter ist etwas Klischeehaft - diese Unzulänglichkeit trübt aber den Filmgenuss zum Glück nicht.


    Kinematographisch gibt es keinen Anlass zur Kritik und Mario Tosi hat hier routiniert mit gelungenen Einstellungen gearbeitet welche im Editing von Bryon Crouch noch durch überzeugende Überblendungen und Gegenschnitte verfeinert wurden.
    Ein Traumsequenz in MORDLUST weiß besonders zu begeistern die in ihrer surrealen Art schon fast an die Filme von Alejandro Jodorowsky erinnert - hätte man auf mehr dieser Szenen gesetzt , hätte dies MORDLUST nochmal aufgewertet und mehr Innovation verleihen können
    Der Score von Andrew Belling (DIE WELT IN 10 MILLIONEN JAHREN, ZOLTAN - DRACULAS BLUTHUND) ist von subtiler Natur, der die gesamte Laufzeit über eine bedrohliche Wirkung beim Zuschauer erzielt.


    Auch wenn MORDLUST - wie schon bereits angesprochen - recht wenig Schauwerte zu bieten hat, bekommt der Filmfan einen zu Unrecht vergessenen Thriller geboten.
    In seiner Machart erinnert er an Filme wie TEUFELSKREIS Y, auch wenn er an dessen Intensität nur bedingt rankommt.
    Trotz seiner ruhigen Inszenierung kommt selten Langeweile auf, da die Handlung stets vorangetrieben wird und an Intensität zulegen kann.
    Auch das Ende - welches so wahrscheinlich nicht erwartet wird - kann überzeugen und kann bedingt kurz shocken.


    Trailer:


    Bilder:






    vielleicht fehlen aber noch so Kategorien wieTroma, Full Moon usw^^

    An die beiden Kategorien habe ich auch schon gedacht - Troma und FUll Moon sind schon Kult was Trash anbelangt


    Originaltitel:Twisted Nerve
    Herstellung:Großbritannien, 1968
    Regie:Roy Boulting
    Darsteller:Hayley Mills,Hywel Bennett,Billie Whitelaw,Phyllis Calvert,Frank Finlay u.a.
    Genre: Thriller
    Laufzeit: 112:47 Minuten (ungeschnittene UK Fassung), 99:43 Minuten (deutsche Kinofassung)
    Freigabe: ungeprüft
    Kinostart:
    Offizielle Seite: hier


    Veröffentlichungen:
    Deutschland:
    DVD: Media Target/Studio Canal (Special Screenings #2)


    Großbritannien:
    DVD: Optimum Releasing



    Inhalt:
    Enid Durnley gebar einst einen Sohn der am Down-Syndrom leidet, welches sie in eine spezielle Klinik abschob.
    Zu ihrer Freude blieb ihr zweitgeborener Sohn, Martin, von dieser Behinderung verschont und seine Mutter behandlet ihn mit seinen 22 Jahren immer noch wie ein kleines Kind.
    Sie hätschlet und tätschelt ihn wo es nur geht, sehr zum Missfallen des Stiefvaters Henry; dieser wünscht sich das Martin endlich mal auf eigenen Füßen steht und sich eine Arbeit sucht.
    In einem Kaufhaus lernt Martin die junge und attraktive Susan Harper kennen; sie wird von den Ladendetektiven für seine Komplizin gehalten als er ein Plastikspielzeug stahl.
    Martin gibt sich als Georgie aus und spielt allen vor geistig Behindert zu sein.


    Als sein Vater ihn vor die Tür setzt hat er aber schon einen rettenden Plan : Längst hat er Susan ausspioniert und weiß alles relevante über sie.
    Mit einem angeblichen von seinem Vater aufgesetztem Schreiben steht er in einer veregneten Nacht vor der Tür der Pension die Susans Mutter betreibt.
    In diesem gefälschten Brief steht das Georgies Vater sich auf Geschäftsreise in Frankreich befindet und er drum bittet das sich die Harper Familie um seinen Sohn kümmert.
    Anfänlichst skeptisch willigt Susans Mutter ein und schon schnell haben beide den jungen Mann ins Herz geschlossen.


    Der Arzt Shashie Kadir und Gerry Henderson wohnen auch in der Pension und letzterer, der zudem der Liebhaber von Susans Mutter ist, tritt dem jungen Mann mit großer Skepsis entgegen.
    Martin hat sein Alter Ego Georgie schon vollkommen verinnerlicht und seine Obsession Susan gegenüber treibt ihn immer mehr in einen psychotischen Wahn; jeder der Susan zu nahe kommt oder eine potenzielle Gefahr beim durchkruezen seiner Pläne darstellt muss beseitigt werden.


    Meine Meinung:




    Zitat

    "Schon ein entstellter Nerv, ein falsch gewundenes Ganglion, prädestiniert den Sünder oder Heiligen."

    Im Jahr 1968 inszenierten die Boulting Brüder diesen tollen und spannenden Psycho-Thriller, der sich dem Thema Chromosomschäden und der Verbindung von psychotischem Verhalten annimmt.
    Roy Boulting zeigte sich hier für die Regie verantwortlich, während sein Bruder John als ausführender Produzent tätig war.
    Beiden ist hier ein eindringlicher Film gelungen, der im wesentlichen das thematisiert was Dario Argento 3 Jahre später in DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE ähnlich zwiespältig auch aufnimmt.
    Sicherlich ist es alles als rein spekulativ wenn pseudowissenschaftliche Thesen zum Thema Mongolismus und krankhaft psychischem Fehlverhalten aufgestellt werden, so das sich in der englischen Originalfassung auch die Boulting Brüder davon distanziert haben.





    Zitat

    "Sehr geehrtes Publikum, die Produzenten des Films möchten, aufgrund der aufkommenden Kontroverse, erneut betonen, was bereits im Film verdeutlicht wird :
    Es gibt keinen erwiesenen Zusammenhang zwischen Mongolismus und psychotischem oder kriminellem Verhalten."

    Auch Leute, denen der Film gänzlich unbekannt sein dürfte kennen zumindest die gepfiffene Titelmelodie aus dem Film.
    Quentin Tarantino hat diese nämlich neben Meiko Kaji's Lied "Shura No Hana" aus dem Film LADY SNOWBLOOD auch für sein Rache Epos KILL BILL "entliehen".
    Diese Titelmelodie wurde von Bernard Herrman komponiert, der u.a. auch für die Musik zu Hitchcock's PSYCHO und VERTIGO verantwortlich war.
    Zu Klassikern wie TAXI DRIVER, CITIZEN KANE und DER TAG AN DEM DIE ERDE STILL STAND hat er aber auch Scores beigesteuert.
    Spätestens seit KILL BILL hat diese eingängige Melodie aus TEUFELSKREIS Y Weltruhm erlangt und dürfte diesem Film zu größerer Bekanntheit verhelfen.


    Nun ist es ja nicht alleine eine Melodie die einen Film gut und zu einem Erlebniss macht, was auch bei TEUFELSKREIS Y zutrifft.
    Man hat hier einen packenden Psycho-Thriller vorliegen das leicht am Horror Genre kratz und, untermalt von Herrman's Klängen, auch filmisch Paralellen zu den späteren Hitchcock Filmen aufweist.
    Fans des PSYCHO Regisseurs und auch Fans der italienischen Gialli kommen bei TEUFELSKREIS Y zweifelsohne auf ihre Kosten.
    TWISTED NERVE, so der Originaltitel, schafft es eine permanente Spannung zu erzeugen da man sich über die eigentliche Motivation Martin's und auch dem Ausgang der Ereignisse nicht ganz im klaren ist.
    Sicherlich ist die Story in gewissem Masse vorhersehbar und man ist sich auch darüber im Klaren, das Martin das Mitleid, was man ihm als Georgie entgegen bringt schamlos ausnutzt.
    Doch Boulting gibt nicht alles relevante Preis und als Zuschauer weiß man so halt nicht ob es wirklich nur darum geht Sympathien die ihm sonst nicht entgegengebracht werden zu erspielen oder ob Martin einfach nur ein Psychopath ist der über Leichen geht.
    Genau dies macht den Film dann auch sehr interessant und spannend, da hier trotz Durchsichtigkeit die Ungewissheit dominiert.


    Man kann sich denken, das TEUFELSKREIS Y vor allem durch die grandiose Darstellung von Hywel Bennett getragen wird; dieser wechselt im Film nämlich nahtlos zwischen Martin und Georgie und man nimmt ihm diese dissoziative Identitätsstörung die ganze Zeit über komplett ab!
    Auch in den anderen Rollen ist der Film bestens Besetz worden und Hayley Mills überzeugt hier in der Rolle der Susan, welcher man eine gewisse Naivität nicht absprechen kann.
    Mills war übrigens zuvor ein Disney Kinderstar und zur Entstehungszeit des Films die Freundin von Regisseur Roy Boulting; beide heirateten später auch.
    Dies sorgte für einen kleine Skandal, da es zwischen Mills und Boulting einen Altersunterschied von 33 Jahren gab.


    In einer Nebenrolle gibt es hier auch noch ein Wiedersehen mit Barry Foster, der hier den Liebhaber von Susans Mutter und Penisonsbewohner Gerry spielt.
    Foster dürfte den meistens ein bekannt sein und hat u.a. in FRENZY, DIE WILDGÄNSE KOMMEN, LUFTSCHLACHT UM ENGLAND und der TV Serie VAN DER FALK mitgewirkt.
    2 Jahre vor TEUFELSKREIS Y standen Hayley Mills und Barry Foster übrigens schon zusammen in HONIGMOND 67 vor der Kamera.


    Die Kameraarbeit von Harry Waxman ist über jeden Zweifel erhaben und Waxman fängt hier tolle Bildkompisitionen ein die TWISTED NERVE auch visuell gesehen zu einem Hochgenuss machen; über Kamerafahrten bis hin zum Spiel mit Licht und Schatten ist hier alles perfekt inszeniert.
    Dies ist eigentlich nicht sehr verwunderlich da Harry Waxman sehr versiert ist und dies auch später in Filmen wie DER KELLER, VAMPYRES-DAUGHTERS OF DRACULA oder DAS UNHEIMLICHE unter Beweis stellen konnte.
    Das größte Highlight bei dem Waxman wirklich mehr als imposante und atmosphärische Bilder auf Zelluloid bannte enstand 5 Jahre später und ich denke THE WICKER MAN sollte eigentlich jedem ein Begriff sein.


    Auch wenn die bizarren, pseudowissenschaftlichen Thesen dem ein oder anderem Übel aufstoßen mögen, sollte man sich vor Augen halten das sich die Macher von dieser Aussage distanzierten und es sich letztendlich ja auch nur um einen Film handelt.
    Und im Film wird ja auch darauf hingewiesen das Martin nicht am Down Syndrom leidet.


    Letztendlich kann man TEUFELSKREIS Y jedem ans Herz legen der sich für Thriller interessiert und die Zwillingsbrüder Boulting haben ein atmosphärischen, in sich runden Film gemacht den man durchaus als Refrerenzstück bezeichnen kann.



    Trailer:


    Bilder:







    Originaltitel:Dark Night of the Scarecrow
    Herstellung: USA, 1981
    Regie:Frank De Felitta
    Darsteller:Charles Durning,Robert F. Lyons,Tonya Crowe.Larry Drake u.a.
    Genre: Horror
    Laufzeit: ca. 92 Min.
    Freigabe:Keine Jugendfreigabe/ab 18
    Kinostart:
    Offizielle Seite: hier



    Veröffentlichungen:
    Deutschland:
    DVD: Donau Film / KNM (30 Jahre Jubiläums-Edition)
    DVD: X-Rated - Limited VHS Retro Edition - 33 Stück
    DVD: X-Rated / Red River Digital Home (Cover A)
    DVD: X-Rated / Red River Digital Home (Kl. Hartbox)
    DVD: X-Rated / Red River Digital Home (Limited Edition)
    Blu-ray Disc: Donau Film / KNM (30 Jahre Jubiläums-Edition)
    Blu-ray Disc: Inked Pictures (2-Disc Limited Edition) (Cover B)
    Video: Polygram
    Video: Screentime
    Video: Spectrum (Glas-Klapp-Box)


    Großbritannien:
    Video: Video Unlimited
    USA:
    DVD: VCI Entertainment
    DVD: VCI Entertainment (Deluxe Collector´s Edition)
    Blu-ray Disc: VCI Entertainment (30th Anniversary Edition)



    Inhalt:
    Irgendwo im mittleren Westen der USA.
    Hier in den kleinen Städten und Dörfern kennt man noch jeden persönlich und mit Namen; eine vertraute Idylle stellt sich hier zwangsläufig ein.
    In einer dieser Kleinstädte lebt auch der 36jährige Bubba.
    Bubba ist ein erwachsener Mann und simpel gestrickt; böse Zungen würden auch sagen das er geistig ein wenig Unterbelichtet ist.
    Quasi ein Mann mit dem Intellekt eines Kindes, weswegen er sich auch am liebsten mit den örtlichen Kinder abgibt uns seine Freizeit mit ihnen verbringt.
    Die aufgeweckte Mary-Lee ist Bubba's beste Freundin und zusammen verbringen sie viel Zeit in den umliegenden Feldern beim herumtollen, singen und Blumen pflücken.
    Bei den örtlichen Erwachsenen, die voll von Vorurteilen sind, trifft das leider nicht auf großes Verständnis oder gar Gegenliebe.
    Bubba wird von ihnen argwöhnisch beobachtet und als gefährlicher Außenseiter abgetan, ist dem Spott und Hohn dem er täglich ausgesetzt wird aber durchaus gewachsen und begegnet diesem mit Ignoranz.
    Als Bubba und Mary-Lee eines Tages nach dem Spielen auf dem Weg nach Hause sind ist die Kleine vollkommen entzückt über einen anliegenden Garten.
    Das Mädchen schlägt alle Warnungen in den Wind und kletter über den Zaun um sich alles aus der Nähe zu betrachten.
    Es kommt wie es kommen muß und Mary-Lee wird von einem Wachhund angegriffen.
    Bubba gelingt es sie aus den Fängen des Hundes zu befreien und bringt sie blutüberstömt zu ihrer Mutter.
    Natürlich denken die anderen Bewohner nun das Bubba sie mißbraucht und getötet hat; das die geistig behinderte Zeitbombe ist nun explodiert ist, so wie sie es immer vorausgeahnt haben.
    Otis P. Hazelrigg ist der örtliche Postbote und hatte schon immer die Befürchtung das Bubba irgendwann mal etwas unverzeihliches tun wird.
    Nachdem er die Neuigkeit um Mary-Lee gehört hat zögert er nicht lange und trommelt seine "Jungs" zusammen.
    Otis ist nämlich so etwas wie der Anführer einer Gruppe Rednecks die in "ihrer" Stadt für Recht und Ordnung sorgen wenn benötigt.
    Der Postbote und seine gehorsamen Freunde Skeeter, Philby und Harless schultern ihre Schrotflinten und blasen zu einer Hetzjagd auf den Übeltäter.
    Sie spüren Bubba letztendlich in einem der Maisfelder auf, wo er sich als Vogelscheuche getarnt hat.
    Getrieben von Hass und Rachegefühlen eröffnen sie das Feuer und der "Dorftrottel" stirbt in einem massiven Kugelhagel.
    Zu dumm nur, das kurz darauf ein Funkspruch reinkommt und man die Meldung bekommt das Mary-Lee nicht tot ist und durch ihre schweren Verletzungen nur in ein Koma gefallen ist.
    Und zudem stellt sich auch noch heraus das Bubba unschuldig war und seine Geschichte mit der Hundeattacke die Wahrheit war.
    Die vier Hinterwäldler werden von Bubba's Mutter angezeigt und vor Gericht gezehrt.
    Da es sich aber so verhält das hier fast jeder miteinander verschwägert ist kommen die vier Revolverhelden frei da sie angeblich in Notwehr gehandelt hätten.
    Erst scheint es so als würden sie ihrer gerechten Strafe entgehen können, doch dann scheint es so als würden die Übeltäter verfolgt und beobachtet werden.
    Und seltsamerweise hat sich auch die Vogelscheuche in der Bubba sich versteckt hat und seinen Tod fand auf mysteriöse Weise verselbstständigt.


    Meine Meinung:
    DIE NACHT DER VOGELSCHEUCHE ist ein Juwel der atmosphärischen Horrorfilms und war Wegbereiter für die sogenannten "Scarecrow Horrormovies".
    In seiner gruseligen Atmosphäre und seiner Intensität gibt es in diesem Bereich auch keinen anderen Beitrag der ihm dort das Wasser reichen kann!


    Die Genrebeiträge die in den 80gern folgten haben anstatt auf Spannung und Atmosphäre wie bei DIE NACHT DER VOGELSCHEUCHE eher auf brutale Splatter Effekte gesetzt was sich nicht immer als vorteilhaft herausstellte.
    Es handelt sich hierbei übrigens um einen Fernsehfilm der für den US Sender CBS produziert wurde und dort in der "The CBS Saturday Night Movies" Reihe lief.
    Man wünscht sich wirklich das es zu dieser Zeit, oder auch noch heutzutage, mehr Filme von diesem Kaliber geben würde/gegeben hätte.


    DIE NACHT DER VOGELSCHEUCHE ist ein tiefgreifender Horrorfilm der routiniert Elemente des Slashers, des Vigilante Movie und des Revenge Movie miteinander verbindet und zu einem einzigartigem Kleinod verknüpft.
    Das der Film so gut funktioniert ist zweifelsohne auch den Darstellern zu verdanken, die nie unglaubwürdig vor der Kamera wirken und 110% geben um den Film mit Authentizität zu füllen.
    Besonders erwähnenswert sind hier vor allem Larry Drake als Bubba der seinen Part absolut genial verkörpert. Drake war später u.a. auch in DR. GIGGLES und DARKMANN 1&2 zu sehen und seine erfolgreichste Rolle hat er wohl in der TV Serie L.A. LAW.
    Seine erste Rolle hatte er interessanterweise in THIS STUFF'll KILL YA von H.G. Lewis aus dem Jahr 1971.


    Die darstellerische Leistung von Charles Durning, der den fiesen Otis spielt, ist auch absolute Oberklasse und er spielt seinen Part so überzeugend das man vor Antipathie fast Brechreiz bekommt.
    Auch Tonya Crowe als Mary-Lee macht ihren Part klasse; leider hat Crowe ausser in TV Serien wie WER IST HIER DER BOSS? und A FAMILY AGAIN nicht mehr viel im schauspielerischen Bereich gemacht und war das letzte Mal 1997 in der TV Serie DIE SCHATTENKRIEGER in einer Gastrolle zu sehen.
    Oft trägt ja auch der Soundtrack viel zu einem gelungenem und atmosphärischen Horrorfilm bei und dies trifft auch hier genau zu.
    Der Score von Glenn Paxton ist wie gemacht für diesen Film und verstärkt die sich stetig aufbauende Spannung mit seinen gruseligen Tönen und Klanggeflechten.
    Regisseur Frank De Felitta hat das Unheimliche hier absolut erhaben auf Zelluloid gezaubert ohne Einbußen beim Spannungsbogen verzeichnen zu müssen.
    De Felitta war definitiv die richtige Wahl um das Drehbuch von J.D.FEIGELSON adäquat umzusetzten, was nicht wirklich verwundert.
    Zuvor hatte er nämlich schon die Drehbücher für z.B. AUDREY ROSE - DAS MÄDCHEN AUS DEM JENSEITS oder THE ENTITY verfasst,welche in ihrer verfilmten Form auch packend, fesselnd und unheimlich waren.
    Im ganzen Film gibt es nicht wirklich viele Effekte zu sehen, wenn aber einmal welche zum Einsatz kommen sind diese wirklich realistisch aussehend und schön gemacht.
    Für diese Special FX war Cliff Wenger zuständig, welcher für unzählige Filme die SFX geliefert hat.


    Die Effekte in DIE INSEL DES DR. MOREAU, BIRDY, FLETCH DER TROUBLEMAKER, AUF DER SUCHE NACH DEM GOLDENEM KIND, FIGHT CLUB oder TOY SOLDIERS gehen alle auf sein Konto, um mal nur einige zu nennen.
    Das wirklich beeindruckende bei DIE NACHT DER VOGELSCHEUCHE ist zweifelsohne das der Film fast komplett ohne Effekte auskommt aber nie in irgendwelch Längen oder belanglosen Dialogen ausufert.
    Hier sind die Dialoge perfekt geschrieben,wirken nie aufgesetzt und dienen der vorbildlichen Storyentwicklung.
    Das Drehbuch kommt komplett ohne Plotlöcher daher und wirkt nie unausgegoren, hier hat man sich wirklich Gedanken gemacht was der Story dienlich ist und wie man zur gleichen Zeit den Spannungsbogen beibehalten kann.
    Und letztendlich macht es sich auch bezahlt und auch die mystisch-unheimlichen Komponente fügen sich so mehr als gut in das Geschehen ein.


    Um das Mystische und Unheimlich so glaubwürdig wie möglich zu machen wurde auch die Kamera bestmöglich genutzt und man bekommt tolle Fahrten und Einstellungen über die Felder und einsame Gebäude geboten die als perfekte Sets für die Rache des Gelynchten dienlich sind.
    Man darf auch nicht aus den Augen verlieren das DIE NACHT DER VOGELSCHEUCHE mehr als nur ein Grusel/Horror Film ist!


    Es ist nämlich auch die Geschichte über ungewöhnliche Freundschaften und die Vorurteile die andere diesen Freundschaften eventuell entgegenbringen.
    Und es ist auch die Geschichte darüber wenn diese Vorurteile in Hass umschlagen, dieser Hass zu unüberlegten Handlungen führt und dies letztendlich in Rache oder anderen Konsequenzen endet.


    Für mich ist DIE NACHT DER VOGELSCHEUCHE ein Wegbereiter eines Subgenres im Horror und auch definitiv der Genrebeitrag mit der größten Intensität, den besten Darstellern und der herausragendsten Atmosphäre.
    Es muß ja schließlich nicht immer Gore Galore sein und man sollte auch mal den weniger brutalen Filmen frönen.


    Von mir eine uneingeschränkte Empfehlun


    Trailer:


    Bilder:




    Wollte das Review übrigens eigentlich im "Trash Special" Bereich einstellen, aber irgendwie gab es da keine Option ein neues Thema zu eröffnen.
    Kannst du somit gerne dorthin verschieben wenn du willst ;)


    Originaltitel: Sharknado
    Herstellung: USA, 2013
    Regie: Anthony C. Ferrante
    Darsteller: Tara Reid, Cassie Scerbo, John Heard, Chuck Hittinger, Ian Ziering, Aubrey Peeples, Jaason Simmons u.a
    Genre: Horror | Trash
    Laufzeit: ca. 82 Min.
    Freigabe: FSK 16
    Kinostart: 5.10.2013



    Veröffentlichungen:



    Deutschland:
    DVD: Great Movies
    DVD: Great Movies
    DVD: Turbine (#SchleFaZ - 1)
    Blu-ray Disc: Great Movies (+ Bonusfilm)
    Blu-ray Disc: Great Movies (3D + Bonusfilm)
    Blu-ray Disc: Great Movies [Bonus zu Sharknado 3] (Blu-ray 3D)
    USA:
    Blu-ray Disc: The Asylum Home Entertainment



    Inhalt:


    Der Strand von Santa Monica in Kalifornien ist für Surfer das reinste Paradies.
    Kein Wunder das sich der ehemalige Surfchampion Fin hier niedergelassen hat und sich seinen Traum von einer eigenen Bar am Strand erfüllt hat.
    Doch dieser Lebenstraum wird grade jäh bedroht!
    Ein Schwarm von 20.000 Haien lauert vor der Küste und es dauert nicht lang bis diese die ersten Badegäste und Surfer anfallen.
    Grade als diese Bedrohung vorüber zu sein scheint, zieht ein ein gigantischer Tornado auf der die Haie in seinen Sog zieht und sie an Land wieder ausspuckt.


    Als Fins Bar durch die vom Hurrikan ausgespuckten Haie vollkommen demoliert wird, will er wenigstens seine Tochter und Ex-Frau vor dem Schlimmsten bewahren.
    Diese wohnen in Beverly Hills und dort wimmelt es in den überschwemmten Straßen nur so von Haien jeglicher Spezies.
    Fin verliert keine Zeit und tritt zusammen mit seinem besten Freund Baz, seiner Kellnerin Nova und dem trinkfestem Stammgast George den Weg nach Beverly Hills an.
    Schnell stellen sie fest, das die Lage wesentlich schlimmer ist als zuerst angenommen, denn drei riesige Hurrikans mit reichlich Haien im Gepäck sind auf dem Weg nach Beverly Hills...


    Meine Meinung:


    Hai-liges Kannonerohr solch ein Film wie SHARKNADO kann ja wieder nur von "The Asylum" kommen.
    Wer mit der Produktionen der amerikanischen C-Movie Schmiede vertraut ist, kann sich auch hier denken was einen erwartet.
    Das Asylum nicht für hochwertige Filme die mit guten Special-FX, namhaften Cast, und glaubhafter Handlung aufwarten können ist kein Geheimnis.
    Eines kann man den Produktionen aber nicht nachsagen : Das sie in ihrer grenzdebilen und dilletantischen Art der Inszenierung nicht unterhaltsam sind!
    Wenn es aber darum geht in möglichst kurzer Zeit unter den günstigsten Konditionen Filme unter das Volk zu bringen macht keiner The Asylum etwas vor und als Meister der preiswerten Rip-Offs hat sich die Schmiede schon einen Namen etablieren können - das Kalkül der Gründer David Rimawi, David Michael Latt und Sherri Strain geht also vollends auf.
    Und so werden auch bei SHARKNADO wieder die asylum'schen Klischees vollends bedient um die niedrigen Erwartungen des Zuschauers nicht zu enttäuschen.
    Warum SHARKNADO in den Medien so starke positive Resonanz wiederfuhr bleibt mir persönlich ein Rätsel, welche wohl ein Fall für die X-Akten sein dürfte.


    Auch bei SHARKNADO wird wieder auf bewährte Muster zurückgegriffen und Tierhorror - erneut mit Haien als Aggressoren - steht hier ganz oben auf der Tagesordnung.
    Als Zutaten mussten hier Filme wie PIRANHA, 2 HEADED SHARK ATTACK oder auch SANDSHARKS herhalten und wurden mit einer Prise Katastrophen Film garniert - höchstwahrscheinich weil Tierhorror in seiner puren Form im Moment wohl etwas übersättigt ist.
    Zu Beginn des Films - wenn sich die Surfer mit ihren Boards in die Wellen werfen - weckt dies sogar ein wenig Erinnerungen an Kathryn Bigelows GEFÄHRLICHE BRANDUNG.
    Implementiert werden diese Assoziationen zu dem Action Klassiker aus dem Surfermilieu zweifelsohne durch das Zusammenspiel von Alternative Rock und den sportlichen Betätigungen der coolen und hypen Surfer.


    Wie nicht anders erwartet bewegen sich die Special-FX - die vorwiegend von CGIs dominiert werden - erneut auf unterirdischem Niveau und es gibt Pruduktionen die fast 15 Jahre auf dem Buckel haben und mit besseren, computergenerierten FX aufwarten können.
    Ein paar handgemachte Effekte sind hier zwar auch vorzufinden, welche den Braten zwar nicht fetter aber etwas blutiger machen.
    Diese sind auch garnicht mal so schlecht in Szenen gesetz worden und einige krude Gewaltspitzen sprechen für sich.
    Da verwundert es schon fast, das hiesige Zensurbehörden dem Sturm der Haie in ihrer ungekürzten Fassung mit einer FSK 16 haben passieren lassen.
    Eventuell haben ja sogar die Prüfer erkannt, das die Produktionen von Asylum nicht ernst zu nehmen sind und vergeben dort eine pauschale FSK 16 Freigabe für alle Filme!?!?


    Sieht man sich die Riege der Darsteller an, so fallen einem schon einige bekannte Namen bei SHARKNADO auf - was aber noch lange keine Glanzleistugen verspricht.
    Neben Tara Reid (AMERICAN PIE, ALONE IN THE DARK, THE BIG LEBOWSKI) sind auch Ian Ziering (DAS YAKUZA KARTELL, BEVERLY HILLS 90210, MELROSE PLACE), Jaason Simmons (BAYWATCH, BLOODY MARY, FRANKENSTEIN REBORN) und John Heard (KATZENMENSCHEN, C.H.U.D. - PANIK IN MANHATTAN, DAS SIEBTE ZEICHEN) mit von der Partie.
    John Heards Leistungen als trinkfester Haudegen sind bei SHARKNADO am meisten hervorzuheben, auch wenn er nur knapp 1/3 im Film zu sehen ist - aber auch diese lassen doch etwas zu wünschen übrig.
    Eventuell hat er sich ja an den anderen Darstellern orientiert und seine Leistungen einfach an diese Vorgaben angepasst - mit Ruhm bekleckert sich aber gewiss niemand.
    Auf der anderen Seite dürfte es aber auch recht schwierig sein authentisch zu spielen wenn vieles erst in der Postproduction hinzugefügt wird und sich auch der Ambitionen der Produktionsfirma bewusst ist, für die man vor der Kamera steht.


    Bei der Bildqualität des Films fällt auch, das der Standard nicht durchgängig gehalten wird - hier wurden Einstellungen zusammen geschnitten die zwischen extrem hell und vollkommen unterbelichtet wechseln.
    Da hat Regisseur Anthony C. Ferrante wohl ein paar Ed Wood Filme geschaut und war von diesen immens beeindruckt...


    An Action mangelt es SHARKNADO nicht, was diesen Tierhorror-Fun-Schund auch letztendlich unterhaltsam und kurzweilig macht.
    In sehr kurzen Intervalen wird hier gehörig auf das Action-Pedal getretten, so das keine Langeweile aufkommt und kein Auge trocken bleibt.


    Das Unlogik, Anschlussfehler und eine recht platte Story hier an der Tagesordnung stehen bedarf eigentlich keiner Erwähnung und es wäre mehr als verwunderlich wenn dies bei einer Asylum Produktion nicht der Fall wäre.


    SHARKNADO ist cineastischer Humbug sondergleichen, der aber in geselliger Runde mit Gerstensaft und/oder grünen Rauchkräutern sein hahnebüchenes Potenzial zur vollen Geltung bringen dürfte.


    Also :
    Kiemen zu, abtauchen und das Hai-Life geniessen.


    Trailer:



    Bilder:










    Originaltitel:Thirst
    Herstellung: Australien, 1979
    Regie:Rod Hardy
    Darsteller:Chantal Contouri, Shirley Cameron, Max Phipps, Henry Silva, David Hemmings u.a.
    Genre: Horror
    Laufzeit: 91:37 Minuten
    Freigabe:juristisch geprüft (CMV Laservision Uncut DVD)
    Kinostart:
    Offizielle Seite: hier


    Veröffentlichungen:
    Deutschland:
    DVD: CMV Laservision
    DVD: Eurovideo/Screenpower
    DVD: Tombstone Media K
    Video: VCL


    Australien:
    DVD: Umbrella Entertainment (Vampire Collection)


    Großbritannien:
    DVD: Britfilms TV Ltd
    DVD: Screen Entertainment / Shriek Collection
    Video: VIPCO


    USA:
    DVD: Synapse Films




    Inhalt:
    Nachdem Kate in ihrer Wohnung einen Kollaps erlitten hat nimmt sich die "Bruderschaft" ihrer an.
    Diese Bruderschaft agiert nach außen hin als Forschungscenter, doch in Wahrheit leben hier Vampire in abgeschirmtheit.
    Kate ist eine Nachfahrin von Gräfin Bathory und die Bruderschaft setzt alles daran die junge Frau zu einer von "ihnen" zu machen.
    Doch sie sträubt sich und kommt mit dem Gedanken ein blutschlürfender Ghoul zu werden nicht zurecht.

    Es macht den Anschein als gäbe es kein Entkommen mehr aus dieser Geheimgesellschaft und ein Fluchtversuch von Kate scheitert kläglich.
    Während Dr. Fraser aus wahrscheinlich auch persönlichem Interesse fürsorglich mit Kate umgeht, sind sich Dr. Gauss und Mrs. Barker schon im klaren darüber das ihr Wille stärker als erwartet ist.
    Der einzige Weg sie zu einem der ihren zu machen liegt in einer niederträchtigen "Umprogrammierung", bei der es fast den Anschein macht als würde sie funktionieren.





    Meine Meinung:
    Das Thema Vampirismus im Film ist fast schon so alt wie das Medium selbst und wurde so intensiv zur Ader gelassen, das es schon ziemlich früh ausgesaugt war.
    Grade ab den späten 1950ger Jahren blühte der Hype um die Blutsauger mit den Produktionen der Hammer Studios richtig auf und neue, innovative Impulse waren notwendig.
    Im Jahr 1979 bekam der Leinwandvampir genau diese benötigte, frische Bluttransfusion und Regisseur Rod Hardy half dem Genre mit BLUTDURST aus der Stagnation.


    Man kann bei diesem Ozploitation Film durchaus sagen, das der Vampirismus hier eine Industrialisierung erfährt.
    Auf die maroden Burgmauern und Gruften in denen sich die Schattengestalten sonst bevorzugt aufhalten, wurde bei BLUTDURST gänzlich verzichtet um nicht in die gängigen Muster zu verfallen.
    Stattdessen wurde mit modernisierter Methodik an des Sujet rangegangen, in dem die Vampire als Bruderschaft agieren, auf einer Farm leben und sich dort Menschen als lebende Blutkonserven halten, die wie Kühe auf einer Milchfarm gemolken werden.
    Der Mythos um die blutsaugenden Langzähne wird in BLUTDURST auf den Kopf gestellt und relativiert - der Genuss von Blut ist nicht zwingend sondern stellt ein Privileg einer geheimen, überlegen Gesellschaft dar.
    Auf die sonst üblichen, Artefakte von todbringender Gefahr wie Knoblauch, Kreuze und Särge wurde bei BLUTDURST vollends verzichtet und auch die obligatorischen Fangzähne kommen nur gelegentlich zum Einsatz.
    Die Blutsauger können sich sogar bei Tageslicht und strahlender Sonne im freien Aufhalten ohne jeglichen Schaden zu erleiden oder gar zu Staub zu zerfallen - die gothischen Elemente der Klassiker sind nicht vorzufinden und Klischees wurden gänzlich gemieden.


    Schon die Eröffnungssequenz, in der Kate in einem Sarg erwacht, weiß zu überzeugen und sorgt für einen stimmigen,spannungsreichen Einstieg in den Film - übrigens ist dies die einzige Szenen in der ein Sarg zum Einsatz kommt.
    Diese Spannungskurve kann problemlos während des ganzen Films über gehalten werden, selbst wenn hier kein großer Wert auf Schauwerte wie fulminante Action oder zu explizite, blutige Details gelegt wurde.
    Die FX-Artist lassen das Blut zwar strömen, doch die Effekte haben bei BLUTDURST einen sekundären Stellenwert.


    Bei der kompletten Riege der Darsteller gibt es nichts zu bemängeln und alle spielen ihren Part sehr überzeugend und unbefangen.
    Mit Henry Silva (DER MAFIABOSS, DER BERSERKER, DAS FRAUENLAGER, DER HORROR-ALLIGATOR) und David Hemmings (PROFONDO ROSSO, HARLEKIN, BARBARELLA, BLOW UP, DEALER CONNECTION) konnte man direkt zwei Recken gewinnen, die ihren Job souverän wie gewohnt machen und beide können vollends überzeugen.
    Lediglich Chantal Contouri (SNAPSHOT) wirkt stellenweise ein wenig deplaziert und angespannt, was sich aber nicht negativ auf den Gesamteindruck auswirkt.
    Bei den Charakteren wurde viel Wert auf Kontrastpunkte gelegt, was BLUTDURST sehr zugute kommt - während Dr.Gauss und Mrs. Barker die Hardliner darstellen, kommt bei Mr. Hodge und Dr. Fraser vielmehr eine humane Seite zum Vorschein.
    Trotz dieser differenzierten Darstellung tappt der Zuschauer aber weiterhin im Dunkeln, da auch die "weicheren" Charaktere sehr undurchsichtig in ihrer Motivation sind.


    BLUTDURST kann nicht nur durch eine wirklich innovative Geschichte überzeugen, sondern punktet auch mit der Erzählstruktur der Story.
    Die Story wird hier nämlich auch verschiedenen Ebenen erzählt un zu Beginn wird dem Betrachter mit der schon erwähnten "Sargszene" erstmal klargemacht das es sich um einen Vampirfilm handelt.
    Nach dieser Sequenz wird erstmal zurückgeblendet und es offenbart sich, wie Kate in diese Situation und auf die Farm gelangt ist.
    Der Einsatz dieser Rückblenden, denen der Opener vorausgeht, ist geschickt gewählt worden - das Interesse wird geweckt ohne dabei zuviel im Vorfeld zu verraten.
    Gekonnt ist auch das Spiel mit der Kognition des Zuschauers, da oft nicht klar ist ob es sich grade um die Realität, ein Traum oder medikamentös induzierte Wahnvorstellungen handelt.
    Durch die steril-futuristischen Sets in ihrem plastischen Look wird das Sujet des totalitären Vampir-Regimes nochmal perfekt protegiert und hat eine optisch sehr ansprechende Wirkung.


    Zum Finale hin kann man in der Art der Inszenation sogar nochmal einen gehörigen Anstieg der Dynamik bemerken und nebenebei sogar noch völlig neues Wissen auf dem über Vampire erlagen.
    Ein Vampir ist nämlich kein "Milky Way" Schokoriegel der auf der Oberfläche schwimmt - noch nicht mal wenn er sich in einem Bluttank befindet!


    Brian May, der - wie schon in meiner Rezension von HARLEKIN angemerkt wurde - nicht DER Brian May der Band "Queen" ist, war auch bei diesem Ozploitation Film erneut als Komponist tätig.
    Bei den Fans von Filmen aus Down-Under klingeln jetzt natürlich die Glocken, da er auch für die Kompositionen bei PATRICK, HARLEKIN, MAD MAX und auch SNAPSHOT bedeutende Arbeit leistete.
    Die musikalische Untermalung bei BLUTDURST bedient sich vorwiegend bei orchestraler Musik - diese hat einen wirklich bombastischen Sound vorzuweisen, der das Geschehen der Spannungkurve sehr begünstigt.


    In einigen Szenen fällt auf, das die Szenen in ihrer Machart eine belustigende Wirkung haben - wenn z.B. die zum Meeting angereisten anderen Vampire einen Führung durch die Blutfarm machen, wirkt es ein wenig grotesk-lustig in der Art der Inszenierung.
    Auch wenn BLUTDURST schon fast 25 Jahre auf dem Buckel hat, büßt der Film auch heute nichts von seinen innovativen Art ein.
    Ähnliche Innovation und frisches Blut für das Vampir-Genre, gab es selten zu sehen und mir fallen spontan nur DAYBREAKERS, ANDY WARHOL's DRACULA oder NEAR DARK ein.


    Trailer:


    Bilder:







    Originaltitel:Necropolis
    Herstellung: USA, 1986
    Regie:Bruce Hickey
    Darsteller:George Anthony-Rayza, LeeAnne Baker, Vicki Bell, Michael Conte ,Norris Culf u.a.
    Genre: Horror | Trash
    Laufzeit: 76:50 Minuten (NTSC, Uncut)
    Freigabe:Rated R (USA), FSK 18 (dt. VHS)
    Kinostart:
    Offizielle Seite: hier


    Veröffentlichungen:
    Deutschland:
    Video: Vestron
    Dänemark:
    Video: PolyGram
    USA:
    DVD: Full Moon's Grindhouse Collection
    Video: Lightning Video



    Inhalt:
    New Amsterdam im Jahr 1686 :
    Eve ist eine Hexe und Hohepriesterin und will in einem Ritual den Antichristen persönlich auf die Erde beschwören.
    Dem jungfräulichem, weiblichem Opfer, welches ihre Schwester ist und eigentlich an diesem Abend als frisch vermählte die Dorfkirche verlassen sollte, wurde grade die Kehle durchtrennt um an das benötigte Blut zu kommen.
    Die Dorfbewohner können sich grade noch zu einem Mob formieren und Eve's Haus stürmen um das schlimmste zu verhindern.
    Mit einem Pflock mitten ins Herz wird die Teufelsanbeterin ins Jenseits befördert.


    300 Jahre später ist Eve zurück und das kleine Dorf New Amsterdam ist in dieser Zeit zur Metropole New York geworden.
    Eve ist optisch zum Punk mutiert, der eine nietenbesetzte Lederjacke trägt und auf dem Motorrad die Großstadt unsicher macht.
    Ihre Mission ist erneut, die Ankuft des Antichristen auf Erden vorzubereiten.
    Nachdem sie den benötigten Pentagram-Siegelring einem Pfandhausbesitzer mit Gewalt entrissen hat fehlen ihr nur noch einige Seelen.


    Diese Seelen bekommt sich durch die geistige Manipulation von psychisch schwachen Menschen - vorwiegend Punks und Nutten - denen das Leben aus dem Körper gesaugt wird.
    Leichen mit Spuren von Ektoplasma und seltsamen Brandnarben fangen an sich zu stapeln und der Cop Billy wird auf diesen Fall angesetzt.
    Mit der Hilfe von Dawn, welche ein Geheimniss zu bergen scheint, und einem befreundetem Priester bekommt Billy langsam eine Idee was in der Stadt vor sich geht......



    Meine Meinung:
    Eine Punk-Hexe saugt Leuten Ektoplasma aus der Seele, um sich 4 zusätzliche Brüste wachsen zu lassen und damit zombieähnliche Wesen im Untergrund von New York zu stillen um so die Ankuft des Antichristen vorzubereiten!?!?
    Wer eine Beschreibung solch einer Szene liest, kann sich wohl schon denken das es sich nur um eine Produktion von Troma oder Full Moon handeln kann.
    Hier trifft letzteres zu und genau diese Szene gibt es in dieser Produktion der Band'schen Full Moon Studios zu bewundern.
    Wenn man mit den Filmen dieser Produktionsschmiede vertraut ist, sollte dies den Zuschauer aber eigentlich nicht wirklich verwundern - auch wenn diese Sequenz doch seltsam anmutet.
    Das bei Full Moon keine Filme von hochwertiger Qualität erwartet werden, liegt auf der Hand.
    In Anbetracht der Filme die heute produziert werden - wie der GINGERDEAD MAN Reihe oder den BONG OF THE DEAD Filmen - sind die Full Moon Flicks der 80ger und 90ger wesentlich überzeugender und besitzen einen höheren Unterhaltungswert.
    Das aber auch NECROPOLIS alles andere als seriöse Filmunterhaltung bietet, sollte eigentlich jedem klar sein.


    Die Eröffnungssequenz ist hier noch recht stimmig inszeniert, doch schon nach wenigen Minuten wird die Atmosphäre zunichte gemacht.
    Wenn die Hexe nämlich ihren Beschwörungstanz aufführt, ist die Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten.
    Zu 80ger Synthesizergeduddel wird eine Choreographie dargeboten, die uns suggeriert das der Antichrist wohl ein Fan von FLASHDANCE und Michael Jacksons THRILLER Video sein muss - wäre ich der Teufel und würde dies zu Gesicht bekommen, würde ich lieber weiter freiwillig in der Hölle schmoren.
    Später im Film wird der gleiche Tanz erneut aufgeführt und es gibt keinen Zweifel mehr daran das unsere Eve eine unverbesserliche Wiederholungstäterin ist.


    Der Zeitgeist der späten 80ger zieht sich ein all seinen Facetten wie ein roter Faden durch den gesamten Film und läßt keine Zweifel über das Entstehungsjahr aufkommen.
    Gravierend macht sich dies bei der Mode bemerkbar, die eine Zeit wiederspiegelt in der Punk & New Wave längst im Mainstream angekommen waren und zum "Très Chic" gehörten.
    So hat es sich Regisseur Bruce Hickey bei seiner einzigen Regiearbeit auch nicht nehmen lassen unsere Hauptprotagonistin mit Klamotten wie nietenbesetzter Lederjacke, Halbfingerhandschuhen oder Rasierklingenohrringen auszustatten.
    Das dies NECROPOLIS nicht von der Kreisklasse in die erste Liga verhilft, dürfte auf der Hand liegen.


    Durch die recht kurze Laufzeit von 76 Minuten wird man zum Glück vor permanenten Längen verschont und es passiert eigentlich ständig etwas.
    Neben dem Hauptplot um den Cop, den Priester und Dawn bekommet der Zuschauer ständig belanglose aber witzige Supplememte geboten.
    Von Ektoplasma aus Punks saugen, verbalen Catfights mit Nutten, Sex mit zwei Satansjüngern in schwarzen Roben bis hin zu Zombies die im U-Bahnschacht gestillt werden wollen bekommt der B-Movie Fan so ziemlich alles geboten was das Herz begehrt.


    Überzeugende Darsteller sucht man hier zwar vergebens, doch ich selbst habe schon wesentlich schlimmeres gesehen und so kann man über die auftrettenden Unzulänglichkeiten hinwegsehen - bei Full Moon Filmen sollte man ja schließlich wissen was einen erwartet.
    Auch das technische Niveau ist alles andere als Erhaben - Kamera und Schnitt werden in gewohnter Schnellschußmanier getätigt, weil die involvierten wohl im Gedanken schon bei der nächsten Produktion waren.


    Ed French, der sich bei NECROPOLIS für die Special FX verantwortliche zeigte, hat hier mit dem vorhandenem Budget das wohl bestmöglichste rausgeholt.
    Zwar sehen die Effekte kostengünstig und trashig aus, was aber durchaus zu verschmerzen ist.
    Weiter oben wurde der Score des Films schon kurz erwähnt und über den gesamten Film ändert sich nichts an der Tatsache Komponist Don Great kein Claudio Simonetti ist.
    Hier wurden mal schnell einige Tracks von Great zusammengeschustert, die den Film und dem Zeitgeist zwar adäquat untermalen aber wohl niemals einen Innovationspreis für progressive Musik gewinnen würden.


    Low Budget und Trash Fans dürften an NECROPOLIS aber durchaus Gefallen finden und unterhaltsam-hahnebüchene 76 Minuten stehen ihnen bevor.



    Trailer:



    Bilder: