Scarecrow - Das Grauen stirbt nie

  • Originaltitel: Scarecrow
    Herstellung: USA, 2013
    Regie: Sheldon Wilson
    Darsteller: Lacey Chabert, Richard Harmon, Nicole Muñoz, Julia Maxwell, Robin Dunne, Brittney Wilson, Lanie McAuley
    Genre: Horror
    Subgenre: Vogelscheuche
    Laufzeit: ca. 81 Min.
    Freigabe: ab 16


    Das alljährliche Vogelscheuchenfestival steht vor der Tür. Da man nicht nur auf die einheimische Frauenwelt zurück greifen will, braucht man eine echte Vogelscheuche. Wie der Zufall es so will, gibt es auf der alten, verlassenen Miller Farm eine und ein paar Schüler vom Nachsitzen sind auch schnell zusammen getrommelt, so das man sich samt Lehrer mit dem Schulbus, auf dem Weg macht. Dort angekommen sieht man sich schnell einer größeren Bedrohung ausgesetzt als den Konflikten untereinander. Eine vor hundert Jahren eingesperrte Vogelscheuche konnte sich mit Hilfe von unvorsichtigen, pupertären Teenager befreien und sinnt nun auf Rache...


    Der Vogelscheuchenfilm, einer meiner Lieblingssubgenre im Horrorbereich. Während in den letzten Jahren sämtliche auf der Welt vorkommenden (vor allem Haie, Krokodile und Spinnen) Tiere, bis aufs Letzte ausgeschlachtet werden, werden die Vogelscheuchen eher stiefmütterlich behandelt. Mit dem vorliegenden Film, hat sich der SyFy Channel, sich diesem Problem angenommen. Auf dem Regiestuhl hat es sich Sheldon Wilson bequem gemacht, der mit Filmen wie Killer Mountain, Snowmageddon oder auch Super Twister, schon so etwas wie Erfahrung gesammelt hat. Anders als üblich, hat man dieses mal keinen „großen“ bekannten Namen für das Cover engagiert und setzt hauptsächlich auf einen kleinen Cast an Jungschauspielern. Einzig allein, Lacey Chabert ist mir bekannt, die 1998 als Teenager in „Lost in Space“ ihren ersten und vermutlich letzten Hit landen konnte.

    Die Darsteller versuchen ihr bestes, leider konnte man aus dem Drehbuch wohl nichts besseres rausholen. Die deutsche Synchronisation erledigt da den Rest, so das man sich nur noch angewidert die Ohren zu halten kann. Die Handlung an sich ist nicht der Rede wert und voller Logiklöcher. Die Vogelscheiche, bewegt sich langsam vorwärts aber ist immer als erste am Ort des Geschehens. Positiv kann man anmerken, das es zügig voran geht und man sich nicht lange an einem Ort aufhält, so das es genügend Abwechslung entsteht und so der Langeweile einen Riegel vorgeschoben wird.

    Die Vogelscheuche ist für einen SyFy Channel Film recht gut umgesetzt auch wenn sie eher wie ein Dämon aussieht. All zu viel Splatter sollte man in dieser TV Produktion auch nicht erwarten. Zum größten Teil sieht man nur das Endergebnis und auch das konnte man gut umsetzen. Scheinbar ist man endlich zur Erkenntnis gekommen, das man nicht alles mit CGI umsetzen muss, wenn es danach sowieso scheiße aussieht.

    Alles in allen haben wir hier einen unterhaltsamen Film, der Hauptsächlich am Drehbuch krankt aber noch versucht, das Beste rauszuholen....