Hana-bi - Feuerblume


  • Originaltitel: Hana-Bi
    Herstellung: Japan, 1997
    Regie:
    Darsteller: , Kayoko Kishimoto, Ren Osugi, Tetsu Watanabe
    Genre: Action, Sozial
    Laufzeit: 99 Min.
    Freigabe: Deutschland: FSK 16
    Kinostart: 24.01.1997



    Veröffentlichungen:


    DVD Deutschland: 21.09.2004 (Kinowelt)
    Blu Ray Deutschland: 20.11.2015 (Capelight) - Mediabook
    Blu Ray UK: 11.01.2016 (Third Window Films)


    Inhalt:


    Polizist Nishi ist am Ende. Seine Frau ist schwer Krebskrank und die gemeinsame Tochter kürzlich verstorben. Kollege Horibe wird von der Yakuza zum Krüppel geschossen; ein anderer getötet. Kredithaie fordern Geld zurück, das Nishi für teure Medikamente für seine Frau brauchte. Seine Verbitterung kennt keine Grenzen. Er befreit sich von allen moralischen Zwängen und tritt an, um kompromisslos die Welt ein Stück weit wieder in Ordnung zu bringen.


    Tragisch, bunt und kompromisslos. Ein Feuerwerk der Emotionen, wie nur Kitano sie in Szene setzen kann. Als bestes lässt sich der Film wie folgt beschreiben. Durch zwei Zitate im deutschen Trailer:[/align]
    "... von einer Intensität und einem komischen Reichtum, für den Quentin Tarantino seine Großmutter verkaufen würde."
    - Standard / Wien


    "... die Essenz des Kinos
    ... und seine ganze Zukunft."
    - Die Zeit


    Nicht umsonst hat er den "Goldenen Löwen von Venedig" dafür bekommen.


    Trailer:


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    Bilder:


  • Nach langer Zeit und nach langem Grübeln was ich mir ansehen soll hab ich mich mal wieder für diesen Film entschieden und zwei Dinge herausgefunden:


    1. Das Mädchen am Strand am Ende, das den Drachen steigen lässt, ist Takeshis Tochter Shoko


    2. Takeshi spricht im ganzen Film ca. 140 Wörter und diese hauptsächlich in der zweiten Hälfte des Films. In der ersten ist er mehr der Zuhörer. Wie in den meisten seiner Filme.

  • Mal ein kleines Review geschrieben:


    Story
    ist wohl einer der bekanntesten Regiesseure Asiens. Im Land der aufgehenden Sonne wird er jedoch mehr als Entertainer und Komiker bewundert, denn als Filmemacher. Seine Filme bleiben innerhalb Japans bis dato mehr oder weniger Flops. Kitano, der auch unter dem Pseudonym Beat Takeshi hört, hat sich hierzulande durch Filme wie Brother, Dolls und auch die Verfilmung des Zatoichi einen Namen gemacht. Seine Filme sind dabei recht wortkarg, nie wird viel gesprochen, jedoch sprechen die kompromisslosen bis wundervollen Bilder für sich.


    So auch bei Hana(Blume)-Bi(Feuer), was übersetzt Feuerwerk heißt. Die gegensätzliche Motive Blume und Feuer treffen faustgenau die elegische Stimmung des Filmes. Der schweigsame Nishi übt seine Arbeit als Cop gnadenlos aus. Der Welt hat er nicht mehr viel zu beichten. Seine Tochter ist ums Leben gekommen, seine Frau ist unheilbar krank und hat nur noch wenige Wochen zu leben. Als sein bester Freund und Arbeitskollege Horibe (Ren Osugi) nach einer Schussverletzung gelähmt im Rollstuhl landet, zieht Nishi ein Schlussstrich. Er quittiert seinen Dienst und wendet sich an die örtliche Yakuza, bei denen er sich dort wegen seiner kompromisslosigkeit längst einen Namen verschafft hat. Mit dem Geld das Nishi sich leiht, will er mit seiner Frau in ihren letzten Tagen, nach dem letzten Funken Glück suchen.



    Kritik
    Die Kontrapunkte Blume und Feuer lassen sich ebenso wieder im Film wieder finden. Das Feuer, die Welt Nishis: Erbarmungslos, skrupellos, brutal. Das Glück nachdem Nishi sucht, ist dagegen die Antistrophe, der völlige Gegensatz. Kitano inszeniert diese beiden Fragmente indessen so kontrastreich in Verbindung mit der lakonisch agierenden Figur des Nishis. Ebenso wie der Anschein von Emotionslosigkeit und die kurz darauf folgenden Gewaltausbrüche. Die bedrückende Atmosphäre gibt sein Übriges und bringt uns auf beeindruckendeweise das unabdingbare Schicksal des Protagonisten nahe.


    Kalt hält die Kamera auf die schonungslose Gewalt, fast wie in Standbildern und ohne jegliche Absicht auf Unterhaltung durch Brutalität. Imposant ist dabei, wie einfühlsam Kitano die Gefühle und Beziehungen seiner Protagonisten rüberbringt. Ohne Worte und großartige Mimiken, doch durch kleinere Gesten die das Glück von Nishi und seiner Frau zeigen. Die langen Einstellungen sei es auch zu verdanken, die jedoch wohldosiert und durchdacht ihre Wirkung erfüllt und nicht in sovielen anderen Filmen, vergeblich nur eine künstlerische Berechtigung suchen.


    Dringend muss noch die wundervolle Filmmusik von Herrn Hisaishi erwähnt werden. Melodisch passt es sich dem Film hervorragend an und trägt viel zum Verdienst des meisterlichen Werkes bei.



    Fazit
    Hana-Bi teilt die Cineasten sicherlich in zwei Lager. Die einen werden Kitano für dieses Werk bewundern, andere wiederrum werden mit dem Erzählstil nichts anfangen können. Nichtsdestrotz verdient dieses unbestreitbare Meisterwerk eine wohlverdiente Chance und wird vielen sicherlich wie mir gefallen.


    Hana-Bi Review

  • Nettes Review aber die Story hättest du nicht noch mal extra reinschreiben müssen, die steht ja oben :D und ich muss hier nochmal neue Screenshots machen die etwas... gleichgroß sind 8) STeht auf meiner Liste der zu erledigenden Sachen

  • Habs ja nicht -extra- neu geschrieben, sondern war hauptsächlich für meine Seite geplant ^^


    Btw.: Weiß jemand, ob Kitano einen neuen Film plant ?
    Seit Zatoichi hat man hierzulande ja nicht mehr viel vom Meister gehört :(

  • Autsch, bringt seit geraumer Zeit auch nichts mehr gescheites raus :rolleyes:


    Dass Kitano kaum Filme mehr dreht ist irgendwie auch kein Wunder mehr. Bis auf Zatoichi sind seine Filme in Japan kommerziell eher weniger erfolgreich :(

  • Seine Filme sind durchaus sehr kommerziell in Japan. Das er momentan nichts von sich hören lässt liegt wohl eher daran, dass er neben den Regiearbeiten auch noch Schriftsteller, Schauspieler, Moderator, Komiker und Dichter ist. Da hat man nicht gerade einen leeren Terminkalender.
    Und wenn man mal schaut welcher Zeitraum zwischen Jackie Brown und Kill Bill von Quentin Tarantino liegt, dann kann das durchaus noch dauern.

  • Von großem kommerziellem Erfolg kann man bei Kitano schlichtweg nicht reden. Fakt ist, dass seine Filme (bis auf Zatoichi) nicht sonderlich großartige Einspielergebnisse vorzuweisen hatten.
    Als Entertainer ist er in Japan zwar ne ziemlich große Nummer, aber als Filmemacher leider weniger : (

  • Hana bi ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Genial gespielt und mit einer sehr mitreißenden Storry versehen. Das Ende ist natürlich wieder überaus dramatisch, wenn auch äußerst suptil inszeniert .


    Einfach nur 1. Klasse!!!!!
    >daumen<

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