90210 Shark Attack in Beverly Hills

  • Originaltitel: 90210 Shark Attack

    Herstellung: USA, 2014
    Regie: David DeCoteau
    Darsteller: Donna Wilkes, Rachel Rosenstein, Braden Bacha, Jeffrey Decker, Judson Birza, Stephanie Shemanski
    Genre: SciFi
    Subgenre: Haie
    Laufzeit: ca. 72 Min.
    Freigabe: ab 16


    Eigentlich war ich der Meinung, dass ich schon jeden filmischen Dreck gesehen hätte. Nun stieß ich aber auf Facebook auf eine Warnung vom Herausgeber der Dead Ends, dem renommierten Fachmagazin zum Thema: Titten, Trash und Terror. Auch in den einschlägigen Foren konnte man nicht viel (eigentlich rein garnichts) Gutes über den Film lesen. Ich dachte wie schlimm kann es schon werden, schließlich habe ich ja auch schon den filmischen Auswurf, Produktionschmieden wie Asylum oder Tomcat Films fast schadfrei überstanden. Hier nochmal einen lieben Dank an den edlen Spender, der mir sein bestes Pferd aus seiner Herde geschenkt hat. Ich werde dir ewig dankbar sein oder dich für immer verfluchen, so das dir zu gegebenen Anlass, der Sack bis zum Boden hängen soll, so dass du dir bei jeder Treppenstufe die Cojones stößt. Aber wir werden sehen wie der Film ist...


    In irgen deinem Review habe ich „The Asylum“ mal als Bodensatz des Trashfilm bezeichnet. Tomcat Films hingegen noch weit darunter. Wo hingegen sollte man Rapid Heart Pictures einordnen? Nach der Sichtung des Films sollte die Produktionsfirma eher Raped Heart Pictures heißen. Nachdem ich den Film nun gesehen, darüber geschlafen, verdaut und wieder ausgeschieden habe: heiliger Bimbam, was musste ich mir hier antun. Habe ich mein Lebensziel erreicht? Habe ich nun den schlechtesten Film aller Zeiten gesehen? Kann ich nun in Ruhe sterben gehen? Mindestens nah dran dürfte der Film sein und bis ich ganz sicher bin, rücken wir „das sterben gehen“ noch drei oder vier Wochen nach hinten.

    Aber bevor wir zu den negativen Aspekten des Films kommen, werde ich mal das Positive aufzählen. Der Film geht nur 72 Minuten! Rechnen wir noch die 8 Minuten für Vor-und Abspann kommen wir auf 64 Minuten. Also ein Film den man mal schnell in einer handelsüblichen Werbeunterbrechung auf RTL schauen kann.
    Da wir das Positive nun abgehakt haben kommen wir zum Negativen. Nachdem ich 10 Minuten des Films geschaut habe, dachte ich noch das dieser David DeCoteau ein Newcomer sein muss und keinerlei Talent hat, einen Film spannend zu inszenieren. Ein Blick in die Onlinefilmdatenbank sowie in die Wikipedia, offenbaren dem geschockten Leser das dieser Mann in 30 Jahren schon zahlreiche Filme gedreht hat und unter anderem mit Ikonen des Trashfilms wie Roger Corman und Charles Band zusammen gearbeitet hat.
    Der Mann schafft es einfach nicht in 60 Minuten irgendwie Spannung aufzubauen sowie einem nur eine, derwenigen Akteure des Films näher zu bringen. Bei der Wahl der Musik und dem Look des Films muss man unweigerlich an einem Porno denken, ohne das der Film irgendwelche Titten zeigt. Also von Frauen. Bei den Männern ist das anders, die Kamera liebkost, die halbnackten Männerkörper förmlich. Auch hier verrät ein Blick in dieWikipedia einiges. Kommen wir aber zum Hauptgrund, den Film anzusehen, dieser scheint laut Cover ja dem Sharkploitation- , oder auf deutsch, den Haischeiß Genre anzugehören, der ja in den letzten Jahren mehr oder weniger gute Auswüchse hervorgebracht hat. 90210 Shark Attack in Beverly Hills würde ich unter „was für ein Scheiß“ einordnen. Mit Haifilm hat das ganze weniger zu tun. Ich würde eher vermuten das man hier einen Slasher produzieren wollte aber weder Geld für ein Drehbuch, noch für ein fetzige und gruselige Maske hatte, Sowie nicht das Equipment um bei Nacht zudrehen. Um die Effekte zu realisieren hat man sicherlich kein Animationskünstler engagiert sondern in irgendein Informatikkurs jemanden gesucht der für n Apfel und ein Ei seine Seele verkauft. So kann man auch keine Effekte erwarten.


    Alles in Allem haben wir hier einen Film, der eine deutsche Veröffentlichung in keinster Weise verdient hat, wo noch so viele Perlen unveröffentlicht sind. Ich habe noch nie einen Film sehen müssen, der von der ersten bist zur letzten Minute, absolut keine Aussage besitzt und so mit Spannung und sympathischen Figuren geizt. Außerdem dürfte 90210 Shark Attack in Beverly Hills der Film sein, der die meisten sinnlosen Übergänge zwischen zwei Szenen hat sowie die meisten Szenen wo jemand einfach nur läuft. Kaum zu ertragen der Film. Also Finger weg!