Beiträge von DanGore

    Hab ich es doch tatsächlich geschafft heute das Forum kaputt zu bekommen :D

    Bissl Spucke drauf und dann dürfte das wieder halten....


    In ganz harten Fällen dann halt Sekundenkleber :D


    Originaltitel:Killing Kind, The
    Herstellung: USA, 1973
    Regie:Curtis Harrington
    Darsteller:John Savage, Ann Sothern, Ruth Roman, Luana Anders, Cindy Williams, Sue Bernhard u.a.
    Genre: Thriller | Horror
    Laufzeit: ca. 91 Min.
    Freigabe:juristisch geprüft
    Kinostart:
    Offizielle Seite: hier

    Veröffentlichungen:
    Deutschland:
    DVD: CMV
    Video: Nightmare Cinema
    Video: Silwa
    Video: Silwa (Hartbox)


    Großbritannien:
    Video: Champion
    Video: Intervision
    USA:
    DVD: Brentwood
    DVD: Dark Sky Films
    DVD: St. Clair Entertainment Group Inc. (Psycho-Rama)


    Inhalt:


    "Mitgehangen - Mitgefangen", ein Sprichwort, das auch für den knapp 20jährigen Terry gilt.
    Nachdem einige seiner Freunde ein Mädchen am Strand vergewaltigen wird Terry von ihnen dazu genötigt sie auch zu schänden - da er als Mittäter gilt, bleibt er vor einer 2jährigen Haftstrafe nicht verschont.
    Nun ist er wieder raus aus dem Jugendgefängnis und findet erstmal Unterschlupf in der Pension seiner Mutter Thelma, die nur das beste für ihren von der Bahn abgekommen Sprößling will.


    Da Terry's Untat seiner Mutter sichtlich unagenehm ist, versucht sie es vor den Nachbarn und Bekannten zu verheimlichen und erzählt ihr Sohn hätte seinen Zivildienst abgeleistet - doch die gesamte Ortschaft sich darüber im Klaren was vor 2 Jahren geschah.
    Lustlos und ohne Ziele vor Augen lebt Terry in den Tag hinein bis das junge Nachwuchsmodel Lori in die Pension einzieht, die den jungen Mann kokett anflirtet.


    Auch die Nachbarin Louise, welche den Eindruck einer eisernen Jungfer macht, hat ein Auge auf ihn geworfen und schwelgt in Vergewaltigunsfantasien.
    Terry selbst driftet währenddessen immer mehr in einen Wahn aus Verschwörungsfantasien und Rachegelüsten ab und das ganze wird wohl für einige involvierte kein gutes Ende nehmen......


    Meine Meinung:

    Dem Label CMV-Laservision ist es zu verdanken, das der unterschlagene Psycho-Thriller MORDLUST von Regisseur Curtis Harrington (DER HÖLLENHUND, RUBY, DIE REISE ZUM PRÄHISTORISCHEN PLANETEN, DIE TOTEN STERBEN NICHT) nun endlich auch den Weg in die hiesigen DVD Player findet.
    Wer aufgrund der Inhaltsangabe nun einen schmuddeligen Exploitation-Slasher erwartet, sollte "gewarnt" sein das diese Erwartungen an den Film vollkommen falsch sind.
    Harrington präsentiert uns hier nämlich einen Thriller der vielmehr eine Psychostudie und ein Gesellschaftsdrama darstellt, der in seiner Inszenierung sehr gemächlich daherkommt.
    Wer auf der Suche nach blutrünstigen Serienkillerfilmen ist, die den Adrenalinspiegel stetig in die Höhe treiben ist hier vollkommen falsch.
    Aufgrund der Entstehungsjahres und der Tatsache das es sich um einen B-Movie handelt, kann man dem Film in seiner Machart aber einen gewissen Anteil an "Sleaze" nicht absprechen.


    Auch wenn der Film nicht reißerisch oder blutig inszeniert wurde, bietet das Sujet ein doch recht provokantes Thema.
    Neben der Vergewaltigungthematik könnte dem ein oder anderem auch das inzestuös Verhältnis zwischen Mutter und Sohn ein wenig übel aufstossen - auch wenn alles in einem skandalfreiem Rahmen bewegt.
    Diese Mutter-Sohn Verhältnis dient bei MORDLUST auch eher dazu, die Hass-Liebe die beide verbindet und die dadurch bedingte Beziehungsunfähigkeit von Terry zu unterstreichen.


    Was bei der Charakterzeichnung auffällt ist, das 3 der 4 Hauptcharaktere - Terry, Thelma und die Nachbarin Louise - fernab jeglicher Moral sind und nicht alle Latten am Zaun haben.
    Aber auch Lori scheint nicht ganz richtig zu ticken, denn ich bin mir sicher das keine Frau nach einem fast gewaltätigem Übergriff im Swimingpool, sich weiter zu diesem Mann hingezogen fühlen würde.
    Dies macht die Figuren seltsamerweise aber nicht unsympathisch, wie man es eigentlich vermuten sollte und für Terry empfindet man fast schon Mitleid.
    Wer mit den Filmen von John Waters vertraut ist, hat wesentlich verrücktere Charaktere gesehen und MORDLUST dürfte da einen nicht wirklich schocken.


    John Savage (THE ORPHAN KILLER, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN, DO THE RIGHT THING) weiß als desillusionierter Terry vollends zu überzeugen und liefert eine eindringliche Performance eines jungen Mann der immer tiefer in den Wahn der Rache und Obsession rutscht.
    Komplettiert wird seine Leistung durch Ann Sothern (DER MANITOU, DER BULLE VON HONGKONG) als seine Mutter Thelma und beide harmonieren perfekt in dieser inzestuösen Mutter-Sohn Beziehung.
    Hätte Curtis Harrington die beiden nicht für MORDLUST gecastet, wäre der Film eventuell wesentlich Uninspirierter und Ungenießbar geworden und ihren Leistungen ist das gelungene Endergebniss zu verdanken .
    Lediglich Luana Anders (MASK OF MURDER 2, GREASER'S PALACE, DEMENTIA 13) als Louise wirkt stellenweise ein wenig deplaziert und ihr Charakter ist etwas Klischeehaft - diese Unzulänglichkeit trübt aber den Filmgenuss zum Glück nicht.


    Kinematographisch gibt es keinen Anlass zur Kritik und Mario Tosi hat hier routiniert mit gelungenen Einstellungen gearbeitet welche im Editing von Bryon Crouch noch durch überzeugende Überblendungen und Gegenschnitte verfeinert wurden.
    Ein Traumsequenz in MORDLUST weiß besonders zu begeistern die in ihrer surrealen Art schon fast an die Filme von Alejandro Jodorowsky erinnert - hätte man auf mehr dieser Szenen gesetzt , hätte dies MORDLUST nochmal aufgewertet und mehr Innovation verleihen können
    Der Score von Andrew Belling (DIE WELT IN 10 MILLIONEN JAHREN, ZOLTAN - DRACULAS BLUTHUND) ist von subtiler Natur, der die gesamte Laufzeit über eine bedrohliche Wirkung beim Zuschauer erzielt.


    Auch wenn MORDLUST - wie schon bereits angesprochen - recht wenig Schauwerte zu bieten hat, bekommt der Filmfan einen zu Unrecht vergessenen Thriller geboten.
    In seiner Machart erinnert er an Filme wie TEUFELSKREIS Y, auch wenn er an dessen Intensität nur bedingt rankommt.
    Trotz seiner ruhigen Inszenierung kommt selten Langeweile auf, da die Handlung stets vorangetrieben wird und an Intensität zulegen kann.
    Auch das Ende - welches so wahrscheinlich nicht erwartet wird - kann überzeugen und kann bedingt kurz shocken.


    Trailer:


    Bilder:







    Originaltitel:Twisted Nerve
    Herstellung:Großbritannien, 1968
    Regie:Roy Boulting
    Darsteller:Hayley Mills,Hywel Bennett,Billie Whitelaw,Phyllis Calvert,Frank Finlay u.a.
    Genre: Thriller
    Laufzeit: 112:47 Minuten (ungeschnittene UK Fassung), 99:43 Minuten (deutsche Kinofassung)
    Freigabe: ungeprüft
    Kinostart:
    Offizielle Seite: hier


    Veröffentlichungen:
    Deutschland:
    DVD: Media Target/Studio Canal (Special Screenings #2)


    Großbritannien:
    DVD: Optimum Releasing



    Inhalt:
    Enid Durnley gebar einst einen Sohn der am Down-Syndrom leidet, welches sie in eine spezielle Klinik abschob.
    Zu ihrer Freude blieb ihr zweitgeborener Sohn, Martin, von dieser Behinderung verschont und seine Mutter behandlet ihn mit seinen 22 Jahren immer noch wie ein kleines Kind.
    Sie hätschlet und tätschelt ihn wo es nur geht, sehr zum Missfallen des Stiefvaters Henry; dieser wünscht sich das Martin endlich mal auf eigenen Füßen steht und sich eine Arbeit sucht.
    In einem Kaufhaus lernt Martin die junge und attraktive Susan Harper kennen; sie wird von den Ladendetektiven für seine Komplizin gehalten als er ein Plastikspielzeug stahl.
    Martin gibt sich als Georgie aus und spielt allen vor geistig Behindert zu sein.


    Als sein Vater ihn vor die Tür setzt hat er aber schon einen rettenden Plan : Längst hat er Susan ausspioniert und weiß alles relevante über sie.
    Mit einem angeblichen von seinem Vater aufgesetztem Schreiben steht er in einer veregneten Nacht vor der Tür der Pension die Susans Mutter betreibt.
    In diesem gefälschten Brief steht das Georgies Vater sich auf Geschäftsreise in Frankreich befindet und er drum bittet das sich die Harper Familie um seinen Sohn kümmert.
    Anfänlichst skeptisch willigt Susans Mutter ein und schon schnell haben beide den jungen Mann ins Herz geschlossen.


    Der Arzt Shashie Kadir und Gerry Henderson wohnen auch in der Pension und letzterer, der zudem der Liebhaber von Susans Mutter ist, tritt dem jungen Mann mit großer Skepsis entgegen.
    Martin hat sein Alter Ego Georgie schon vollkommen verinnerlicht und seine Obsession Susan gegenüber treibt ihn immer mehr in einen psychotischen Wahn; jeder der Susan zu nahe kommt oder eine potenzielle Gefahr beim durchkruezen seiner Pläne darstellt muss beseitigt werden.


    Meine Meinung:




    Zitat

    "Schon ein entstellter Nerv, ein falsch gewundenes Ganglion, prädestiniert den Sünder oder Heiligen."

    Im Jahr 1968 inszenierten die Boulting Brüder diesen tollen und spannenden Psycho-Thriller, der sich dem Thema Chromosomschäden und der Verbindung von psychotischem Verhalten annimmt.
    Roy Boulting zeigte sich hier für die Regie verantwortlich, während sein Bruder John als ausführender Produzent tätig war.
    Beiden ist hier ein eindringlicher Film gelungen, der im wesentlichen das thematisiert was Dario Argento 3 Jahre später in DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE ähnlich zwiespältig auch aufnimmt.
    Sicherlich ist es alles als rein spekulativ wenn pseudowissenschaftliche Thesen zum Thema Mongolismus und krankhaft psychischem Fehlverhalten aufgestellt werden, so das sich in der englischen Originalfassung auch die Boulting Brüder davon distanziert haben.





    Zitat

    "Sehr geehrtes Publikum, die Produzenten des Films möchten, aufgrund der aufkommenden Kontroverse, erneut betonen, was bereits im Film verdeutlicht wird :
    Es gibt keinen erwiesenen Zusammenhang zwischen Mongolismus und psychotischem oder kriminellem Verhalten."

    Auch Leute, denen der Film gänzlich unbekannt sein dürfte kennen zumindest die gepfiffene Titelmelodie aus dem Film.
    Quentin Tarantino hat diese nämlich neben Meiko Kaji's Lied "Shura No Hana" aus dem Film LADY SNOWBLOOD auch für sein Rache Epos KILL BILL "entliehen".
    Diese Titelmelodie wurde von Bernard Herrman komponiert, der u.a. auch für die Musik zu Hitchcock's PSYCHO und VERTIGO verantwortlich war.
    Zu Klassikern wie TAXI DRIVER, CITIZEN KANE und DER TAG AN DEM DIE ERDE STILL STAND hat er aber auch Scores beigesteuert.
    Spätestens seit KILL BILL hat diese eingängige Melodie aus TEUFELSKREIS Y Weltruhm erlangt und dürfte diesem Film zu größerer Bekanntheit verhelfen.


    Nun ist es ja nicht alleine eine Melodie die einen Film gut und zu einem Erlebniss macht, was auch bei TEUFELSKREIS Y zutrifft.
    Man hat hier einen packenden Psycho-Thriller vorliegen das leicht am Horror Genre kratz und, untermalt von Herrman's Klängen, auch filmisch Paralellen zu den späteren Hitchcock Filmen aufweist.
    Fans des PSYCHO Regisseurs und auch Fans der italienischen Gialli kommen bei TEUFELSKREIS Y zweifelsohne auf ihre Kosten.
    TWISTED NERVE, so der Originaltitel, schafft es eine permanente Spannung zu erzeugen da man sich über die eigentliche Motivation Martin's und auch dem Ausgang der Ereignisse nicht ganz im klaren ist.
    Sicherlich ist die Story in gewissem Masse vorhersehbar und man ist sich auch darüber im Klaren, das Martin das Mitleid, was man ihm als Georgie entgegen bringt schamlos ausnutzt.
    Doch Boulting gibt nicht alles relevante Preis und als Zuschauer weiß man so halt nicht ob es wirklich nur darum geht Sympathien die ihm sonst nicht entgegengebracht werden zu erspielen oder ob Martin einfach nur ein Psychopath ist der über Leichen geht.
    Genau dies macht den Film dann auch sehr interessant und spannend, da hier trotz Durchsichtigkeit die Ungewissheit dominiert.


    Man kann sich denken, das TEUFELSKREIS Y vor allem durch die grandiose Darstellung von Hywel Bennett getragen wird; dieser wechselt im Film nämlich nahtlos zwischen Martin und Georgie und man nimmt ihm diese dissoziative Identitätsstörung die ganze Zeit über komplett ab!
    Auch in den anderen Rollen ist der Film bestens Besetz worden und Hayley Mills überzeugt hier in der Rolle der Susan, welcher man eine gewisse Naivität nicht absprechen kann.
    Mills war übrigens zuvor ein Disney Kinderstar und zur Entstehungszeit des Films die Freundin von Regisseur Roy Boulting; beide heirateten später auch.
    Dies sorgte für einen kleine Skandal, da es zwischen Mills und Boulting einen Altersunterschied von 33 Jahren gab.


    In einer Nebenrolle gibt es hier auch noch ein Wiedersehen mit Barry Foster, der hier den Liebhaber von Susans Mutter und Penisonsbewohner Gerry spielt.
    Foster dürfte den meistens ein bekannt sein und hat u.a. in FRENZY, DIE WILDGÄNSE KOMMEN, LUFTSCHLACHT UM ENGLAND und der TV Serie VAN DER FALK mitgewirkt.
    2 Jahre vor TEUFELSKREIS Y standen Hayley Mills und Barry Foster übrigens schon zusammen in HONIGMOND 67 vor der Kamera.


    Die Kameraarbeit von Harry Waxman ist über jeden Zweifel erhaben und Waxman fängt hier tolle Bildkompisitionen ein die TWISTED NERVE auch visuell gesehen zu einem Hochgenuss machen; über Kamerafahrten bis hin zum Spiel mit Licht und Schatten ist hier alles perfekt inszeniert.
    Dies ist eigentlich nicht sehr verwunderlich da Harry Waxman sehr versiert ist und dies auch später in Filmen wie DER KELLER, VAMPYRES-DAUGHTERS OF DRACULA oder DAS UNHEIMLICHE unter Beweis stellen konnte.
    Das größte Highlight bei dem Waxman wirklich mehr als imposante und atmosphärische Bilder auf Zelluloid bannte enstand 5 Jahre später und ich denke THE WICKER MAN sollte eigentlich jedem ein Begriff sein.


    Auch wenn die bizarren, pseudowissenschaftlichen Thesen dem ein oder anderem Übel aufstoßen mögen, sollte man sich vor Augen halten das sich die Macher von dieser Aussage distanzierten und es sich letztendlich ja auch nur um einen Film handelt.
    Und im Film wird ja auch darauf hingewiesen das Martin nicht am Down Syndrom leidet.


    Letztendlich kann man TEUFELSKREIS Y jedem ans Herz legen der sich für Thriller interessiert und die Zwillingsbrüder Boulting haben ein atmosphärischen, in sich runden Film gemacht den man durchaus als Refrerenzstück bezeichnen kann.



    Trailer:


    Bilder:







    Originaltitel:Dollman
    Herstellung:USA, 1991
    Regie:Albert Pyun
    Darsteller:Tim Thomerson,Jackie Earle Haley,Kamala Lopez,Humberto Ortiz,Nicholas Guest u.a.
    Genre: Action | Science Fiction
    Laufzeit: ca. XX Min.
    Freigabe: FSK16 (CUT), ungeprüft (Uncut)
    Kinostart:
    Offizielle Seite: hier


    Veröffentlichungen:
    Deutschland:
    DVD: '84 Enterainment (Quadrilogy) - Cover B
    DVD: '84 Entertainment (Cover A - kleine Hartbox) K
    DVD: '84 Entertainment (kleine Hartbox) K
    DVD: '84 Entertainment (Limited 111 Edition)
    DVD: '84 Entertainment (Schuber A mit Cover A)
    DVD: '84 Entertainment (Schuber B mit Cover B)
    DVD: '84 Entertainment (Schuber C mit Cover C)
    DVD: Starlight / Intergroove/ '84
    Video: Highlight Film
    Video: Highlight Film (Pressekassette)
    Großbritannien:DVD: Film 2000
    Blu-ray Disc: 88 Films
    Video: Entertainment in Video
    Niederlande:Video: Silver Screen
    USA:DVD: Wizard Entertainment/Kangaroo Video


    Inhalt:

    Brick Bardo ist der härteste Cop auf dem Planeten Arturus und bei allen Delinquenten berühmt-berüchtigt und gefürchtet.
    Es gibt keine Situation der er nicht Herr wäre und fast kein kriminelles Subjekt auf seinem Heimatplaneten das er nicht dingfest gemacht hat.
    Doch da wäre ja sein Erzfeind Sprung der mit Bardo noch eine Rechnung offen hat.Sprung wurde von ihm einst so über den Haufen geschossen, das von ihm nur noch sein Kopf auf einer fliegenden frisbeeähnlichen Scheibe über geblieben ist.
    Und nun ist der ganze Planet Arturus in Gefahr da Sprung droht diesen mit einer Atombombe in die Luft zu jagen.


    Das kann Brick natürlich nicht zulassen, selbst wenn er für seine unkonventionellen Methoden bei Einsätzen von Präsidenten mehr als nur einmal getadelt wurde.
    Sprung und Bardo liefern sich eine rasante Verfolgungsjagd in ihren Raumschiffen und durch einen Sturm im All müssen beide auf der Erde Notlanden.
    Doch auf der Erde ist alles anders : Brick ist hier nur noch 13 Inch(knapp 33 cm) groß und bemerkt recht schnell das er hier auf einem Planeten gelandet ist der von "Riesen" bewohnt wird.




    Zitat von Brick Bardo

    “Gottverdammte Riesen. Ich hasse Riesen!“



    Es dauert nicht lange und Brick gerät auch auf unserem blauen Planeten mit Kriminellen aneinander.
    Doch Sorgen braucht er sich keine zu machen, schließlich hat er ja die wohl mächtigste Handfeuerwaffe des gesamten Universums in seinem Holster.


    Nach dieser Auseinandersetzung wird unser Miniatur Dirty Harry samt seinem Vehikel von Debbie mit nach Hause genommen, da er sie aus den Fängen der Gangster befreit hat und sie gibt ihm Asyl in ihrem Heim.
    Debbie ist alleinerziehende Mutter,aktiv in der Nachbarschaftshilfe und kämpft mit allen Mitteln die Bronx von Gangstern zu säubern und zu einem besseren Ort zu machen.


    Auch der Gegenspieler des wohl coolsten Cop im ganzen Universum hat den Crash wohlbestanden überlebt und die Ghetto Gang nimmt ihn in ihre Obhut.
    Sprung berichtet ihnen über seine Atombombe und handlet mit dem Anführer Braxton Red einen Deal aus :
    Wenn er ihm hilft dem Mini Cop zur Strecke zu bringen erhält Braxton im Gegenzug seine Bombe.
    Der Ganganführer wittert seine Chance die Weltherrschaft an sich zu reißen und schickt seine Homies auf die Suche nach dem Cop.


    Als Debbie von Red und Sprung entführt und in das Hauptquartier der Gangster Bande verschleppt wird ist man sich schon sicher das der Dollman nicht lange auf sich warten lässt; dies könnte die Chance sein dir gesetzestreuen Puppe
    ein für allemal aus dem Weg zu räumen.
    Doch die Rechnung haben sie ohne Bardo gemacht der stets bis zur letzten Kugel kämpft.....


    Meine Meinung:


    Charles Band, Chef von Empire Pictures (u.a. RE-ANIMATOR und FROM BEYOND) der Nachfolgefirma von Full Moon Pictures, ist kein unbekannter Name wenn es um B-Movies geht.
    Schon seit Ende der 70ger ist er als Produzent,Darsteller und Regisseur tätig und er hatte bei Filmen wie PUPPETMASTER, TOURIST TRAP, TRANCERS, DRACULAS TODESRENNEN, ROBOTJOX, LASERKILL oder EVIL BONG
    seine Finger im Spiel.


    Auch DOLLMAN Regisseur Albert Pyun dürfte den meisten ein Begriff sein und Titel wie THE SWORD AND THE SORCERER, CAPTAIN AMERICA (1990), CYBORG (mit van Damme), RADIOACTIVE DREAMS oder unzählige KICKBOXER oder NEMESIS
    Filme gehen auf seine Kappe.
    Mit DOLLMAN präsentieren uns Band und Pyun ihre erste Zusammenarbeit und diese kann weiaus mehr überzeugen und unterhalten als ihre zweite Kollaboration CYBER WORLD (1993).
    Wenn diese beiden Namen nun in einer Produktion in einem Atemzug genant werden kann man sich ausmalen das dabei ein astreiner B-Movie das Resultat sein wird.


    Und genau dies ist bei DOLLMAN der Fall : der Film ist kostengünstig in Szene gesetz, was man den Special FX zum Teil auch ansieht (dem Unterhaltungswert aber keinen Schaden zufügt!).
    Wenn man sich einen Film aus der Band'schen Full Moon Schmiede ansieht dürfte man eigentlich im Vorfeld schon darauf vorbereitet sein was einen erwartet.
    Und verglichen mit der cineastischen Diarrhoe die er heute fabriziert ( z.B. EVIL BONG) kann man DOLLMAN oder auch die PUPPETMASTER Reihe ohne Bedenken zu seinen besseren Produktionen zählen.


    Auch wenn das Budget hier sichtbar niedrig war wusste Pyun es doch effektiv einzusetzen und die Splatter FX in den Action Szenen sind deftig ausgefallen und haben es in sich; da werden öfters mal komplette Arme weggeschossen und auch einige Köpfe explodieren.


    Die Locations die für den Film herhalten mussten (Schutthalden, leere Fabrikhallen, Hinterhöfe und Wohngegenden in sozialen Brennpunkten) ähneln sehr den Sets die auch in den von Pyun gedrehten Endzeitkloppern wie z.B. CYBORG WARRIORS, CYBERWORLD oder ULTIMATE CHASE genutzt wurden.
    Sie wirken aber dennoch Authentisch und vermitteln ein Gefühl von Trostlosigkeit.


    Ein Defizit bezüglich der Special FX liegt in der Umsetzung der Szenen mit dem Miniatur Brado und Sprung - diese wirken doch sehr billig und künstlich wenn sie mit den "Riesen" in Szenen zu sehen sind.
    Pyun stößt hier Tricktechnisch an die Grenzen des Machbaren, wofür man aber das übliche Mini Budget das bei Full Moon ja eigentlich ein Standard ist verantwortlich machen kann.
    Im groben und ganzen konnte Pyun aber auch hier mit ein wenig Geschick das bestmögliche rausholen.


    Aber man hat es ja hier mit einer Full Moon Produktion zu tun die dazu auch noch aus dem Jahr 1991 stammt und in Anbetracht dessen sollte man hier auch nicht zuviel bemängeln!
    DOLLMAN ist nunmal ein Low Budget Film der Spaß machen soll und dies tut er letztendlich auch!


    Highlight des Films ist Tim Thomerson (u.a. TRANCERS 1-5, NEMESIS 1 und 3, NEAR DARK) der seinen Part absolut überzeugend spielt - man nimmt ihn den knallharten Mini Cop die ganze Zeit über vollends ab.
    Ein bekanntes Gesicht ist hier in der Rolle des Braxton Red zu sehen; dieser wird von Jackie Earle Haley gespielt der später als Rorschach in WATCHMEN und als Freddy Krüger im Remake von NIGHTMARE ON ELM STREET größere Beachtung fand.


    Ein ausgefeiltes Drehbuch darf man hier nicht erwarten und dramaturgisch gesehen bekommt man nicht viel geboten - aber diese Faktoren sollten bei einer grotesken und abgefahrenen Trashgranate auch eigentlich keine Rolle spielen!
    Die Figur des Brick Bardo allein ist es schon wert diesen Film zu schauen : ein Obercooler Cop der eine Miniatur Version von Dirty Harry ist.


    Die Reminiszenzen an die DIRTY HARRY Filme sind nicht von der Hand zu weisen und so verwundert es nicht das unser Held hier nicht mit One Liner par excellence geizt.


    Die Mischung aus Cop Thriller und Science Fiction mit einem Mini Cop dürfte sich für Mainstream Kinofans sehr befremdlich anhören, doch Alber Pyun kocht dieses cineastischen Gebräu hier so gekonnt das ein Destillat ensteht welches es wohl zuvor auch so noch nicht gegeben hat.
    Und diese Tatsache macht DOLLMAN auch extrem sehenswert und das Endprodukt ist so einzigartig wie nur ein Film sein kann in dem Charles Band und Albert Pyun zusammen ihre Finger im Spiel hatten.


    Auch wenn Pyun sich seine Karriere in der Filmbranche eventuell etwas anders vorgestellt hatte lieferte er für Trash Aficionados einige unumgängliche Flicks.
    Albert Pyun ist bekannterweise ja Hawaiianer und hat im Alter von 14 schon erste Kurfilme mit einer 16MM kamera gedreht. Im Alter von 18 Jahren reiste er nach Japan, wo er eine Ausbildung als Cutter und Kameramann absolvierte und Assistent von Akira Kurosawa wurde.
    Das Potenzial war also durchaus vorhanden doch leider versumpfte Pyun dann doch auf kurz oder lang im B-und C-Movie Bereich.


    Wer also auf Trash Filme steht und Dirty Harry Coolnes mag ist bei DOLLMAN bestens aufgehoben.
    Am Rande sei noch zu erwähnen das Tim Thomerson als Dollman auch einen Gastauftritt in dem Film COSMO - DER AUSSERIRDISCHE(BAD CHANNELS) hat und es auch eine "direkte" Fortsetzung zu DOLLMAN gibt.
    Diese Fortsetzung heißt TOD IM SPIELZEUGLAND (DOLLMAN VS. DEMONIC TOYS) und Charles Band bietet hier wieder ein "Crossover" seiner eigenen Filmreihen, so wie es auch bei DÄMONISCHE SPIELE der Fall war (welcher ein Crossover der PUPPET MASTER und DEMONIC TOYS Filme ist).
    DOLLMAN bildet den ersten Teil einer Pentalogie die sich DEMONIC DOLLS nennt und folgende 5 Filme, die aber auch als eigenständdige Filme funktionieren, sind dieser zuzurechen :
    -Doll Man - Der Space-Cop! (1991)
    -Demonic Toys (1992)
    -Cosmo (1992)
    -Tod im Spielzeugland (1993)
    -Demonic Toys: Personal Demons aka Demonic Toys Revenge aka Demonic Toys 2 : Playtime is over(2009)



    Trailer:



    Bilder:




    Originaltitel:Fair Game
    Herstellung: Australien, 1985
    Regie:Mario Andreacchio
    Darsteller:Cassandra Delaney,Peter Ford,David Sandford,Garry Who u.a.
    Genre: Action | Thriller | Ozploitation
    Laufzeit: ca. 82 Min.
    Freigabe:FSK 18
    Kinostart:
    Offizielle Seite: hier



    Veröffentlichungen:
    Deutschland:
    DVD: KNM / Movie Power
    Video: Virgin / VCL


    Inhalt:

    Jessica lebt zurückgezogen in den Outbacks in Australien.
    Dort hat sie ein kleines Reservat und kümmert sich rührend und erfolgreich um verletzte Tiere.
    Sie ist gutherzig,legt keinen Wert auf Statussymbole oder Haute Couture und ist sich nicht zu schade Dinge in die eigene Hand zu nehmen und sich die selbigen auch mal dreckig zu machen;in den USA würde man sie gewiss als "Tomboy" titulieren.
    Als Jessica sich auf den Weg in das Dorf macht um einige Lebensmittel einzukaufen wird sie in in ihrem Pick-Up Truck attackiert und gerammt.
    Zwei andere Autos, ein Camper und ein modifizierter Pick-Up, die von den Känguruh Jägern Sunny, Ringo und Sparks gesteuert werden nehmen Jessi in die Mangel was letztendlich dazu führt das sie mit einer zerstörten Windschutzscheibe im Straßengraben landet.
    Nachdem der örtliche KFZ Mechaniker ihr promt eine neue Scheibe eingesetzt hat und sie ihren Weg zum Einkauf erfolgreich weiterführen kann, trifft sie im Dorf auf unsere 3 Outback Redneck die auch dort nicht von ihr ablassen.
    Als Ringo sich unter ihrem Auto verkriecht, unter ihren Rock schaut und mit seiner Polaraid Kamera Fotos macht ist es mehr als genug und sie kippt ihm kurzum eine Packung Mehl ins Gesicht.
    Ringo findet dies garnicht lustig, auch wenn Jessicas Reaktion gerechtfertigt ist und von nun an nimmt ihr Martyrium seinen Lauf.


    Die Aktionen der Hinterwäldler werden immer unverfrorener und am nächsten Tag findet sie am Morgen ein Polaroid das sie nackt beim schlafen zeigt an ihren Kühlschrank geklebt.
    Die Panik in ihr wächst ins unermessliche als auch noch die Telefonleitung tot zu sein scheint und sie in der Nacht die Schüsse der Känguruhjäger hört die ihrem Grundstück sehr nahe sind.


    Doch Jessi läßt sich so schnell nicht einschüchtern und entschließt sich in einer Nacht-und Nebelaktion den dreien eine kleine Lektion zu erteilen.
    Das dies bei den Rowdys nicht unbedingt gut ankommt kann man sich wohl denken und das Handeln beider Seiten wird immer drastischer.
    Kann Jessica die Eindringlinge in die Flucht schlagen oder eventuell gar Frieden mit ihnen schließen?
    Oder haben die Outback Rednecks eventuell schon das weite gesucht?
    Seht selbst in diesem wirklich grandiosen Ozploitation Movie welche Qualen Jessica erleiden muss und wozu sie im Stande ist!


    Meine Meinung:


    Viele werden sich jetzt fragen, warum ich denn erst OPEN SEASON 2 geschaut und rezensiert habe und nicht mit dem ersten Teil anfange.
    Diese Frage ist einfach zu beantworten den :
    OPEN SEASON 2 - DIE JAGD GEHT WEITER impliziert nur eine Verbindung zu Peter Collinsons US-Film „OPEN SEASON – JAGDZEIT“ aus dem Jahr 1974, diese existiert jedoch in keinster Weise.
    Der Originaltitel von diesem Film hier lautet ja auch FAIR GAME (auf VHS hieß er HUNTING SEASON).
    Dies ist aber nichts was man bemängeln sollte, denn auf diesem Wege werden sich eventuell auch einige Leute sich den Film anschauen denen er vorher vollkommen unbekannt war.


    Von der Story orientiert sich der Film an die Rape & Revenge Filme (auch wenn keine Vergewaltigung vorkommt) der 80ger und dürfte ich mir einen zusätzlichen Alternativtitel ausdenken wäre es "ICH SPUCKE AUF DEIN KÄNGURU IM LETZTEM RESERVAT LINKS".
    Auch wenn FAIR GAME nicht so drastisch und grafisch ist wie seine eventuellen Vorbilder hält er doch einige Harte Szenen bereit und eine wirklich einzigartige und abgedrehte Idee!



    Quentin Tarantino ist auch der Meinung das diese Szene ein schier unglaubliches Ding ist und toll anzusehen; dies bekundet er in der Dokumentation "NOT QUITE HOLLYWOOD" aus dem Jahre 2008.
    Diese Dokumentation über den australischen Exploitation Film, auch Ozploitation genannt, kan ich übrigens auch jedem ans Herz legen der sich für dieses Filmgenre interessiert!


    Der Soundtrack ist wirklich perfekt auf den Film abgestimmt und wilde Synthesizer und Metal Gitarren Solos die zusätzlich verfremdet und verzerrt wurden, unterstüzen die Atmosphäre des Films wirklich grandios und grade in den Action- und Suspenseszenen treiben sie den Zuschauer zum Fingernägel kauen vor lauter Spannung.


    Die Darsteller der Känguruh Jäger sind allesamt gut in ihrer Performance und man etwickelt schon sehr schnell eine Antipathie für die Drei.
    Cassandra DeLaney in der Rolle der Jessica ist wirklich klasse und tough zugleich; vom Aussehen her erinnert sie mich wirklich an Linda Hamilton in jungen Jahren.


    FAIR GAME hat definitiv einen hohen Suspense Faktor und anfangs sehen die 3 Jäger in Jessica noch ein leichtes Opfer.
    Als diese aber nicht klein beigibt sie es sich wünschen und jede Aktion provokativ kontert und Widerstand leistet werden die Drei immer mehr angestachelt und beide Seiten schaukeln sich immer mehr hoch bis es dann in den letzen ca. 25 Minuten zu einem eruptiven Ausbruch beider Seiten kommt.


    Splatterfans und Gorehounds sind hiermit offiziell gewarnt, da es hier nicht das Folter,Vergewaltiguns und Splatter Inferno gibt das eventuell erwartet wird.
    Der Film hat zwar einige Gewaltspitzen aber meiner Meinung nach könnte man ihm ohne wieteres eine FSK 16 geben, vor allem da heutzutage einige wesentlich härtere Filme ohne Umstände eine FKS 16 bekommen haben.


    Entgegen einiger bekannter Genreproduktionen gleitet FAIR GAME nie in die Sleaze Gefilde ab und die oft angeprangerte unfreiwillige Situationskomik ist hier nicht vorhanden, aber man kann diese Produktion ohne Bedenken trotzdem als Exploitationfilm bezeichnen.


    Was sehr Positiv hervor zu heben ist sind die wirklich tollen Landschaftsaufnahmen vom Outback die man hier zu sehen bekommt - Impressionen von unendlich weiten und menschenleeren Steppen, Gebirgen und auch wüstenähnlichem Outback.
    Diese Naturaufnahmen der Idylle stehen dann immer im Kontext mit den Terroraktionen der 3 Jäger und bilden einen tollen Kontrast.


    Die Dialoge in FAIR GAME sind eher Rudimentär und das wirkliche Motiv der Wilderer wird verschwiegen.
    Dies kann man als Plotloch ansehen doch, wenn man es genau nimmt unterstreicht es nur die bedrohliche Atmosphäre des Films.


    Auch positiv hervorzuheben ist auch einer der "Nebendarsteller" des Films :
    Der modifizierte Pick-Up Truck der Rednecks.
    Dieser sieht mal echt genial aus und man denkt doch schon ein wenig an MAD MAX oder auch an die Carsploitation Filme der 70ger und 80ger, wo PS unter der Haube und extremes Tuning der Autos - auch auf dekoratives Tuning bezogen -das A und O waren.
    Mir hat der Film wirklich gut gefallen und es ist doch immer wieder schön solch eine Produktion zu Gesicht zu bekommen!


    Trailer:


    Bilder:




    Originaltitel:Scream in the Streets, A
    Herstellung: USA, 1973
    Regie:Carl Monson/Dwayne Avery/Harry H. Novak/Bethel Buckalew
    Darsteller:Frank Bannon,John Kirkpatric,Rosie Stone,Brandy Lyman,Bobby Angelle,Brink Brydon
    Genre: Action | Sexploitation | Thriller
    Laufzeit: ca. 86 Min.
    Freigabe:ungeprüft
    Kinostart:
    Offizielle Seite: hier



    Veröffentlichungen:

    Deutschland:DVD: Subkultur (Grindhouse Collection No. 2) K
    Video: Phoenix Home Video
    Ausländische Fassungen:
    Großbritannien: DVD: Stonevision Ent. (8 DVD Collection)
    Video: LVC (VRO)
    Video: VRO
    USA: DVD: Something Weird Video
    Video: Inner Visions Group
    Video: Something Weird Video


    Inhalt:

    Ein Killer-Transvestit treibt in einem idyllischem Vorort in den USA sein Unwesen.
    Im Park lauert er jungen Frauen auf um diese zu vergewaltigen und anschließend zu töten.
    Auf diesen Fall wird der Cop Ed angesetzt der mit Bob grade einen neuen Arbeitspartner an seine Seite gestellt bekommen hat.
    Beide sind versessen darauf den Killer dingfest zu machen und hinter Schloß und Riegel zu bringen.
    Aber dies scheint schwerer zu sein als zuerst angenommen.
    Da sie Cops von ganzem Herzen sind haben sie nicht nur mit der Jagd nach dem Serienmörder zu kämpfen, denn gute Cops sorgen natürlich auch in ihrem Bezirk und der Nachbarschaft für Recht und Ordnung.
    Die ganze Gegend muss von kriminellem Unrat gesäubert werden.
    Nach einigen Tagen der erfolglosen Jagd nach dem Killer bekommen sie einen Anruf das besorgte Leute einen Spanner in ihrer Nachbarschaft umherschleichen sehen.
    Wird es ihnen endlich gelingen den Killer zu fassen und dingfest zu machen?


    Meine Meinung:

    "Wieviel Sleaze vertragt ihr?"

    Als ich anfing "Der Schlächter" zu schauen erwartet ich etwas vollkommen anderes als das,was man letztendlich bei diesem Film geboten bekommt.


    Was in der Eröffnungssequenz noch wie ein guter Old School Slasher aussah, entwickelt sich schon sehr schnell zu etwas vollkommen anderem!


    Der Film ist ein schmieriger und trashiger Hybrid;ein Konglomerat aus Action,Sex und ein wenig Gewalt.
    In "Der Schlächter" dominiert definitiv der Sexploitation Gehalt, denn ca. 75% bekommt man hier Softcore Sex und nackte Körper zu sehen.
    Die Sexszenen im Film sind ganz schön deftig geraten und öfters wird die Schwelle von Softcore zum Hardcore fast überschritten.
    Zwischen diesen Szenen mit körperlicher Zuneigung zwischen Männlein & Weiblein oder auch zwischen Weiblein & Weiblein werden dann immer wieder Sequenzen mit den vermeintlichen "Hauptdarstellern" eingestreut.
    Diese "Füllszenen" erinnern einen dann sehr stark an die "Buddy Cop Movies".


    Man tut hier kein Unrecht wenn man sagt das man den Fokus hier mehr auf die ganzen Sideplots legt, anstatt auf unsere Polizisten und ihre Jagd nach dem Killer.
    Dies ist auch der Grund dafür, das meine Inhaltsangabe oben doch etwas mager ausgefallen ist.

    Bei sovielen Sexszenen kann oder auch will man nicht ins Detail gehen.

    Wenn man jetzt die oben bereits angesprochenen Zutaten nimmt und noch einige blutige Schiessereien, eine wahnwitzige Autoverfolgungsjagd,dämliche Dialoge und einige eher seltene Szenen mit dem Killer mit in diesen Drive-In Mixer gibt, hat
    man auch schon das Resultat, welches "A Scream in the Streets" ist.


    Ich bin mir sicher wenn man mit diesem Film in den 70gern im Drive-In oder Grindhouse (neudeutsch auch

    Bahnhofskino genannt) Spaß haben wollte mußte man schon aufgeschlossen und ohne Vorurteile sein.

    Ich denke das Problem was Leute mit dem Film haben könnte dürfte folgendes sein :
    Für die reinen Sexploitation Fans könnten die Action Szenen ablenkend und störend wirken und für die Action und Slasher Fans wiederum dürfte der hohe Sexanteil nicht so ganz in ihr cinematisches Schema passen.
    Wenn man aber mit beiden Genres etwas anfangen kann dürfte der Film durchaus unterhalten.


    Wie schon erwähnt hatte ich etwas vollkommen anderes erwartet und auch wenn einige der Sex Szenen sehr in die länge gezogen wirkten hatte ich dennoch großen Spaß mit dem Film.
    Dem Schema des Films war schnell zu durchschauen und man kommt nach einer kurzen Weile gut in den Rhytmus des Films rein.
    Ein Grund warum der Film so querbeet und gut gemixt war könnte sein, das hier gleich 4 verschiedenen Regisseure am Werk waren (CARL MONSON,DWAYNE AVERY,HARRY H. NOVAK and BETHEL BUCKALEW ) und von diesen 4 haben 3 ausschließlich Sexploiter gedreht.


    Was sehr hervorzuheben ist, ist der geniale 70ger Funk Soundtrack.
    Dieser hört sich an als würde der "Disco Godfather" den "Sweet Sweetback's Badaaasss Song" auflegen und "Truck Turner" tanzt mit "Cleopatra Jones" bis sie "Across 110th Street" kommen.

    Eins kann man "Der Schlächter" definitiv nicht absprechen, und das wäre sein Unterhaltungswert.


    Das einzige wo man sich vorm betrachten im klarem drüber sein sollte wäre :
    -Ihr werdet viel Softcore Sex und haarige Büsche zu sehen bekommen
    -Ihr werdet NICHT viel Blut & Slasher Elemente zu sehen bekommen
    -Ihr werdet einen Cop mit dem wohl "most Porno" Schnauzbart zu sehen bekommen
    -Ihr werdet viele Handlungsnebenstränge zu sehen bekommen, die eigentlich rein garnichts mit dem Hauptplot zu tun haben
    -Das ihr einen Grindhouse Sleazeploiter aus den frühen 70gern schauen werdet.


    Wenn ihr all dies im Hinterkopf behaltet und durch mein Review jetzt nicht abgeschreckt seid, dann könntet auch ihr ein tolles Retro Filmerlebnis mit "Der Schlächter" haben



    Trailer:




    Bilder:




    Originaltitel: Blackout
    Herstellung: Frankreich, Kanada, 1978
    Regie: Eddy Matalon
    Darsteller: James Mitchum, Robert Carradine, Belinda Montgomery, June Allyson, Jean-Pierre Aumont, Ray Milland
    Genre: Action | Thriller | Exploitation
    Laufzeit: ca 88:08 Min.
    Freigabe: ungeprüft



    Veröffentlichungen:



    Deutschland:DVD: Subkultur (Grindhouse Collection No. 2)
    Video: Arcade (Glas-Klapp-Box)
    Video: VEP (Arcade)
    Großbritannien:Video: VCL
    Italien: Video: General Video
    Kanada: DVD: Somerville House



    Inhalt:



    4 extrem gefährliche Verbrecher sollen in ein anderes Gefängnis umverlagert werden in dem sie sicherer verwahrt sein werden.
    Auf das Kerbholz der einzelnen Delinquenten gehen unter anderem Mord,Vergewaltigung,Drogenmissbrauch und sogar das basteln und zünden von Bomben.


    Während des Transports in das neue "Domizil" dieser nicht wirklich sympatischen Zeitgenossen zieht ein heftiges Gewitter über New York her und zahlreiche Blitzeinschläge sorgen in der kompletten Stadt füreinen Stromausfall.
    2 übermütigen Motorradfahrern die dem Gefangenentransporert den Weg abschneiden ist es zu verdanken das dass Vehikel letztendlich einen Unfall hat bei dem die Wachmänner umkommen und die Gefangenen in die Freiheit gelangen.
    Nicht weit vom Unfallort entfernt befindet sich ein gigantischer Wolkenkratzer Komplex mit unzähligen
    Mietwohnungen.


    Der Gang der 4 Verbrecher gelingt es sich Zutritt zu verschaffen und schnell kristallisiert sich heraus welcher der intelligenteste der Truppe ist.
    Der Anführer der Gang ist nun Christie, welcher die am Anfang schon erwähnten Bomben gebastelt und gezündet hat um ein Exempel gegen den Staat zu statuieren.


    Für die Mieter in dem Appartmentkomplex beginnt nun eine Nacht des Terrors in der sie der Gang hilflos ausgesetzt sind;eine Nacht voller Gewalt,Vergewaltigung,Diebstahl,Belästigung und Mord.
    Aber da ist ja noch der Polizist Dan Evans, welcher die Nachtschicht hat und sich in dem Hochhaus befindet.
    Vielleicht ist er im Stande der Truppe Einhalt zu gebieten und sie wieder dingfest zu machen.



    Meine Meinung:


    DIE BESTIEN ist ein wirklich spannender Exploitation Thriller und wirklich dicht inszeniert.
    Gleich am Anfang des Films bekommt man einige tolle Aufnahmen eines Helikopterflugs über New York zu sehen,welche wirklich imposant sind.


    Auch wenn die ersten ca. 20 Minuten noch recht unspektakulär sind und sehr Dialoglastig,fesseln sie einen trotzdem an den Bildschirm da man ja noch nicht genau weiß was noch kommen wird und man in dieser "Aufwärmphase" der Charakter-und Storyentwicklung widmet.


    Die Story des Films ist übrigens an den großen Blackout angelehnt der sich in New York im Jahre 1977 wirklich zugetragen hat.
    Die Riege der Darsteller ist gut gewählt und man bekommt grundsolide Leistungen geboten.
    Versierten Fans dürften Namen wie Jim Mitchum(als Cop Dan Evans), Ray Milland(als reicher Hochhausbesitzer) und Robert Carradine(als Christie) ein Begriff sein.


    Regisseur Eddy Matalon (u.a. Cathy´s Fluch,1977) verstand sein Handwerk und wußte wie man einen dichten und spannenden Exploitation Thriller inszeniert.
    Auch wenn die Story nichts neues liefert und auch zuvor und danach von zig anderen Regisseuren verfilmt wurde.
    Welcher Film mich am meisten an DIE BESTIEN erinnert ist der 1985 von Roberta Findlay gedrehte TENEMENT (GAME OF SURVIVAL), auch wenn in diesem die Dimension des Gebäudes kleiner Ausfällt.


    Mir persönlich hat in DIE BESTIEN die Kameraführung und auch die "Ausleuchtung" des Sets sehr gut gefallen und man hat auch düstere aber gleichzeitig Satte Farbtöne gesetzt.
    Das Script von John C.W.Saxton (welcher auch die Scripts zu DIE KLASSE VON 1984,ILSA-SHE WOLF OF THE SS
    und AB IN DIE EWIGKEIT schrieb) hat zwar keine neuen Maßstäbe gesetz bei DIE BESTIEN,aber doch gekonnt
    die Spannungskurve geschickt beibehalten können.


    Special FX sind hier eher rar gesät, aber es muss ja auch nicht immer die volle Dröhnung Splatter sein um einen guten Film zu machen.
    Hier wird eher Wert auf eine bedrohliche Atmosphäre gelegt und die Grausamkeiten mit denen die Bewohner konfrontiert werden.
    Aber den ein oder anderen Effekt und etwas Blut gibt es auch hier zu sehen.
    Die im Film enthaltenen Gewalttätigkeiten sind aber für Exploitationfans empfehlenswert die gerne einen düsteren Einblick in urbane Paranoia bekommen möchten.


    Der Film verdient auf jedenfall ein extra Lob dafür, das er bestens und ausgeglichen aufzeigt wie eine Krisensituation das Gute und auch das Böse in Menschen hervorbringen kann.


    DIE BESTIEN hört sich vom deutschem Filmtitel her wahrscheinlich reißerischer an als er im Endeffekt ist, ist aber dennoch sehr sehenswert!


    Trailer:






    Bilder:




    Originaltitel:Harry Knuckles and the Treasure of the Aztec Mummy
    Herstellung: Kanada, 1999
    Regie:Lee Demarbre
    Darsteller:Phil Caracas,Jeff Moffet,Feisal Mohamed,Alexandra Fattah,Isabelle Arnedo,Josh Grace u.a.
    Genre: Action | Horror | Trash | Martial Arts | Kurzfilm
    Laufzeit: 25:53 Minuten
    Freigabe:Unrated
    Kinostart:?
    Offizielle Seite: hier



    Veröffentlichungen:
    USA:
    DVD: Eclectic DVD Distribution (Bonusfilm auf der DVD von "Harry Knuckles and the Pearl Necklace")


    Inhalt:

    Harry Knuckles - auch als Spanish Fly bekannt - ist der Top Agent in Kanada und verfügt über die wohl haarigsten Handoberflächen überhaupt.
    Grade noch hat er als alte Oma verkleidet zwei Bankräuber mit Handkantenschlägen und High-Kicks hinter Schloß & Riegel gebracht, da bietet ein ominöser Geschäftsmann ihm auch schon einen neuen Auftrag an.
    Harry soll für ihn den Schatz der Mumie am Amazonas ausfindig machen, da sich der Mogul von diesem Schatz unbegranzt Macht und Kraft verspricht.
    Der Mumienkönig ist nämlich in der Lage mit dem altertümlichen Kelch aus der Truhe eine Armee von Zombies zu erschaffen.


    Harry lehnt dankend ab, doch als er nach Hause kommt stellt er fest das seine kleine Tochter von dem ominösen Auftraggeber entführt wurde.
    Erst wenn der Agent ihm den Schatz bringt, wird er seine Tochter wieder in die Arme schließen können.


    Zusammen mit seinem Freund - der mexikanischen Lucha Libre Legende Santo - tritt Harry die Reise zur Mumieninsel an.
    Schon auf offener See werden sie von einem Zombie angegriffen und dies ist erst der Anfang des Abenteuers, welches ihnen noch bevor steht.


    Meine Meinung:

    Regisseur Lee Demarbre dürfte den deutschen Filmfans wohl am ehesten durch die Filme SMASH CUT und SUMMER'S MOON ein Name sein.
    Seine ersten Gehversuche im Genre wagte Lee aber schon 11 Jahre zuvor mit seinem ersten Kurzfilm HARRY KNUCKLES, der die Trash-Fans in den USA und Kanada zu begeistern wusste.
    Hierbei muss aber erwähnt werden, das es sich beim ersten HARRY KNUCKLES eigentlich nur um einen Trailer handelt - dieser wird aber als Kurzfilm gehandelt.
    Schon im Jahr darauf folgte das Sequel - welches hier besprochen wird - und 2001 erblickte Demarbre's erster Spielfilm JESUS CHRIST VAMPIRE HUNTER das Licht der Welt.
    Da der Spion aus Ottawa bei den Fans großer Beliebheit erfreute, inszenierte Lee Demarbre 2004 dann sogar noch eine Spielfilm namens HARRY KNUCKLES AND THE PEARL NECKLACE.
    Die Frühwerke des Kanadiers, die zwischen 1998 und 2004 entstanden wurden allesamt auf 16mm gedreht und dies verleiht ihnen einen tollen Retro-Look.


    Bei all seinen Filmen verliert Lee niemals sein Ziel aus den Augen, die Leute auf amüsante Weise zu unterhalten und sie zum Lachen zu bewegen.
    Auch zollt er seinen cineastischen Vorbildern - dem Action-Film, Horror, Martial Arts Flicks, dem asiatischen Action-Film als auch Komödien - auf adäquate Weise seinen Tribut.
    Dies geschieht aber immer mit einem Augenzwinkern und die Produktionen nehmen sich selbst nie wirklich ernst - was dem ganzen einen frischen, lustigen und ungezwungenen Flair verleiht.


    Wer schon mal einen der hier genannten Filme gesehen hat, weiss das diese höchst unterhaltsam sind und auch vor aberwitzigen Ideen strotzen.
    Lee Demarbre bringt einfach den richtigen Sinn für Humor mit und schaffte es sogar David Hess in SMASH CUT zu komödiantischen Glanzleistungen anzutreiben.
    Wie auch in JESUS CHRIST VAMPIRE HUNTER, wird die Rolle hier von Phil Caracas bekleidet und dieser verfügt über ein großes Talent als Comedien und Darsteller - es macht einfach riesen Spaß Caracas bei seinem positiv zottigem Schauspiel zuzusehen
    Jeff Moffet stülpt sich - wie auch in JESUS CHRIST VAMPIRE HUNTER und HARRY KNUCKLES AND THE PEARL NECKLACE - die Maske des mexikanischen Wrestlers und Nationalhelden Santo über und auch er überzeugt erneut durch sein witziges Acting.
    Auch die anderen Darsteller können hier überzeugen und spielen ihre Parts engagiert und mit Spaß an der Sache.
    Das man hier keine Academy Award nominierten Mimen erwarten darf sollte klar sein und ich vermute mal das durch die Bank weg keiner von ihnen eine Schauspielschule von innen gesehen hat.
    Durch die total überzogenen Charaktere passt dies aber alles bestens und jeder Trash-Fan sollte sich die Frühwerke des Kanadiers in die heimische Sammlung stellen.


    Mehr als gelungen ist hier auch wieder der Score, der eine abwechslungreiche Bandbreite bietet die von funkigen Groovern im Blaxploitation Stil bis hin zu 80ger Synthie Elektro im Retro Stil reicht.
    Komponiert wurden diese Stücke von Graham Collins und Josh Grace, die auch bei JESUS CHRIST VAMPIRE HUNTER, HARRY KNUCKLES AND THE PEARL NECKLACE und SMASH CUT ihr Gespür für Können unter Beweis stellen konnten.
    Durch das 16mm Material ist der Gesamtlook des Films selbstverständlich sehr grobköning und roh - aber ein richtiger Trash Film in HD oder sogar real 3D gefilmt, passt eh nicht wirklich zusammen.


    Die Kampfchoreographien könnens sich sehen lassen und machen mit ihren teils außergewöhnlichen Moves wirklich Spaß beim ansehen.
    Auch wenn man dem klassischen Eastern in gewisser Weise Tribut zollt, darf man nur nicht zuviel erwarten - Phil Caracas ist halt kein John Liu, Jet Li oder Wang Yu, der über jahrelanges Training verfügt.
    Bei den Effekten und Masken hat man auf preiswerte, handgemachte Arbeit gesetzt, die voll ihren Zweck erfüllt.
    Grade bei den Choreographien und Effekten kommt aber Lee Demarbres wahres Talent voll zum Zug.
    Er weiss nämlich Kameraeinstellungen nahezu perfekt zu nutzen um eine eine Illusion zu schaffen, die alle eventuellen Mankos wieder ausbügelt.


    Freunde von trashig-witzigen Streifen wie z.B. CAPTAIN BERLIN, CAPTAIN COSMOTIC, CORNMAN oder ULTRACHRIST! werden den Geheimagenten aus Ottawa sehr schnell in ihr Herz schließen.
    Auch nach mehrmaligem Genuß kommt bei den Streifen von Lee Demarbre keine Langeweile auf und von Qualitätsverlust gibt es nicht die geringste Spur.

    8 von 10 stark behaarten Handoberflächen



    Trailer:
    Das es im gesamten Netz keinen Trailer zum Kurzfilm gibt, hier einfach der Trailer zu "Harry Knuckles & the Pearl Necklace!
    https://www.liveleak.com/view?i=48f_1179699134


    Bilder:








    dachte gerade das wäre der Trashfilm, wo die da im Weltraum in der Arena kämpfen :D

    Du meinst "Arena - Todesmatch der Giganten" - auch als "Steel Arena" bekannt...
    Der ist auch knorke und macht Spaß


    Originaltitel: Arena, The
    Herstellung: Italien, USA, 1973
    Regie: Steve Carver, Joe D'Amato
    Darsteller: Margaret Markov,Pam Grier,Lucretia Love,Paul Muller u.a.
    Genre: Sexploitation | Action
    Laufzeit: 82:01 Minuten
    Freigabe: BBFC 18(UK DVD), Rated R(US DVD), MA15+(australische DVD)
    Kinostart: 1974
    Offizielle Seite: hier


    Veröffentlichungen:



    Australien: DVD: Umbrella Entertainment
    Großbritannien:DVD: Addictive Films
    DVD: Prism Leisure Corp.
    Italien: Video: Collezione 'Sex and Violence'
    USA:DVD: New Concorde Home Video
    DVD: Shout Factory


    Inhalt:



    Brundisium, eine kleine römische Provinz circa 2000 Jahre vor unserer Zeit.
    Mit strenger Hand regiert hier Timarchus und gibt dem Volk was sie brauchen um zufrieden zu sein und um sie bei Laune zu halten ; "Brot & Spiele".
    Regelmäßig kauft er Sklaven ein um für den nötigen Nachschub an Gladiatoren zu sorgen und Sklavinnen die Hausarbeiten erledigen und auch den Gladiatoren als Sexdienerinen zur Verfügung zu stehen.


    2 seiner neusten weiblichen Erungenschaften sind die blonde keltische Druidin Bodicia und die dunkelhäutige Nubierin Mamawi.
    Beide wurden ihren Stämmen gewaltvoll entrissen und entführt während die männlichen Stammesangehörigen von den römischen Legionären brutal und skrupellos niedergemetzelt wurden.
    Wie es sich für gute Sklaven gehört beugen sie sich der Hierachie und erledigen ihre Aufgaben gewissenhaft.
    Dazu gehört u.a. auf Festen Wein auszuschenken, die Unterkünfte ordentlich auszufegen und in der Küche arbeiten zu verrichten.
    Und auch die Liebesdienste die sie den ihnen zugeteilten Gladiatoren erweisen müssen erledigen sie mit Bravour und es entsteht sogar eine gewisse Sympathie diesen Männern gegenüber.
    Doch dies währt nicht lange und beide müssen in der Arena ihr Leben lassen.
    Mamawi's Liebeskrieger war, wie sie, auch ein Nubier und nach einer abfälligen, rassistischen Bemerkung bei den täglichen Küchendienste kommt es zu einer handfesten Keilerei.


    Nach diesem "Catfight" inklusive Essensschlacht kommen Timarchus und sein Berater Lucilius auf die glorreiche Idee die Frauen mit ihren barbarischen Tendenzen auch in der Arena gegeneinander antretten zu lassen.
    So hat man 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen ; die Frauen können ihre überschüssigen Energien freilassen und zum anderen werden die männlichen Gladiatoren langsam knapp.
    Was für die Frauen zuerst noch wie ein neckisches Spiel beginnt und keine Opfer fordert wird aber schon bald tödlicher Ernst.
    Denn das Volk will unterhalten werden und Tote sehen.
    Durch einen [lexicon]Trick[/lexicon] ihrer rassistischen Erzrivalin Livia muß diese nicht gegen die nubische Amazone antretten und man schickt stattdessen Lucinia in die Arena.
    Mamawi weigert sich zunächst Lucinia zu töten, aber wenn der Imperator den Daumen niedersenkt duldet er keinen ungehorsam.
    Von Bogenschützen bedroht gibt sie Lucinia den finalen Todesstoß.
    Septimus, ein bulliger und kolossaler Gladiator der mit Lucinia liiert war und ein Kind mit ihr zusammen hat, will um den Tod seiner Geliebten zu rächen dem grausamen Treiben ein Ende setzen und die Amazonenkriegerinnen haben auch schon einen Fluchtplan parat.


    Meine Meinung:



    Beim Dreizack des Timarchus!
    Wenn man sich die Namen der im kreativen Prozess von THE ARENA Beteiligten auf der Zunge zergehen lässt dürfte jeder Exploitation Fan feuchte Augen bekommen.
    Roger Corman war hier als ausführender Produzent tätig; den Registuhl teilten sich Joe D'Amato (MANEATER,ABSURD,SADO etc.) und Steve Carver (SKLAVENHÖLLE DES MANDINGOS,DER GIGANT, MCQUADE-DER WOLF,BIG BAD MAMA) und D'Amato war hier
    auch für die Kamera zuständig, den Schnitt des Films übernahm kein geringerer als Joe Dante (GREMLINS 1&2,PIRANHAS,DAS TIER) und für den Score engagierte Mann
    Francesco di Masi (NEW YORK RIPPER,INGLORIOUS BASTARDS,THE RIFFS 2).
    Und als wäre das nicht schon Anreiz genug garniert Mann dieses Sandalen-Exploitation Konglomerat auch noch mit Pam Grier(COFFY, FOXY BROWN, JACKIE BROWN) und Margaret Markov (THE HOT BOX, FRAUEN IN KETTEN).
    Grier und Markov haben im selben Jahr in dem sie hier als Amazonen in der Arena kämpften ja auch schon zusammen für FRAUEN IN KETTEN vor der Kamera gestanden und auch in THE ARENA harmonieren sie wieder bestens miteinander.
    Exploitation Guru Corman hat hier eigentlich nichts anderes getan als die Thematik seiner Woman in Prison/Woman in Camp Flicks auf das antike Rom zu übertragen und war somit
    sogar dem später aufkeimendem Barbaren-Film Boom mal wieder einen Schritt voraus.


    Anstatt "Frauen in Ketten" gibt es hier halt "Frauen in Kettenhemden" und Corman hat es sich hier nicht nehmen lassen Motive beim italienischem Sandalenfilm zu "entleihen" der sich ja damals großer Popularität erfreute.
    Aus dem herrschsüchtigen Gefängnisdirektors wird hier dann einfach der Imperator der Provinz und die sadistische Oberaufseherin wird durch die strenge Mentorin der Sklavinnen ersetzt.
    Und das Gebräu was er hier serviert funktioniert sogar sehr gut auch wenn man den sonst üblichen Sleaze und die nackte Haut bei THE ARENA aufs wesentliche reduziert hat.
    Fans von deftigen Exploitation Krachern im Stil von Jess Franco dürften wohl ein wenig enttäuscht sein, aber immerhin gibt es auch hier noch etwas nackte Haut zu sehen; sogar so ausreichend das der aufmerksam Zuschauer feststellen kann
    das Pam Grier's Huppen unterschiedlich groß sind:).
    Was natürlich zuletzt in einem Roger Corman Film nicht fehlen darf sind ein paar blutige Details und so kommt man auch hier ein wenig unmotivierten Kunstbluteinsatzt geboten.
    Das D'Amato hinter der Kamera recht routiniert war ist kein Geheimniss und so weiß er auch hier was er zu tun hat um ein paar tolle Bilder einzufangen, auch wenn einige Szenen etwas verpatzt sind und leicht diletantisch wirken.
    Die Schlußszene in den Katakomben ist meiner Meinung nach nämlich viel zu schlecht ausgeleuchte und Leser dessen Interesse an THE ARENA schon geweckt wurde sollten für dies Szenen schonmal ihre Stirnlampe bereitlegen.
    Die Kostüme und Sets sind authentisch, gut gewählt und wenn man hier keinen opulenten Historienfilm wie CALIGULA oder SPARTACUS erwartet sehr zufriedenstellend.
    Sicherlich wirkt das Colosseum ein wenig mickrig und hat eher etwas von einem Nachbau der für einen Freizitpark gebaut wurde, aber das Budget von THE ARENA war wohl auch nicht wirklich hoch.
    Der Score von di Masi ist auch hier mal wieder gelungen. Doch auch hier muss man einige Abstriche machen; es wirkt als hätte man einen Miniscore mit 6 Stücken die dann im Film zum Großteil mehrfach verwendet wurden.
    Dramaturgisch gesehen wird einem nicht viel geboten, dafür wurde das Script und der Dreh selber höchstwahrscheinlich zu schnell runtergekurbelt.


    Die Handlung des Films wurde auch eher überschaulich gestaltet und man bekommt hier eher eine marginal vorhandene Rahmenhandlung vorgesetzt die lediglich dazu dient den Film in unumständlich vorantreiben zu können
    In den ersten 30 Minuten kommt der Film ein wenig schwer in Fahrt aber dafür wird man in den folgenden 50 Minuten mit mehr Action und einigen Kämpfen entschädigt.
    Die Hauptdarsteller Pam Grier und Margaret Markov zeigen sich hier zwar nicht in Hochform wie sie es in FRAUEN IN KETTEN tun, leisten aber in THE ARENA wesentlich solideres Schauspiel als die Nebenakteure.
    Für die Nebendarsteller hat man mit großer Wahrscheinlichkeit italienische Schmierenkomödianten gecastet die für sich für wenig Geld die Toga oder den Brustpanzer übergezogen haben.
    Eine einzige Ausnahme bezüglich schlechter Schauspielkunst in den Nebenrollen ist hier Paul Muller. Den dürften einige Leute noch aus Filmen wie NIGHTMARE CASTLE, FRAUENGEFÄNGNIS, VAMPYROS LESBOS, NACHTS WENN DRACULA ERWACHT oder auch LADY FRANKENSTEIN kennen.


    Eigentlich sagt man ja immer das zuviele Köche den Brei verderben, hier ist es aber eher so als hätte jeder der involvierten mit seinem Lieblingsgewürz an THE ARENA beteiligt um
    daraus ein schmackhaftes und genießbares Schnellgericht zu machen.
    Trash und Exploitation Fans sollten sich trauen diesem Historien Exploiter der nicht allzuviel Wert auf Authentizität legt eine Chance zu geben und wenn sie die ersten 30-35 Minuten geschafft haben wird alles besser, dynamischer und weniger schleppend.
    Ein Unterhaltungswert ist hier jedenfalls gegeben und THE ARENA hat immer noch mehr zu bieten als z.B. Jess Francos Sexploiter wie FRAUENGEFÄNGNIS, FRAUEN FÜR ZELLENBLOCK 9, DIE SKLAVINNEN oder auch Women in Prison Vehikel wie CHAINED HEAT oder HÖLLE IM FRAUENGEFÄNGNIS.


    7 von 10 Kettenhemden


    Trailer:




    Bilder:







    Originaltitel: Sengoku rokku: Hayate no onna-tachi
    Herstellung: Japan, 1972
    Regie: Yasuharu Hasebe
    Darsteller: Mari Tanaka, Keiko Aikawa, Genjirô Arato, Hyôei Enoki, Genshû Hanayagi u.a.
    Genre: Sexploitation | Martial Arts | Action
    Laufzeit: 76:12 Minuten
    Freigabe: ungeprüft (ungeschnitten), FSK 16 (geschnitten)
    Kinostart: 14.02.1974 (Deutschland)
    Offizielle Seite: hier



    Veröffentlichungen:


    Deutschland :
    DVD: Cine Club (Special Edition)
    DVD: Movie Power / KNM (CUT)
    DVD: Retrofilm (111 Limited Edition)
    DVD: Retrofilm (111 Limited Edition) Cover B
    Video: Carina Video
    Video: TVP Transvideo


    Japan: DVD: Geneon / Nikkatsu



    Inhalt:


    Eno ist die Anführerin einer 7-köpfigen Amazonentruppe von Frauen welche "Die Wildkatzen" genannt wird.
    Ihr täglich Brot verdienen sie sich indem sie Wegelagerer und Reisende überfallen und bis auf ihr letztes Hemd ausnehmen.
    Diese Frauengang ist skrupellos-brutal, Sexbesessen und schreckt auch vor Mord und TOtschlag nicht zurück um an Macht und Reichtum zu kommen.


    Da ihre alltäglichen Methoden zur Geldbeschaffung nicht immer ausreichend sind, will man sich auch im Mädchen-und Waffenhandel versuchen.
    Da ist es nur förderlich, das die Anführerin Eno eine Liasion mit dem Bordellbesitzer Taro hat der ihnen die Tür in dieses Metier öffnen soll.
    Auch Taro strebt nach Macht, Ansehen und Reichtum und als Revoluzzer kann man ihn auch betiteln.
    Es macht das Gerücht die Runde, das ein Gruppe von Mönchen um die 200 Gewehre transportiert und das sie schon bald in der Nähe sein werden.
    Diese Chance will Puff-Daddy Taro sich nicht entgehen lassen um an Schußwaffen zu kommen und hat den Hinterhalt und Überfall auch den Transport schon bestens organisiert.
    Doch ihm wird die Suppe ordentlich versalzt und die Ware entpuppt sich als Finte.
    Der Trupp den er Überfallen hat anstatt der begehrten Flinten nämlich nur Salz für seine Suppe in den Kisten.


    Unsere "Wildkatzen" haben von der Täuschung Taro's Wind bekommen und haben die Verfolgung des echten Waffentransports aufgenommen und an einem Wasserfall wird sich Mittels vergiftetem Wasser und Schwertern der Mönche entledigt.
    Per Brief wird dem Bordellkönig mitgeteilt das Eno und ihre Mädels die Gewehre in ihren Besitzt gebracht haben und auch ein Treffpunkt in einem anderen Dorf mitgeteilt.
    Das die eigentlichen Besitzer der Waffen über den Verlauf des Transports nicht glücklich sind liegt auf der Hand und man leitet Maßnahmen in die Wege um die Ware zurück zu erlangen und wie geplant an den Kaiser zu liefern.


    Weder die "Wildkatzen" noch Taro wissen nämlich das sie sich mit den falschen Leuten angelegt haben und das deren Kopfgeldjäger und Handlanger schon längst im Dorf eingetroffen sind.
    Die Kätzchen trennen sich um sich am Glücksspiel, Sex mit Europäern oder Sex im allgemeinen zu erfreuen.
    Das siebte Rad am Wagen der "Wildkatzen", welches auf eigene Faust in der Stadt unterwegs ist, wird aufgespürt, vergewaltigt und letztendlich getötet.


    Die Kätzchen sind aber alles andere als handzahm und werden von ihren Feinden nicht umsonst als "Satansweiber" betitelt und so sinnen sie auf Rache.......


    Meine Meinung:



    Yasuharu Hasebe (STRAY CAT ROCK:SEX HUNTER, RAPE!, ASSAULT!JACK THE RIPPER), der ein Jahr nach DIE NACKTEN UND DIE BESTIEN den vierten Teil der SASORI Reihe drehte, hat mit diesem Flick hier eine wirklich eigenwillige Mischung auf den Zuschauer losgelassen.
    Hasebe, welcher bei Nikkatsu als Spezialist für "Pinky Violence" Filme galt, gibt sich auch hier nicht mit Subtilitäten zufrieden und der Zuschauer bekommt ein für den Regisseur typisches Gebräu serviert.
    Grade auf den Zuschauer aus Westeuropa wirken Filme aus dem asiatischen Raum oft befremdlich und bei DIE NACKTEN UND DIE BESTIEN hat man es mit einem (S)Exploitation Kracher zu tun der dies nochmal unterstreicht; diese Mischung aus Sexfilm und Eastern ist recht einzigartig und eigenwillig.
    Eine Mischung aus Sexploitation und Eastern hat man in diesem Ausmaß eigentlich nur in KARATE,KÜSSE,BLONDE KATZEN gesehen und deshalb hinkt hier auch der Vergleich mit diesem Film nicht.


    So bekommt man hier eine Menge nackter Tatsachen und Kopulation zu sehen welche mit kruden Gewaltspitzen garniert werden.
    Die Special FX kann man am besten mit denen aus der OKAMI Reihe vergleichen und sprudelnde Blutfontäne stehen auch hier an der Tagesordnung.
    Die Gewalt im Film ist aber eher zweitrangig und neben Kämpfen, Vergewaltigung und leichter Folter steht eher die sexuelle Interaktion im Vordergrund.
    Und diese sexuellen Eskapaden haben es wirklich in sich und man bekommt zweifelsohne einige der einzigartigsten und skurrilsten Beischlafpraktiken zu sehen die auf Zelluloid gebannt wurden und so das Herz des Bahnhofskinogänger im Trenchcoat höher schlagen lassen.


    Sehr zugute kommt dem Film auch seine recht kurze Laufzeit, so das keine Durststrecken aufkommen in denen man sich langweilt.
    Über die Inszenierung des Films kann man sich auch nicht beklagen und es ist sehr oft gelungen wirklich imposante und beeindruckende Bilder einzufangen, die oft stark an die Cinematografie in Filmen wie CHINESE GHOST STORY, LADY SNOWBLOOD oder SASORI erinnert.
    Dies steht aber auch im ständigen Kontrast mit dem trashigen Charme des Films, denn wenn nackte Frauen sich auf's Pferd schwingen oder ihren sexuellen Gelüsten freien Lauf lassen ist ein gehöriger Sleaze Anteil nicht zu leugnen.
    DIE NACKTEN UND DIE BESTIEN könnte auch wahrlich eine Verfilmung eines Mangas sein; oft comicartig und wild so das es schon auf positive Art überzogen wirkt.


    Für eine nicht unerhebliche Belustigung sorgt definitiv auch die deutsche Syncho, welche glatt aus der Rainer Brandt Synchronschmiede kommen könnte und mit mehr als nur einigen zottigen Dialogen daherkommt.
    Da hätten wir zum Beispiel direkt am Anfang des Films schon eine schwertschwingende Auseinandersetzung zwischen zwei Samurai, wobei dann einer zu dieser Erkenntnis kommt :


    "Wir sind beide sehr gute Krieger! Laß uns lieber zusammen einen Trinken!"


    Filmfans die auf Political Correctness bedacht sind dürfte sich oft bei der Synchro die Fußnägel nach oben Rollen!
    Die Sexszenen werden nämlich meistens von reisserischen Kommentaren der Darsteller begleitet; verbaler Sexzismus steht hier also an der Tagesordnung und ich bin mir sicher Alice Schwartzer würde aus DIE NACKTEN UND DIE BESTIEN einen Stummfilm machen wenn nicht sogar ganz verbieten!


    Die Filmmusik läßt eine tolle Euro-Sexploitation Stimmung aufkommen und und die beswingten Tracks klingen sehr stark nach Gert Wilden's Soundtracks zu den SCHULMÄDCHEN-REPORT Filmen; Easy Listening Fans werden an diesem Score ihre volle Freude haben!
    Der Film hat sogar einen eigenen Titeltrack, was daruf schließen läßt das der Score extra für den Film geschrieben wurde; man sieht also das Regisseur Hasabe sich nicht lumpen ließ um ein rundes Gesamtpaket abzuliefern.


    Die darstellerischen Leistung gehen auch alle vollkommen okay und auch die weiblichen Protagonisten sind recht ansehnlich.
    Sehr amüsant sind definitiv die beiden Darsteller der Europäer die in meinen Augen aussahen wie Italiener.


    Bei der Charakterzeichnung hätte man etwas mehr Wert auf Tiefe legen können, da selbst die 7 Hauptdarstellerinen recht austauschbar sind und man keinen wirklichen Bezug zu ihnen herstellen kann.
    So verwundert es dann auch nicht, wenn es den Zuschauer recht Kalt läßt wenn wenn eine von ihnen gefoltert, vergewaltigt oder gar getötet wird.
    Auch von der Story und deren Entwicklung sollte man nicht zuviel erwarten, da das Script nicht wirklich viel hergibt und simpel gestrickt ist.
    Dies beinträchtigt den Filmgenuss aber in keinster Weise; bei einem Filmtitel wie DIE NACKTEN UND DIE BESTIEN erwartet wohl niemand einen Academy Award Gewinner.


    Filmfans die sich mal ein eigenwilliges Konglomerat aus Eastern-Action und Sexploiter zu Gemüte führen wollen kommen, neben KARATE,KÜSSE,BLONDE KATZEN, an DIE NACKTEN UND DIE BESTIEN nicht vorbei!



    7 von 10 nackten Amazonen mit Katana


    Trailer:


    asiamovieclub.de/bild/dienackten/01.mp4


    Bilder:








    Meine Meinung:


    Regisseur Kurando Mitsutake - der übrigens auch in der TV-Serie HEROES mitspielte - legt mit LONE WOLF nach MONSTERS DONT GET TO CRY seine zweite Regiearbeit ab.
    Eventuell könnte man denken das LONE WOLF im Fahrwasser der in den letzten Jahren aufkeimenden Japan-Trash-Gore Filme wie TOKYO GORE POLICE, THE MACHINE GIRL oder MUTANT GIRLS SQUAD schwimmt, doch dies trifft hier nur bedingt zu.
    LONE WOLF ist vielmehr eine Homage an die "Spaghetti-Western" der 60ger und 70ger, amerikanische Grindhouse Flicks und japanische "Ken-geki" Filme (auch Chambara genannt) wie die OKAMI Reihe, LADY SNOWBLOOD, THE SWORD OF DOOM, ZATOICHI oder auch YOJIMBO.
    Mitsutake hat seine "Hausaufgaben" gemacht und ihm gelingt es auf innovative, eigenständige Weise diese Genres zu fusionieren und in neuem Gewand zu präsentieren.


    Es wird zwar behauptet das LONE WOLF von Tarantinos KILL BILL inspiriert wurde, doch dies stimmt nicht so ganz!
    Zum einem schöpft Tarantinos KILL BILL ja selbst aus dem Fundus des Italo-Western und Eastern um diesem seinen Tribut zu zollen.
    Zum anderem basiert Mitsutake's LONE WOLF auf einem Kurzfilm, der schon vor KILL BILL entstanden ist - von einem KILL BILL Plagiat kann also durchaus nicht die Rede sein!


    Auch wenn man es hier mit einem Low Budget Indie-Film zu tun hat, dem kein riesen Budget zur Verfügung stand, wirkt sich dies nicht negativ auf das Werk aus.
    Zwar präsentiert sich LONE WOLF bildtechnisch im neumodischen Gewand, was aber keinen Kritikpunkt darstellt.
    Der Film ist eben auch in der heutigen Zeit angesiedelt und spielt nicht im Anno Dazumal im wilden Westen oder währen der samurai-Ära und somit wirkt das Gezeigte schon authentisch.


    Mitunter wurden hier von der Kamera aber durchaus imposante Bilder eingefangen.
    Hier treffen beeindruckende Landschaftsaufnahmen von den unendlichen Weiten der Wüste wie in den "Spaghetti-Western" auf "Ken-geki" Ästhetik wie in EIN HAUCH VON ZEN oder auch neueren Filme wie TIGER & DRAGON.
    Grade die Szenen in den Wäldern, wo es Blüten von Bäumen regnet sind mehr als gelungen lassen keine Wünsche offen.


    In den Kampfszenen wiederum kommt permanent der Grindhouse-Look mit all seinen Stilelementen wie Kratzern, ausgeblassten Farben, mangelhaftem Bildmaterial und Filmrissen zum Einsatz, was für ein stimmiges Gesamtbild sorgt.
    Leider schaut der deutsche Konsument hier aber wieder in die Röhre, da die deutsche Fassung um genau diese Szenen erleichtert wurde.
    Dadurch das diese Szenen mit einem hohen Kunstblutgehalt gesegnet sind, wurde für die deutsche Fassung leider genau dort die Schere angesetzt.


    Diese Splattereskapaden haben es wirklich in sich und es gibt Blutfontänen en masse zu bewundern - Fans von den oben schon erwähnten OKAMI und LADY SNOWBLOOD Filmen werden sofort merken das diese Titel für die FX Pate standen.
    Zwar wirken einige der Effekte - grade bei abgetrennten Gliedmaßen - nicht wirklich realistisch, doch auch dies ist zu verschmerzen.
    Die Szenen in der sich unser Held die Augen aussticht, ist wahrlich sehr krude ausgefallen - die Art der FX und der Inszenierung wecken Erinnerungen an den guten, alten Signore Fulci.


    Die Story mag zwar nicht grade Innovativ sein und ist ein wenig Klischeehaft, doch der Blutgehalt und Coolnes-Faktor machen dies wieder wett.
    Andererseits ist bei der Story auch erneut bemerkbar das es sich um eine Homage an die Old School Eastern/Martial Arts Filme handelt - hier werden die gängigen Muster einfach übernommen und der Fan bekommt das was er sich erhofft.
    Einen großen Bonus kann LONE WOLF durch die im Film vorkommenden Rückblenden einheimsen, welche in blassen Farben zum besseren Verständniss der Story beitragen und den Film auch kurzweiliger machen.


    Bei den Charakteren ist ein gewisser Grad an Überzeichnung zu verzeichnen, was sich aber bei so einem "Over-the-Top" Grindhouse-Martial Arts-Western nicht negativ auswirkt.
    Die Darsteller haben einen leichten Hang zum Overacting, was bei LONE WOLF allgemein notwendig ist.


    Domiziano Arcangeli(WEREWOLF IN A WOMENS PRISON, FLUCH DES VERBORGENEN SCHATZES, BLACK ZOMBIES) als Bösewicht Flesher spielt wirklich genial und haucht seinem verrückten Charakter förmlich Leben ein.
    Jeffrey James Lippold (MEMPHIS RISING : ELVIS RETURNS, THE BRIDES OF SODOM), der den "Drifter" spielt, strotz vor Coolnes und weiß auch zu überzeugen.
    Darstellerisches Highlight ist natürlich Regisseur und Hauptdarsteller Kurando Mitsutake, der sichtlich inspiriert von den alten Helden des Easterns eine adäquate Performance liefert.
    In einer kleinen Nebenrolle ist übrigens sogar Amanda Plummer zu sehen, welche die meisten noch aus PULP FICTION, GOD'S ARMY oder 7 DAYS TO LIFE kennen dürften.
    Mir persönlich hat auch Mariko Denda als barbusige Auftragskillerin sher gut gefallen!


    Um dem ganzen Szenario auch eine adäquate musikalische Untermalung zu geben hat sich Komponist Dean Harada von den Italo-Western der 60ger und 70ger inspirieren lassen.
    Man spürt das die großen Komponisten - allen voran Ennio Morricone - für den Soundtrack Pate standen und Harada gelingt es perfekt die gängigen Sounds in leicht moderner Form zu präsentieren.


    In meinen Augen ist LONE WOLF wesentlich gelungener als z.B. THE GOOD, THE BAD AND THE WEIRD oder Takashi Miike's SUKIYAKI WESTERN DJANGO, welche mich beide nicht überzeugen konnte.
    Kurando Mitsutake hat hier eine temporeiche, liebenswerte und blutige Homage an die Klassiker des Genres geschaffen, welche nie die Eigenständigkeit aus den Augen verliert.



    9 von 10 hypnotischen Tiger-Tattoos


    Bilder:










    Originaltitel: For Y'ur Height Only
    Herstellung: Philippinen, 1981
    Regie: Eddie Nicart
    Darsteller: Weng Weng, Yehlen Catral, Carmi Martin, Anna Marie Gutierrez, Beth Sandoval, Mike Cohen, u.a.
    Genre: Action | Exploitation | Martial Arts
    Laufzeit: ca. 83 Minuten
    Freigabe: ungeprüft
    Kinostart: ?
    Offizielle Seite: hier


    Veröffentlichungen:



    Deutschland:
    DVD: filmArt (Limited Collector's Edition)
    Video: Comet Video
    Video : IHV
    Großbritannien: Video: ABC
    USA: DVD: Mondo Macabro
    DVD: Simitar



    Inhalt:

    Agent 00, der für den philippinschen Geheimdienst arbeitet, hat grade erst Lola aus den Fängen einer Zuhälter und Mädchenhändlerbande befreit und unverzüglich wartet schon der nächstet Auftrag auf ihn.
    Doktor van Kohler, ein renomierter Wissenschaftler der wegen eines Kongress im Land ist, wurde von Tiger und seinen Schergen entführt und auf eine private, abgelegene Insel gebracht.
    Tiger arbeitet im Auftrag von Mr. Giant, der stets im Hintergrund agiert und mit seiner rechten Hand durch einen Zauberspiegel kommuniziert, bei dem Schneewitchens Stiefmutter noch neidisch werden könnte.
    Giant will mit der Hilfe von van Kohler eine atomare Superbombe herstellen und mit Hilfe dieser die Weltherrschaft an sich reißen.


    Von seinem Chef wird Agent 00 mit den neusten Gadgets - Röntgenbrille, Kugelschreiberpistole Jetpack, ferngesteurter Hutwaffe und Kommunikationsamulett - ausgestattet und sofort auf den Syndikatboss angesetzt.
    Zur Unterstützung des Agenten hat man Undecover die Agentin Irma eingeschleust, die in Tiger's Drogenfabrik arbeitet.
    Ein steiniger Weg mit vielen Auseinandersetzungen, in denen der Agent 00 viele Tritte in die Weichteile der Gangster tätigen muss steht dem Mini-Agenten bevor um die Welt zu retten.


    Meine Meinung:


    Ist einem der Einstieg in die Welt der Trash-Movies einmal erfolgreich gelungen scheint der Fundus an Filmen schier unerschöpflich und zwangsläufig führt dabei auch kein Weg an philippinschen Filmen der Handelsklasse B vorbei.
    Diese Produktionen standen den europäischen und amerikanischen Pendant in nichts nach und der geneigte Fan bekam auch in diesen Produktionen eine Menge Gewalt, nackte Haut und kohärente Plots geboten.
    Regisseur und Produzent Roger Corman war sich schon in den frühen 1970gern darüber bewußt, welches Potenzial die Philipinen boten um reißerische Filme dort kostengünstig zu realisieren.
    Für einige seiner zügellosesten Filme schickte Corman Akteure wie Sid Haig oder/und Pam Grier auf die Philipinen und das Resultat waren Kult-Filme wie THE BIG DOLL HOUSE, FRAUEN IN KETTEN, THE BIG BIRD CAGE oder FRAUEN HINTER ZUCHTHAUSMAUERN.
    Zum Erfolg und der Popularität dieser Exploitation-Kracher leisteten vor allem die Regisseure Jack Hill (DIE BRONX-KATZEN, FOXY BROWN, DIE MÄCHE DES LICHTS, BIG BIRD CAGE, BIG DOLL HOUSE), Eddie Romero (THE TWILIGHT PEOPLE, BLOOD ISLAND Trilogie, FRAUEN IN KETTEN, BEAST OF YELLOW NIGHT), Bobby A. Suarez (SUPERBOY 1&2, CLEOPATRA WONG, OPERATION OVERKILL) und Cirio H. Santiago (TNT JACKSON, CAMP DER VERLORENEN FRAUEN, BLOODFIST 2050, TREIBJAGD AUF LIEBESHEXEN, HELLS ANGELS IN VIETNAM) einen großen Beitrag.
    Inmitten dieser Regisseure befindet sich auch ein wirklich außergewöhnlicher Darsteller wieder, der durch seine geringe Körpergröße auf sich aufmerksam machte und desen Name Weng Weng ist.


    "Liebling, ich habe den Agenten geschrumpft" würde einen schönen Alternativtitel für dieses philippinsche James Bond Rip-Off abgeben.
    AGENT 003½ bildet mit AGENT 00 und THE IMPOSSIBLE KID eine Trilogie um den Mini-Agenten, der von Weng Weng verkörpert wird und hat nun auch endlich eine deutsche DVD-Veröffentlichung bekommen.
    Allein schon durch die körperliche Präsenz von Weng Weng ist AGENT 003½ als Kuriosum zu bezeichnen, welches dem großen Vorbild James Bond aber in nichts nachsteht.
    Sichtlich macht sich auch bei den Gadgets mit denen der Agent ausgestattet wird mehr als bemerkbar und der hier vorkommenden Hut mit scharfer Überraschung in der Krempe war ja auch schon in einem James Bond Film zu bewundern.
    Aber auch bei der Charakterzeichnung steht Weng Weng dem höher gewachsenem Briten in nichts nach - in bester Ladykiller Manier wickelt auch der grade mal 83 Centimeter große Haudegen die Frau um den Finger.
    Beim musikalischen Titelthema hat man sich für AGENT 003½ auch von James Bond inspirieren lassen und bevor Weng Weng in der Opening-Sequenz das erste mal in Erscheinung tritt, sieht alles noch nach dem britischen Original aus.


    Interessant ist, das AGENT 003½ eigentlich nicht als Parodie auf die James Bond Filme gedacht war und auch keine Komödie darstellen sollte.
    Dies kam erst durch die Synchronisationen - im englischen als auch im deutschen - zu Stande, was dem Film aber eine charmante Note verpasst und in meinen Augen nicht schadet - man könnte schon fast behaupten das diese Synchro den Film in seinem wahren Bestreben sabotiert.
    Der Betrachter bekommt hier durch diese Synchro einiges an Schenkelklopfern geboten, wie man sie sonst nur in Filmen wie DAS SÖLDNERKOMMANDO, DJANGO NUDO oder 3 ENGEL AUF DER TODESINSEL vorfindet - man könnte fast meinen Rainer Brandt wäre hier für die zotige Synchro zuständig gewesen.
    Sprüche vom Kaliber wie „Mein Affe trägt 'nen Colt. Dir haben sie wohl ins Gehirn geschissen!“ oder „Deine Zähne sind schon ganz braun vom Scheiße labbern!“ gehören hier zum guten Ton und stehen selbstredend für das was der Zuschauer hier um die Ohren gehauen bekommt - das dabei kein Auge trocken bleiben dürfte versteht sich von selbst.
    Genau diese launig-markante Synchro macht den Film auch wesentlich gourtierbarer als er im O-Ton wahrscheinlich wäre - denn immer wenn sich eine narrative Durststrecke bemerkbar macht, hängen sich die Sprücheklopfer mit ihrer gesamten, hahnebüchener Ideenvielfalt voll rein um den Zuschauer bei Laune zu halten.


    In AGENT 003½ kommt aber auch der Action-Fan voll auf seine Kosten und bekommt handfeste Keilereien und Schußwechsel im Minutentakt geboten.
    Wirklich genial ist dabei Weng Weng's Lieblingsmove, bei dem er seinen Gegnern in die Weichteile tritt, durch ihre Beine hindurchschlüpft um ihnen dann den finalen Handkantenschlag zu verpassen - etwas das erst durch die Kleinwüchsigkeit des Hauptdarstellers möglich gemacht wird.
    Bei den Schußwechseln profitiert der Film auch wieder von dieser Körpergröße, da Weng Weng prädestiniert ist auch in engen Räumen über den Boden zu rutschen und die Gangster mit seiner 25er Spezial auszuschalten.
    Insgesamt gesehen kann man zweifelsohne behaupten, das etwas in dieser Art nur in den Agentenfilmen mit Weng Weng vorzufinden ist.


    Von den hier agierenden Protagonisten darf man nicht zuviel erwarten, da sich diese alle auf Laienniveau bewegen und Weng Weng die Hauptattraktion ist.
    Der Mini-Agent gibt aber wirklich alles und fliegt wie ein geölter Blitz die Treppen hinunter und verteilt Tritte und Schläge das die Schwarte kracht - alle Stunts und Kampfchoreographien wurden übrigens von ihm selbst performt und kein Double war dafür zuständig.
    Die restliche Riege der Darsteller aber als Knallchargen zu bewerten, wäre ihnen nicht wirklich fair gegenüber.
    Um ihre darstellerischen Qualitäten objektiv bewerten zu können, sollte man den Film nämlich im O-Ton mit sinngemäßen Untertiteln schauen.


    Zu Eingang der Bewertung wurde schon die musikalische Untermalung des Films erwähnt und diese ist wirklich gelungen und lobenswert.
    Neben dem verwursten des James Bond Titelthemas gibt es hier unter anderem auch eine instrumentale Philipino-Version von Earth, Wind and Fire's "Boogie Wonderland" zu hören, zu dem Weng Weng sogar in der Disko das kurze Tanzbeinchen schwingt.
    Beindruckend in AGENT 003½ sind wahrlich die Gadgets die hier aufgefahren werden - Pistolen-Kugelschreiber, Flugregenschirm, Jetpack, Röntgenbrille oder fliegende Hutwaffen sind nur einige der Gimmicks, die selbst "Q" für den britischen Agenten nicht besser hätte entwerfen können.


    Das der Film storytechnisch nicht viel hergibt, sollte beim Lesen dieser Rezension jedem klar sein.
    So hangelt sich unser Agent eigentlich von einer Klopperei bzw. Schießerei zur anderen um sich im Finale mit Mr. Giant in einem Kung Fu Duell gegenüber stehen zu können.
    In diesem Finale - wenn Mr. Giant in seiner vollen Größe präsent ist - gibt es sogar nochmal eine im wahrsten Sinne des Wortes kleine Überraschung.
    Gesamt gesehen bekommt der Trash-Fan hier einen leicht kuriosen, kurzweiligen Actionklopper der erst durch die launisch-markante, deutsche Synchro voll zur Geltung kommt.


    8,5 von 10 Mini-Agenten


    Trailer:





    Bilder:




    Großartiger Film. Fraco Nero als Ninja war eine gute Wahl, auch wenn er keine Kampfsport Skills hatte. Aber das störte ja Cannon bei American Fighter und Dudikoff auch nicht :D

    Und Zachi Noy als Ersatz "Mann mit der Todeskralle" ist auch klasse :)


    Und ich finde Nero gibt mMn einen besseren Ninja ab als Dudikoff


    Originaltitel: Enter the Ninja
    Herstellung: USA, 1981
    Regie: Menahem Golan
    Darsteller: Franco Nero, Susan George, Shô Kosugi, Christopher George, Zachi Noy u.a.
    Genre: Action | Martial Arts
    Laufzeit: 95:44 Minuten
    Freigabe: FSK Keine Jugendfreigabe/ab 18
    Kinostart: 16.07.1981 (Deutschland)


    Veröffentlichungen:



    Deutschland:DVD: Ascot Elite / Infopictures
    DVD: Cannon (Bootleg)
    DVD: Retrofilm (Cover A)
    DVD: Retrofilm (Cover B)
    DVD: Retrofilm (Kleine Hartbox) Cover B
    DVD: Unbekannt (Bootleg)
    Blu-ray Disc: Ascot Elite
    Video: RCA / Columbia Pictures
    Video: RCA Columbia Pictures
    Großbritannien:
    DVD: M.I.A.
    DVD: Optimum
    Video: RCA / Columbia Pictures
    Video: RCA / Columbia Pictures (Silver Series)
    Italien: Video: RCA Columbia
    Niederlande: Video: RCA
    Schweiz: Video: Stella Video
    USA:DVD: MGM (Limited Edition Collection)
    Video : MGM


    Inhalt:


    "Die Ninja sind eine uralte japanische Kriegersekte. Sie beherrschen die Kunst des Tötens in höchster Vollendung. Schon vor hunderten von Jahren stellten sich die Ninja in den Dienst der Reichen und Mächtigen und erledigten gegen hohe Bezahlung jeden Mordauftrag mit höchster Perfektion. Experten waren davon überzeugt, dass die Tradition der Ninja der Vergangenheit angehören würde, bis Inspektor Tao die schreckliche Erfahrung macht, daß der mörderische Clan der Ninja die Jahrhunderte überdauert hat..." (Cover-Text)



    Meine Meinung:



    Grade in den 1970gern und 1980ger Jahren boomten die Ninja Filme, so das eigentlich schon von einem eigenem Subgenre des Martial Art Films gesprochen werden kann.
    Auf dem Höhepunkt dieser Welle hieß das Motto wohl "Desto mehr Ninjas, desto bunter!" und die Filmemacher weltweit nahmen alles was der örtliche Stoff-und Kurzwarenhändler an Farben zu bieten hatte - Ninja in Pink, Gelb, Lila oder sogar Camouflage waren keine seltenheit.
    Die Cousins Menahem Golan und Yoram Globus - seineszeichen Inhaber der "Cannon Group" - waren bekannt dafür populäre Genres für sich zu nutzen um mit ihren B-Movies die eigenen Kassen zu füllen.
    Das israelische Gespann zögerte auch bei dieser populären Genre-Welle nicht lange und sie ließen die Schattenkrieger ihre Katana für sich schwingen um sich ein Stück vom profitablen Ninja-Kuchen herausschneiden zu lassen.
    Das diese Rechnung aufging liegt auf der Hand, denn nach NINJA - DIE KILLER-MASCHINE folgten noch DIE RÜCKKEHR DER NINJA (1983) und DIE HERRSCHAFT DER NINJA (1984), welche zusammen die sogenannte "Sho Kosugi Ninja Trilogie" bilden.


    Den ersten Ninja der Filmgeschichte gab es in Japan übrigens schon im Jahr 1928 in dem S/W Stummfilm KURAMA TENGU auf der Leinwand zu sehen.
    Bis der Schattenkrieger Einzug in den westlichen Film hielt, sollte es aber noch bis 1967 dauern und eine erste Präsenz war in dem James Bond Film MAN LEBT NUR ZWEIMAL zu verzeichnen.


    Bei NINJA - DIE KILLER-MASCHINE fällt einem sogleich der doch recht außergewöhnliche Cast ins Auge - allen voran Franco Nero (DJANGO, WENN DU KREPIERST - LEBE ICH, KEOMA, WOLFSBLUT), der ja eher für italienische Genre-Kost bekannt ist.
    In der Rolle des Ninja "Cole" kann Franco Nero vollends überzeugen und kann unter Beweis stellen das - auch wenn er im Kampfsport nicht wirklich zuhause ist - die choreographierten Kämpfe ihm keinerlei Probleme bereiteten.
    Schattenkriegern die 4-stöckige Häuser aus dem Stand heraus hochspringen sind nicht zu bewundern, was dem Film im Realismu aber sehr förderlich ist.


    Die Zeichnung des weiblichen Charakter namens "Mary Ann" ist bei NINJA - DIE KILLER-MASCHINE zweifelsohen sehr gelungen -auf die sonst üblichen Klischees einer schwachen Frau die sich nicht traut alleine im Dunkeln das stille Örtchen aufzusuchen wurde vollkommen verzichtet.
    Susan George (WER GEWALT SÄT, MANDINGO, DIE FRATZE, KESSE MARY - IRRER LARRY) spielt den Part der starken Frau sehr überzeugend und schwingt auch schonmal lasziv mit der Schrotflinte herum.


    Ihr Ehemann im Film wird von Alex Courtney (RETALIATOR, BLACK JACK, STATE PRISON) der seinen Job souverän meistert.
    Nur dessen Charakterzeichnung läßt ein wenig zu wünschen übrig und er agiert teils unlogisch.
    Dies macht sich vorallem bemerkbar als er seinem besten Freund "Cole" die Erlaubniss gibt mit seiner Frau zu schlafen.
    Nur weil er unter dem "schlaffen Nudel Syndrom" leidet ist dies doch noch lange kein Grund, aber in Zeiten wo es noch keine rautenförmigen,blauen Pillen von Pfitzer zur Behandlung von erektiler Dysfunktion gab sah dies wohl anders aus.


    Christopher George (EIN ZOMBIE HING AM GLOCKENSEIL, PIECES- DER KETTENSÄGENKILLER, DER EXTERMINATOR) spielt den Bösewicht Venarius in seiner exzentrisch-diabolischen Art überzeugend - Kritikpunket bezüglich seiner Darstellung gibt es so gut wie keine.
    Als Sidekick steht im Zachi Noy zur Seite, den die meisten als dicken Johnny aus den EIS AM STIEL Filmen kennen dürften.
    Noy als Bösewicht zu sehen ist mal eine willkommene Abwechslung zu den treudoofen Charakteren die er sonst spielt.
    Was bei seiner Rolle als "Der Haken" - der von der namensgebenden Hakenhand herführt - sofort auffällt ist die Anspielung an DER MANN MIT DER TODESKRALLE und auch der Originaltitel ENTER THE NINJA dürfte ein Verweis auf den Bruce Lee Film sein der im Original ja ENTER THE DRAGON heißt.


    Den Part des ebenbürtigen Bösewichts Nero's übernimmt hier Sho Kosugi (NINJA ASSASSIN, BLINDE WUT, DIE 9 LEBEN DER NINJA) der eine grandiose Leistung erbringt.
    Hier müssen nur einige Abstriche gemacht werden und Kosugi zeigt nicht sein ganzes können - dies dürfte wohl darauf zurückzuführen sein, das er Franco Nero in Sachen Kampfsport überlegen war.
    Ein kleiner Wehrmutstropfen ist auch das Kosugi's Auftritt recht kurz geraten ist und sich seine Präsenz hauptsächlich auf die ersten 10 Minuten und das Finale beschränkt.


    "Nur ein Ninja kann einen Ninja töten!"

    Auch wenn es genügen handfeste Auseinandersetzungen gibt und der Film mit temporeichen Actionszenen punkten kann, sollte der Fehler vermieden werden NINJA - DIE KILLER-MASCHINE mit heutigen Standards zu vergleichen!
    Ich persönliche bevorzuge es wenn die Action nicht so schnell gefilmt und geschnitten ist und somit für das bloße Auge noch wahrnehmbar ist und dieses Kriterium wird hier definitiv erfüllt.
    Begrüßenswert ist, das die Storyentwicklung konstant vorangetrieben wird und nicht zu Gunsten einer Action-Überdosis leidet.


    Wirklich neu oder vollkommen innovativ ist die hier erzählte Geschichte zwar nicht, läßt auf der anderen Seite aber auch keine großen Kritikpunkte aufkommen.
    Ein winziger Kritikpunkt ist das Gut und Böse etwas stereotypisch dargestellt werden - hier ist der weiße Ninja der gute und der Böse tritt im schwarzen Anzug auf, was man mitunter als ninja'sches Phrasendreschen bezeichnen könnte.


    Der von W. Michael Lewis beigesteurte Score kann sich definitv hören lassen und trägt die Handschrift des Komponisten, der auch die Musik für Filme wie SHOGUN ASSASSIN, THE KILLING OF AMERICA und DIE RÜCKKEHR DER NINJA komponierte.
    Hier gibt es somit auch wieder tolle 80ger Retro Synthesizer Klänge zu hören die sich bestens ins Geschehen einfügen.


    Da NINJA - DIE KILLER-MASCHINE auf den Phillipinen spielt - in Manila um genau zu sein - ist es begrüßenswert das der Film auch dort gedreht wurde.
    So war man im Stande den exotischen Flair der philippinischen Hauptstadt realistisch für sich zu nutzen.


    NINJA - DIE KILLER-MASCHINE war damals in Deutschland aufgrund seiner Gewaltdarstellungen als VHS indiziert, was absolut ungerechtfertigt ist.
    Während der Kämpfe mit allem was die ninja'sche Waffenkammer hergibt fließt zwar oft auch mal das Kunstblut, artet aber nie in selbstzweckhafter Gewalt aus und sollte als Stilmittel betrachtet werden!
    Da wo mit Langspeeren, Wurfsternen, Katana und Konsorten gehobelt wird, fallen halt auch öfters mal blutige Späne.
    Zusätzlich entschärft die unfreiwillige Situationskomik, die vor allem in den Szenen mit Zachi Noy und Christopher George oft zum tragen kommt, die Gewaltdarstellung und so ganz ernst kann man den Film dadurch nicht nehmen.


    Fans von B-Actionern aus dieser Dekade dürfte vor allem die Kurzweiligkeit von NINJA - DIE KILLER-MASCHINE überzeugen und somit ist der Film ein essentieller Bestandteil jeder guten Sammlung!
    Auch nach mehrmaligem Anschauen sind hier keine Qualitätsverluste zu verzeichnen und es macht einfach nur Spaß Franco Nero bei seinen präzisen Handkantenschlägen und High-Kicks zu zuschauen!


    Trailer:




    Bilder:











    Originaltitel: Exterminator 2
    Herstellung: USA, 1984
    Regie: Mark Buntzman
    Darsteller: Robert Ginty,Jesse Aragon,Paul Bates,Jennifer Brandon, Mario van Peebles u.a.
    Genre: Action
    Laufzeit: 86:12 Minuten
    Freigabe: FSK Keine Jugendfreigabe/ab 18
    Kinostart: ?


    Veröffentlichungen:



    Deutschland:
    DVD: Ascot Elite / Infopictures
    DVD: BHM Media (Bootleg)
    DVD: Cinependent [Bootleg]
    DVD: Retrofilm (gr. Hartbox Cover A)
    DVD: Retrofilm (gr. Hartbox Cover B)
    Video: VMP
    Video: VMP


    Australien: Video: RCA / Columbia
    Großbritannien: Video: Guild Home Video
    Niederlande: Video: CIC Esselte (Verleih)
    Norwegen: Video: Mayco
    Schweiz: Video: Stella Video
    USA: DVD: Shout! Factory (Action-Packed Movie Marathon)


    Inhalt:


    Während die New Yorker Polizei der stetig ansteigenden Gewalt auf den Straßen machtlos gegenüber steht, greift der Vietnam-Veteran Johnny Long zum Flammenwerfer und sorgt eigenständig für Gerechtigkeit. Doch im Bandenanführer X findet er einen übermächtigen Gegner, der auch vor Attacken auf Johnnys Freunde nicht zurückschreckt – hier sind härtere Geschütze erforderlich, die der Exterminator aber auch aufzufahren bereit ist. Ein Rachemassaker sondergleichen mündet in einen ultimativen Showdown zwischen Gut und Böse.....



    Quelle BBCodeQuelle: ofdb.de


    Zitat

    "Was ist eigentlich ein Exterminator?"
    "Jemand der einen krankhaften Sinn für Gerechtigkeit hat, ein Verrückter halt. Das weiß doch jeder - 'n Verrückter!"


    Meine Meinung:


    Der Mann mit dem Flammenwerfer ist zurück!
    EXTERMINATOR II ist ein Klassiker des 80ger Jahre Selbstjustiz Kinos, welches auch Vigliante Movie genannt wird.
    Beim Vergleich mit Klassikern des Genres wie EIN MANN SIEHT ROT oder den DIRTY HARRY zieht EXTERMINATOR II klar den kürzeren, wobei man aber auch sagen muss das der Vergleich mit diesen zwei Beispielen ein wenig unfair ist.
    Mit Filmen wie VIGLIANTE von William Lustig, DER EXTERMINATOR oder SAVAGE STREETS kann EXTERMINATOR II aber locker mithalten und auch in einem Atemzug genannt werden.
    Regisseur Mark Buntzman, der eher als Darsteller und Produzent tätig war (SUICIDE CULT, LOVE KILLES), hat mit EXTERMINATOR II einen würdigen Nachfolger gedreht, der auch zugleich seine einzige Arbeit als Regisseur darstellt.


    Auch wenn man es hier mit einem Sequel von DER EXTERMINATOR zu tun hat, ist es nicht zwingend den Vorgänger gesehen zu haben um der Story von EXTERMINATOR II folgen zu können.
    Zwar ist Robert Ginty,der ja auch schon im Prequel als John Eastland zu sehen war, wieder mit Armeejacke und Flammenwerfer in den dunklen Gassen als Racheengel unterwegs - zu seiner Vergangenheit aus dem ersten Teil wird jedoch kein Bezug genommen.
    Auch ist sichtlich bemerkbar das sich die Motivation von John in EXTERMINATOR II geändert hat gegenüber dem von James Glickenhaus inszeniertem Vorgänger.
    John's ungezügelte Wut und sein tiefsitzender seelischer Schmerz waren in DER EXTERMINATOR motivierend und werden hier gegen eine gesellschaftspolitische Motivation eingetauscht - John wird zum Cop ohne Dienstmarke hochstilisiert, der seine eigene Art hat Probleme und Delinquenten aus der Welt zu schaffen.
    Zwar sind seine Handlungen immer noch weit entfernt von Legitimität und John ist ein Antiheld, doch John's Charakterzeichnung hier läßt nichts mehr von seiner seelischen Zerissenheit des ersten Teils erkennen und macht ihn zugänglicher für den Betrachter.


    Wirklich gelungen ist bei EXTERMINATOR II die Portraitierung der Bronx in den 80gern in der immer mehr Menschen in die Arbeitslosigkeit und Armut rutschten und kriminelle Geschäfte wohl die einzige Chance zum Überleben waren.
    Hier werden die dunklen und trostlosen Schattenseiten der Stadt gezeigt, fernab von den hellen Neonlichtern des Broadways oder dem Yuppietum in Manhattan und John selbst sieht sich durch seine Arbeitslosigkeit - auch wenn es immer wieder kleine Lichtblicke gibt - mit diesem fortschreitenden sozialem Abstieg konfrontiert.
    Bedenkenlos kann man also sagen das es sich bei EXTERMINATOR II um ein Zeitdokument handelt, das den Verfall eines Stadteils authentisch zeichnet - es wird aufzeigt wie ungreifbar der symbolische Reichtum und die Macht der nahegelegenen Wolkenkratzer sind.


    Bei diesem Sequel fällt auf das man das Grundkonzept von DER EXTERMINATOR beibehalten hat und unser Rächer auch hier wieder einen afro-amerikanischen Mitstreiter zur Seite stehen hat - die ist bei einer Produktion der Cannon Group nicht wirklich verwunderlich, da die Cousins Menahem Golan und Yoram Globus immer am Puls der Zeit waren wenn es darum ging erfolgreiche Konzepte für sich geldbringend zu plagiatieren.
    Um das ganze Szenario aber nicht wie eine 1:1 Remake Kopie aussehen zu lassen hat man einige Änderungen vorgenommen.
    Zum Beispiel hat John sich verliebt und hat seit einiger Zeit eine Freundin - dies wäre im Vorgänger aufgrund der inneren Zerrissenheit noch schier undenkbar gewesen, wirkt hier aber nicht aufgesetzt oder deplaziert.
    Genau dieser Aspekt macht es dann auch möglich dem Charakter des John humaner zu zeichnen, da er durch seine Liebe und Beziehung zu Caroline einen Schwachpunkt zu verzeichnen hat.


    Von Filmen der 80ger - vorallem denen der Cannon Group - ist man es ja gewohnt das sich der Flair der 80ties auch in der musikalischen Untermalung bemerkbar macht und dies trifft auch beim von David Spear komponiertem Score von EXTERMINATOR II vollkommen zu.
    Hier bekommt man elektronische Synthie Tunes par excellence geboten die definitiv Ohrwurmqualitäten vorweisen und vorallem das Titelthema hat Wiedererkennungswert.
    Leider wirkt sich das auch teilweise etwas negativ auf das Gesamtprodukt aus - in Szenen die dramatisch wirken sollen, wirkt der Score durch seine heiteren Töne oft deplaziert und verfehlt seine Wirkung.
    Hier hätte man dann eventuell ein Stück einsetzen sollen das für diese Szenen komponiert wurde um die geplante Wirkung zu erzielen.


    Die Akteure im Film wissen wirklich zu überzeugen und Robert Ginty's (LAST WARRIOR, RUN TIGER RUN, RETALIATOR, HARLEY DAVIDSON & THE MARLBORO MAN) Performance als Exterminator steht der aus dem Vorgänger in nichts nach.
    Frankie Faison(KATZENMENSCHEN, C.H.U.D. - PANIK IN MANHATTAN) in der Rolle des Be Gee überzeugt auch und gibt dem ganzen Szenario eine leicht komödiantischen Unterton mit seinen lockeren Sprüchen.
    Mario van Peebles als Gangleader "X" dürfte eigentlich jedem durch Filme wie SOUTH BRONX HEROES, HEARTBREAK RIDGE, NEW JACK CITY, FULL ECLIPSE, PANTHER oder POSSE - DIE RACHE DES JESSIE LEE sein und hat sich auch als Regisseur einen Namen gemacht.
    Auch wenn der Charakter den er hier verkörpert ein wenig eindimensional gezeichnet ist, kann er durch seine Leistung überzeugen.


    Bei den Outfits von "X" und seiner Gang kann wohl keiner leugnen, das eine große Ähnlichkeit zu DIE WARRIORS oder auch den italienischen Endzeitfilmen wie THE RIFFS oder METROPOLIS 2000 zu verzeichnen ist - Nietenarmbänder, Brustpanzer und Netzhemden dominieren das Erscheinungsbild der Gesetzlosen.
    Dies ist ein typisches Element auf das in B-Actionern der 80ger gerne zurückgegriffen wurde und somit auch hier Verwendung fand - man kann dies den Machern des Films nicht zum Vorwurf machen da dies den urbanen Stil dieser Dekade entspricht und authentisch wirkt.
    Auch die Breakdance Einlagen im Film wirken nicht deplaziert, da dies im Jahr 1984 der große Hype war und in vielen Filmen wiederfand.
    Zudem konnte die Cannon Group dadurch auch noch ihren Film BREAKIN' promoten und so hat auch ein Stück von "Chris 'The Glove' Taylor" - der ja in BREAKIN' zusammen mit "Ice-T" auf der Bühne steht - in EXTERMINATOR II verwendung gefunden.


    Kinematographisch kann sich EXTERMINATOR II auch sehen lassen und grade die Szenen in denen mit Gegenschnitten gearbeitet wird sind ein wahrer Genuß.
    Auch bei den Kampfchoreografien haben es die Kameramänner Robert M. Baldwin und Joseph Mangine geschafft diese handfesten Auseinandersetzungen dynamisch und authentisch in Szene zu setzen.
    Das es bei einem Film des Vigliante Subgenres auch einiges an grafischer Gewalt zu sehen gibt, liegt eigentlich auf der Hand - hier wird diese Gewalt in Form von blutigen Einschüssen und menschlichen Fackeln dargestellt und wirkt zum Glück nie plakativ oder verherrlichend.


    In den 86 Minuten Laufzeit kommt nie Langeweile auf und die Storyentwicklung schreitet stets in großen Schritten voran um im Finale den Straßenjungs nochmal gehörig Feuer unterm Hintern zu machen.
    Auch wenn dieses Sequel nicht mehr so rau und düster daherkommt wie der Vorgänger kommen Fans von Selbstjustizfilmen aus der B-Movie Liga voll auf ihre Kosten und werden auch hier nicht enttäuscht!


    Trailer:




    Bilder:











    Originaltitel: Perawan di sarang sindikat
    Herstellung: Indonesien, 1987
    Regie:Ackyl Anwari
    Darsteller:Enny Beatrice,Yenny Farida,Harry Capri,Nina Anwar,Dicky Zulkarnaen u.a.
    Genre: Action | Trash | Exploitation
    Laufzeit: 88:53 Minuten
    Freigabe: ungeprüft (dt. DVD), FSK 18 (dt. VHS)
    Kinostart: ?




    Veröffentlichungen:
    Deutschland :
    DVD: Retrofilm
    Video: IVE / Polyband


    Japan: Video: Sony Video Corporation / Mountlight
    Malaysia: Video-CD: Music Valley SDN. BHD
    USA:DVD: Mondo Macabro (2 Disc Special Edition)



    Inhalt:
    Irgendwo in einem rauchverhangenem Casino in Indonesien :
    Mit einem Kunden macht sich das leichte Mädchen Sheila auf den Weg in ein Zimmer, um sich die für den Lebensunterhalt nötigen Rupiah zu verdienen.
    Als der Freier sich von den Posen in die die Professionelle wirft nicht sehr beeindruckt zeigt und direkt zur Sache kommen will, entpuppt sich Sheila als sehr resolut und schlagkräftig.
    Die indonesische Kampfhure schafft es sich des aufdringlichen Machos zu entledigen.
    Daraufhin gibt sie ihrer draußen auf Motorrädern wartenden Frauengang ein Zeichen, welches den Überfall auf das Casino einleitet.
    Der Überfall endet für die indonesischen Motocross-Amazonen erfolgreich und sie können einer Beute von einer halben Millionen Rupiah ihr eigen nennen.

    Dieses Geld wird in Waffen investiert um dem skrupellosen Mr. Tiger - einen der größten Verbrecher der Gegend - das Handwerk zu legen.
    Auf Tiger's Konto geht der Mord an den Eltern von Sheila und ihrer jüngereren Schwester Karen - als diese ihr Anwesen, welches einer kleinen Burg gleicht, nicht verkaufen wollten hat Tiger sie kurzerhand erschossen.
    Und für diese Gräueltat wollen die Schwestern und ihre motorisierten Freundinnen Rache ausüben, um das Anwesen auf dem sich nun Tigers Syndikatzentrale befindet rechtmässig zurück zu erobern.


    Die Amazonengang hat die Privatarmee von Mr. Tiger aber unterschätzt, wird überwältigt und landet als Gefangene im unterirdischen Gefängnis.
    Dem Gangsterboss kommt dies mehr als Gelegen, da er somit Versuchskanichen für sein im Endstadium befindliches Serum zur Hand hat, welches ein entführter Wissenschaftler für ihn herstellt.
    Dieses Serum soll jede Frau gefügig und sexuell willig machen und Mr. Tiger zu unvorstellbarem Reichtum verhelfen.
    Doch die Furien der Apokylypse arbeiten schon an einem Ausbruchplan um ihre ersehnte Rache doch noch in die Tat umsetzen zu können.....



    Meine Meinung:

    Das die indonesischen Rapi Films, die im Jahr 1968 gegründet wurden, ein Garant für Trash-Filme sind ist für den Genre-Fan nichts neues.
    Was für die heutige Zeit die japanische Produktionsschmiede "Sushi Typhoon" ist, war für die 1970ger und 1980ger definitiv "Rapi Films".
    Ihre bekanntesten Produktionen dürften wohl LADY TERMINATOR, TODESSCHREI DER KANNIBALEN, THE BLIND WARRIOR, JAKA - DER REBELL und DEVIL'S SWORD sein.
    Meist war das, was sich dem Freund abstruser Filmkost in den Produktionen von Rapi Films offenbarte so impertinent, reißerisch und hahnebüchen das es auf fast keine Kuhhaut ging.
    Auch wenn VIRGINS OF HELL dem Standard von z.B. JAKA - DER REBELL nicht ganz standhalten kann, wird man als Fan trotzdem nicht enttäuscht werden.
    Das VIRGINS OF HELL auf der Liste der "bösen Filme" gelandet ist, ist nicht ganz nachvollziehbar da der Einsatz von nacktem, weiblichen Fleisch und dem roten Lebenssaft eher inkonsequent gestaltet wurde.

    VIRGINS OF HELL fusioniert auf gekonnte Weise zwei Subgenre des Exploitationfilms - dem Bikerfilm und dem Women in Prison Flicks.
    Wie schon in anderen Produktionen der indonesischen Filmschmiede dürfen natürlich auch bei VIRGINS OF HELL groteske Szenarien nicht fehlen.
    Unter anderem kann der Betrachter bewundern wie eine WÜrgeschlange erste Hilfe bei Schussverletzungen leistet, Motorräder meterweit durch die Luft segeln und eine Amazone am Drehspieß befriedigt die kulinarischen Gelüste.
    Das dies alles sehr verwunderlich auf den Zuschauer wirkt und nicht für bare Münze genommen werden kann, bedarf eigentlich keiner Erwähnung


    Die musikalische Untermalung dieser Trash-Granate garniert das Visuelle ausgezeichnet und hier wurde sich schamlos am Fundus bekannter Kompositionen bedient.
    Neben einer Panflöten-Version von "Nights in White Satin" die Frauenknastromantik versprüht, wurde verstärkt auf den "Euro Dance" Sound der 1980ger gesetzt.
    So verwundert es nicht, das die Coverversion von "Dont let me be Missunderstood" bei VIRGINS OF HELL sich anhört als hätte Dieter Bohlen diese neu eingespielt.
    Dem Film RAMBO wurde auch Tribut gezollt, in Form einer Dancefloor-Version des Titelthemas, die bei VIRGINS OF HELL nur leicht von der Originalkomposition abweicht.


    Das man bei so einer indonesischen "Gurke" wie VIRGINS OF HELL von den Darstellern nicht viel erwarten darf sollte klar sein.
    Was ich ein wenig schade fand, ist das auf den indonesichen Superstar und Rapi-Recke Barry Prima verzichtet wurde.
    Ich hätte mir Barry Prima gut als Wissenschaftler oder auch als Amazone mit ausgestopftem Oberteil in VIRGINS OF HELL vorstellen können !
    Bei der Wahl der Kostüme der Amazonen war man zwar nicht wirklich kreativ, aber bei so einem Trasher paßt es einfach das alle Girls aussehen als hätte man für sie das Outfit von Wonder Woman in anderen Farben plagiatiert.


    Storytechnisch wird hier nichts neues geboten und Regisseur Ackyl Anwari (TARZAN RAJA RIMBA) verlässt sich auf die gängigen und beliebten Muster des Women in Prison Genres.
    So werden auch bei VIRGINS OF HELL Folterungen und sexuelle Übergriffe durch die Wärter geboten und natürlich darf auch eine dominant-resolute Wärterin mit lesbischen Neigungen nicht fehlen.


    Die Actionszenen im Film sind allesamt solide umgesetz und für Fans von Trash-Actionern gibt es keinen Grund sich zu beklagen.
    Das man keinen großen Wert auf Authezität gelegt hat was den Look der Waffen oder auch deren Funktionalität anbelangt steht außer Frage und ist nicht weiter erwähnenswert.
    Teils irrsinnige Action ist hier vorprogammiert und auch den ein oder andere Motorrad-Stunt gibt es zu bewundern - hätte Evel Knievel indonesische Ziehtöchter, dann wären es definitiv diese Furien der Apokalypse.
    Auch das verwendete Set, welches sich vorwiegend auf das Domizil des Gangsterboss beschränkt, kommt ein bester Trash-Manier daher.
    Die Festung sieht einfach billig aus und macht einen unrealistischen Eindruck und zusätzlich wirkt das ganze Areal sehr plastisch - auf der anderen Seite erinnert es fast schon wieder an Sets von Regielegende Mario Bava.


    Leute die Wert auf seriöse Unterhaltung legen, sollten einen großen Bogen um VIRGINS OF HELL machen um stetig wachsenden Fragezeichen über dem Kopf vorzubeugen.
    Aus der Sicht eines Trash-Aficionados wie ich es bin gilt :

    8 von 10 motorisierten Amazonen

    Trailer:



    Bilder: